Espresso Granita mit Averna

Averna kann man auf verschiedene Arten geniessen; pur, auf Eis oder mit einer Orangen- oder Zitronenscheibe, mit Kräutern wie Salbei, Minze oder einem Rosmarinzweig im Glas.

Bei unserer besonders sommerlichen Variante, wird der Kräuterlikör mit einer herrlich kühlenden und erfrischenden Espresso Granita getoppt.

für 4 Cocktails

Zutaten Granita
300 ml Espresso oder starker Kaffee
70 g Zucker

Zum Servieren
Eiswürfel
8 cl Averna, aus dem Kühlschrank
Orangenzesten

Zubereitung
1. Den Kaffee mit dem Zucker verrühren bis sich dieser vollständig aufgelöst hat, auskühlen. Flüssigkeit ca. 2 cm hoch in ein flaches Gefäss (z.B. eine Gratinfrom) giessen. Ungefähr 3-4 Stunden gefrieren. Ab und zu mit einer Gabel aufkratzen, bis die Masse körnig gefroren ist.

2. Eiswürfel in die Gläser geben. Mit je 1 cl Averna übergiessen und mit 1-2 EL Granita auffüllen.

Zucchini Cheesecake

Beim Wort Cheesecake denkt man automatisch an den süssen Klassiker. Als währschafte Variante mit Ricotta, Erbsen, frischen Kräutern und Zucchini eignet sich der Cheesecake bestens als Hauptspeise. Dekoriert mit Zucchiniblüten wird der salzige Kuchen bei jedem Apéro-Buffet zum besonderen Hingucker.

Zutaten Mürbeteig 
250 g Mehl
0.5 TL Salz
100 g Butter, kalt und in Stücken
5 EL Wasser

Zutaten Füllung 
3 EL Olivenöl 
1 Zwiebel 
1 Knoblauchzehe
50 g frisch gepulte Erbsen 
2 Zweige Minze
2 Zweige Salbei
1/2 Bund Basilikum
1 Zucchini (ca. 200 g)
2 EL Olivenöl 
1 Zitrone, Schalenabrieb und 2 EL Saft
500 g Ricotta 
100 g Frischkäse
100 g Parmesan, gerieben
3 Eier, verquirlt
Salz 
Pfeffer

Zum Servieren 
4-5 Zucchiniblüten*
2 EL Olivenöl 
2 EL Pinienkerne, angeröstet

*erhältlich am Markt oder in grossen Lebensmittelgeschäften

Zubereitung Mürbeteig 
1. Das Mehl mit dem Salz in einer Schüssel mischen. Butter beigeben, von Hand zu einer gleichmässig krümeligen Masse verreiben. Wasser dazu giessen, rasch zu einem weichen Teig zusammenfügen, nicht fest kneten. Den Teig flach drücken, zugedeckt ca. 30 Min. kühl stellen. 

2. Eine runde Springform von ca. 24-26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen. Den Teig auf wenig Mehl rund (ca. 34 cm Ø) auswallen und die Form damit auskleiden. Den Teig etwa 3 cm an den Rändern hochziehen, andrücken und überstehende Teigreste abschneiden. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen. Mindestens 30 Minuten kühl stellen. 

Zubereitung Füllung
3. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebel sowie den Knoblauch fein hacken. Im Olivenöl einige Minuten andünsten. Die Erbsen zugeben und 1 Minute mitdünsten. In eine Schüssel geben, auskühlen lassen. Die Kräuter grob hacken. Mit dem Zitronensaft sowie dem Schalenabrieb zu den Erbsen geben. 

4. Die Zucchini der Länge nach in ca. 2 mm dünne Scheiben schneiden. Mit dem Olivenöl vermengen. Den Ricotta, den Frischkäse, den Parmesan sowie die Eier zu einer homogenen Masse verrühren. Die Erbsen-Kräutermischung zum Ricotta geben. Alles vermengen, mit Salz und Pfeffer würzen und auf dem vorbereiteten Teig ausstreichen. Die Zucchinistreifen hochkant in die Ricotta Masse drücken. Im vorgeheizten Backofen ca. 40-45 Minuten goldbraun backen bis die Käsemasse fest ist. Den Cheesecake auskühlen lassen. 

5. Die Zucchiniblüten vorsichtig waschen und trocken tupfen. Grössere Exemplare der Länge nach halbieren. Zum Servieren auf dem Cheesecake verteilen. Mit Olivenöl beträufeln und mit Pinienkernen bestreuen. 

Gepickelte Tannenspitzen

Im Frühjahr treiben alle Nadelbäume wieder frisch aus und tragen leuchtend hellgrüne Tannenspitzen. Die Frühlingsboten schmecken wie eine erfrischende Mischung aus Rosmarin, Hopfen und Zitrone. Zudem enthalten sie viele ätherische Öle, Vitamin C und andere wertvolle Pflanzenstoffe.

Die Hauptsammelzeit für Tannenspitzen ist meist von April bis Mai. Beim Sammeln sollte man darauf achten, von jedem Baum nur ein paar weiche Triebe abzuschneiden, damit er nicht geschwächt und beschädigt wird.

für 2-3 kleine Einmachgläser 

Zutaten
150 g Tannenspitzen gewaschen und abgetrocknet
120 ml Apfelessig
3 EL Zucker
3 EL Salz
240 ml Wasser

Zubereitung
1. Die Tannenspitzen gründlich waschen, trocknen und in die sterilisierten Einmachgläser geben.

2. Den Apfelessig mit dem Zucker, dem Salz und dem Wasser in eine Pfanne geben. Aufkochen bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Die Flüssigkeit heiss über die Tannenspitzen giessen. Sie sollten vollständig mit dem Sud bedeckt sein. 

3. Die Gläser verschliessen und einige Minuten auf den Kopf stellen. Vor dem Servieren mindestens 2 Tage ziehen lassen. Im verschlossenen Glas und an einem Kühlen Ort, lassen sich die Pickles monatelang lagern. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.

Ganz wunderbar passen die gepickelten Tannespitzen zu:
- einer Käseplatte (die frische Säure bildet einen angenehmen Kontrast zum Fett des Käses),
- Raclette
- Aperonüssen
- Salat oder Sandwich

Gebackener Ricotta mit Rhabarber

Der gebackene Ricotta erinnert an die italienische Variante von Cheesecake, nur wird er ohne Teigboden in Form von einem Pudding gebacken. 

Die Säure vom Rhabarber, welcher in einem Sud aus süssem Dessertwein mit Zitrone und Fenchelsamen geschmort wird, harmonisiert ausgezeichnet mit der zarten Creme und macht das Dessert zu einem frühlingshaften Genuss. Der Rhabarber kann gut im Voraus zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden. 

für 4-6 Portionen
ergibt eine Form von ca. 1,5 Litern

Zutaten geschmorter Rhabarber
800 g Rhabarber (rotstielig)
500 ml Muscat oder anderer Dessertwein
100 g Zucker
1 Vanillestängel, Mark ausgekratzt
2 TL Fenchelsamen
1 Zitrone, Schale mit dem Sparschäler abgeschält

Zutaten gebackener Ricotta
750 g Ricotta
150 g Mascarpone
150 g Zucker
3 Eier
1/2 Zitrone, Schalenabrieb und Saft
1 Vanillestängel, Mark ausgekratzt
1 Prise Salz
wenig Butter zum Einfetten der Form

Zubereitung geschmorter Rhabarber
1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Den Rhabarber waschen, rüsten und in ca. 5-6 cm lange Stücke schneiden. Dicke Stiele der Länge nach halbieren. Den Rhabarber mit dem Muscat, Zucker, Vanillestängel und ausgekratztem Mark, Fenchelsamen sowie der Zitronenschale vermengen und in eine grosse ofenfeste Form geben. Ca. 20 Minuten backen, bis der Rhabarber weich ist, aber nicht zerfällt. Während dem Backen von Zeit zu Zeit mit einem Löffel den Sud über den Rhabarber giessen. In der Flüssigkeit auskühlen lassen.

Zubereitung Ricotta
1. Den Backofen auf 160 Grad vorheizen. Den Ricotta, Mascarpone, Zucker, Eier, Vanillemark, Zitronenabrieb und Saft sowie das Salz in eine Schüssel geben. Mit dem Handmixer verrühren bis eine homogene Masse entsteht.

2. Eine ofenfeste Form mit Butter einfetten. Die Ricotta-Masse in die Form geben und glatt streichen. Ca. 30-35 Minuten backen, bis die Masse leicht in die Höhe geht, in der Mitte fest und an den Rändern goldbraun wird. Warm oder ausgekühlt mit dem geschmorten Rhabarber servieren.

Brennnessel-Butter

Wir kennen die Brennnessel vor allem als nerviges Unkraut, welches einem unschön picksen kann. Doch sie ist vollgepackt mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen und enthält ausserdem viel Eiweiss. Sehr früh im Jahr legt die Brennnessel los und ist daher auch eine der ersten Pflanzen, die im Frühling zu blühen beginnt. Sie wachsen fast überall, manchmal dort wo man sie gar nicht haben will. Doch anstatt die Brennnesseln als Unkraut auszureissen, kann man die jungen Blätter ernten und in Gerichte einbauen. Denn als nährstoffreiche Wildpflanze ist sie ein hochwertiges Nahrungsmittel, welches keinen Rappen kostet und geschmacklich für Abwechslung sorgt.

Zutaten

250g frische Brennnesselblätter
5 dl Vollrahm
1/2 Teelöffel Salz
1 Knoblauchzehe oder einige Blätter Bärlauch


Zubereitung
1. Die Brennnesseln gründlich waschen (am besten Handschuhe tragen) und danach in heissem Wasser kurz blanchieren. Abtropfen lassen und zusammen mit der Knoblauchzehe pürieren.

2. Den Vollrahm zusammen mit dem Salz in eine Schüssel geben. Mit dem Handmixer oder einer Küchenmaschine aufschlagen.

3. Sobald der Rahm steif wird, das Brennnesselpüree zugeben und weiter schlagen, bis er flockig wird und Flüssigkeit (Buttermilch) austritt. Die Masse in ein Mulltuch geben. Über einer Schüssel kräftig ausdrücken, bis die Butter an einigen Stellen durch das Tuch gepresst wird und alle Flüssigkeit entwichen ist.

Zum Aufbewahren die Butter in eine Schüssel streichen oder in einem Backpapier zu einer Rolle formen.

Die Butter lässt sich 1-2 Wochen im Kühlschrank aufbewahren oder 5-6 Monate tiefkühlen.

Kichererbsen Kartoffel Eintopf mit Harissa

Hülsenfrüchte eignen sich speziell gut für winterliche Eintöpfe und sind besonders sättigend. Mit Kartoffeln und Wurzelgemüse, werden sie für diese herzhafte Kreation in einem orientalisch gewürzten Sud geschmort. Serviert mit Naahn, Joghurt und frischen Kräutern wärmt das Gericht Körper und Seele von innen.

Zutaten
200 g getrocknete Kichererbsen

1 rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe
400 g gemischtes Wurzelgemüse
(z. B. verschiedenfarbige Rüebli, Pastinaken, Peterliwurzel)
400 g Kartoffeln, festkochend

3 EL Olivenöl
1 TL Fenchelsamen
2 Lorbeerblätter
1 TL gemahlener Koriander
1/2 TL Paprika, geräuchert
3/4 TL Zimt

2 EL Tomatenpüree
1 EL Harissa (scharfe nordafrikanische Gewürzpaste)
1 Dose Pelati

5 dl Gemüsebouillon
Salz
Pfeffer


Zum Servieren
1/2 Bund Petersilie, grob gehackt
1/2 Bund Pfefferminze, grob gehackt
Naturejoghurt
Naahn

Zubereitung
1. Am Vortag: Kichererbsen in kaltem Wasser ca. 24 Stunden einweichen.

2. Das Einweichwasser abgiessen, Kichererbsen gründlich mit kaltem Wasser abspülen. Die Zwiebel vierteln und den Knoblauch fein hacken. Das Gemüse und die Kartoffeln in grobe Würfel à ca. 2 cm Dicke schneiden.

3. Das Öl in einem Schmortopf erwärmen. Die Zwiebel andünsten. Den Knoblauch sowie die restlichen Gewürze zugeben und einige Minuten mitdünsten.

4. Die Kichererbsen mit dem Tomatenpüree und Harissa zugeben, umrühren. Mit der Pelati und der Gemüsebouillon ablöschen. Ca. 15 Minuten zugedeckt schmoren lassen. Das Wurzelgemüse und die Kartoffeln zugeben und weiter zugedeckt ca. 25 Minuten schmoren, bis das Gemüse und die Kichererbsen gar sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

5. Mit gehackter Petersilie und Minze garnieren und mit Joghurt und Naahn servieren.

Schokoladen Babka

Weihnachten ist die Zeit der grossen Festessen. Wir backen, kochen und bekochen, laden ein, werden eingeladen und vor allem schlemmen wir nach Herzenslust und geniessen die Gesellschaft von Familie und Freunden. 

Statt nach traditionellen Weihnachtsgewürzen duftet es bei uns dieses Jahr wunderbar nach frisch gebackenem Babka mit Schokolade. Der Hefekuchen mit osteuropäischen Wurzeln ist nicht nur unglaublich lecker, als essbarer Weihnachtskranz gibt er auch optisch viel her.

Zutaten Hefeteig
360 g Mehl
3/4 TL Salz
80 g Zucker
150 ml Milch, zimmerwarm
1/4 Würfel Hefe (ca. 10g), fein zerbröselt
50 g Butter, in Stücken
1/2 BIO Orange, Schalenabrieb
1 Ei

Zutaten Füllung
140 g Zartbitterschokolade
80 g Butter, weich
35 g Puderzucker
20 g Kakaopulver
30 g Kakaonibs, fein

Zum Servieren
Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung Teig
1. Mehl und Salz in einer Schüssel mischen. Zucker und alle Zutaten bis und mit Ei beigeben und mischen. Ca. 10 Minuten zu einem weichen glatten Teig kneten. Zugedeckt bei Raumtemperatur etwa 2 Stunden, oder über Nacht im Kühlschrank, auf das Doppelte aufgehen lassen.

Zubereitung Füllung
2. Für die Füllung die Schokolade mit der Butter im Wasserbad schmelzen. Mit dem Puderzucker und dem Kakaopulver zu einer homogenen Masse verrühren.

Zubereitung Kranz
3. Den Hefeteig auf der bemehlten Oberfläche zu einem Rechteck von ca. 50 x 40 cm auswallen.

4. Die Schokoladenfüllung auf dem Teig verstreichen. Dabei auf allen Seiten einen Rand von ca. 2 cm frei lassen. Die Kakaonibs über die Füllung streuen.

5. Den freigelassenen Rand mit etwas Wasser bepinseln. Den Teig von der längeren Seite her vorsichtig aufrollen. Die Rolle mit der Naht nach unten auf die Arbeitsfläche legen. Mit einem scharfen Messer längs halbieren. Die zwei entstandenen Stränge mit den Schnittflächen nach oben zusammenflechten und zu einem Kranz verschliessen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Erneut für ca. 1 Stunde aufgehen lassen.

6. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Den Kranz im vorgeheizten Ofen ca. 25-30 Minuten backen. Falls nötig die letzten 10 Minuten mit Alufolie abdecken. Den Kranz auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen. Am besten frisch gebacken servieren.

Lebkuchen Schokolade Gugelhupf

Ein kräftiges Spiel aus Gewürzen, reichlich Honig und Schokolade – kein Geschmack erinnert uns mehr an Weihnachten, als der von Lebkuchen. Ob als Untergrund für bunte Zuckerverzierungen, Pfeffernüsse oder luftige Gewürzkuchen, Lebkuchen sind ein vielfältiges Gebäck für jeden Geschmack. Der Duft, der schon nach kurzer Zeit aus dem Ofen strömt, versetzt uns in gemütliche Weihnachtsstimmung.

In der Adventszeit werden Zusammentreffen mit der Familie und Freunden zelebriert, wie kaum zu einer anderen Jahreszeit. Das Essen spielt dabei keine unbedeutende Rolle. Der Lebkuchen-Gugelhupf ist der Beweis dafür, dass auch mit wenig Aufwand eine rühmenswerte Begleitung zum Nachmittagskaffee gebacken werden kann.
 

Ergibt eine Gugelhupf-Form von ca. 2 Litern. 

Als Alternative kann eine runde Springform oder eine Cakeform verwendet werden. Je nach Form muss die Backzeit angepasst werden. 

Zutaten  
wenig Butter und Kakaopulver zum Einfetten der Form

200 g Butter, zimmerwarm
150 g Rohrzucker
4 Eier
100 ml Honig
2 TL Lebkuchengewürz
1 EL Ingwer, gerieben
1 Orange, abgeriebene Schale
150 g dunkle Schokolade
2 EL Kirsch oder Rum
2 dl Rahm
300 g Mehl
150 g gemahlene Mandeln
40 g Kakaopulver
1 EL Backpulver
1 Prise Salz

Zum Servieren
Kakaopulver
Schokoladenglasur

Zubereitung
1. Den Ofen auf 180° C vorheizen. Eine Gugelhupfform gründlich mit Butter einfetten und mit Kakaopulver bestreuen. Nicht haftendes Kakaopulver aus der Form klopfen. 

2. Die Butter und den Zucker in einer grossen Schüssel mit dem Handmixer einige Minuten verrühren, bis eine cremige Masse entsteht und sich der Zucker auflöst. Die Eier nacheinander dazugeben und weiter rühren bis die Masse heller wird. Den Honig sowie das Lebkuchengewürz, den Ingwer und den Abrieb der Orange zugeben. 

3. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen, etwas auskühlen lassen. Den Kirsch mit der Milch vermengen, mit der Schokolade zugeben.

4. Das Mehl, die gemahlenen Mandeln, das Kakaopulver sowie das Backpulver und Salz in einer separaten Schüssel vermengen. Unter die Eimasse heben. Alles zu einer gleichmässigen Masse verrühren.

5. Den Teig bis ca. 2 Zentimeter unter den Rand der Form einfüllen und mit einem nassen Löffel glatt streichen. Im vorgeheizten Backofen ca. 50 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit mit der Stäbchenprobe prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist.

6. Den Gugelhupf zum Servieren mit Kakaopulver bestreuen oder mit Schokoladenglasur überziehen.

Hagebutten Konfitüre

Überall leuchten sie zur Zeit aus dem Gebüsch hervor, die kleinen orange-roten Früchte der Rose, oder genauer gesagt Hagebutten.

Die Hagebutte auch Hundsrose, Heckenrose oder Wildrose genannt, ist ein toller Vitamin C Lieferant und das ist genau das, was wir zu Beginn der kalten Jahreszeit brauchen können. Der stachelige Strauch kann bis zu 3 Meter hoch werden, man findet ihn an Wald- und Wegrändern, an Hecken und in Gärten.

Zutaten
1 Vanilleschote
ca. 800 g frische Hagebutten
(ergibt ca. 400g Hagebuttenmark)
150 ml Orangensaft
220 g Gelierzucker 1:2

Zubereitung
1. Für das Hagebuttenmark den Boden einer Pfanne mit Wasser bedecken. Die Hagebutten zugeben und etwa 20-30 Minuten köcheln lassen bis die Früchte aufplatzen. Die Fruchtmasse durch das Passevite drehen oder durch ein Sieb streichen. So werden Schale und Kerne entfernt und reines Hagebutten-Mark bleibt zurück.

2. Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, das Mark herauskratzen. Beides mit dem Hagebuttenmark, dem Orangensaft und dem Gelierzucker aufkochen, ca. 3 Minuten sprudelnd köcheln lassen.

3. Die Vanilleschote entfernen. Die Konfitüre möglichst heiss in die sterilisierten Gläser abfüllen, fest zuschrauben und auf den Deckel gekehrt auskühlen lassen. So entsteht ein Vakuum, das die Haltbarkeit der Konfitüre verbessert.

Apfelmus

Am besten schmeckt Apfelmus selbstgemacht, aus frisch gepflückten, reifen Äpfeln. Mit etwas Glück und natürlich nur mit Nachfragen, findet man sogar einen Apfelbaumbesitzer, der einen gleich selber die Früchte ernten lässt.

Auch Fallobst, welches bereits etwas angeschlagen ist oder sehr säuerliche Sorten, eignen sich bestens zum Einkochen. In Einmachgläsern konserviert hat man die fruchtige Beilage zu süssen und salzigen Speisen wie Milchreis, Kaiserschmarrn oder den klassischen Älplermagronen immer zur Hand.

Zutaten
2 kg Äpfel
250 ml Apfelsaft oder Wasser
1/2 Zitrone, Saft
150 g Zucker
2 Zimtstangen
1 Vanilleschote 

Sterilisierte Gläser zum Abfüllen 

Zubereitung
1. Die Äpfel schälen, faule Stellen abschneiden und das Kerngehäuse entfernen. Die Früchte in Stücke schneiden und in eine grosse Pfanne geben. Den Apfelsaft, den Zitronensaft sowie den Zucker zugeben und alles verrühren. 

2. Die Vanilleschote der Länge nach halbieren und die Samen herauskratzen. Mit den Zimtstangen zu den Äpfel geben. Bei kleiner Hitze zugedeckt aufkochen. Ca. 15-20 Minuten sehr weich kochen. Gelegentlich umrühren. 

3. Die Zimtstangen und die Vanilleschote entfernen. Die Früchte mit dem Stabmixer fein pürieren oder durchs Passevite drehen und das Mus erneut unter ständigem Rühren aufkochen. Sofort in die sterilisierten Gläser füllen und diese luftdicht verschliessen. Für einige Minuten auf den Kopf stellen. 

Hanfriegel

Als perfekter Proviant für Wanderungen oder andere sportliche Aktivitäten, sorgt dieser Hanfriegel für eine Extraportion Power und Durchhaltevermögen.

Bis in die 30er Jahre wurde Hanf in der Schweiz als Rohstoff angebaut und vielfältig genutzt. Das Unternehmen AlpenPionier widmet sich ganz der Kulturpflanze und lässt den Hanfanbau in Graubünden wieder aufleben. Mit innovativen Bio-Produkten, leisten sie Pionierarbeit um die Vielseitigkeit von Hanf als Lebensmittel zurück auf die Teller zu bringen. Hanfnüsse enthalten alle neun essentiellen Aminosäuren. Somit sind sie eine ideale Proteinquelle sowie eine lokale und sinnvolle Alternative zu Soja.

Die Spitzenköchin Rebecca Clopath trägt als Botschafterin mit ihrem Wissen viele Ideen zur Anwendung von Hanf in der Küche mit bei. Dieses Riegel-Rezept durften wir aus ihrem Hanf-Booklet übernehmen, welches spannende Rezepte und Geschichten rund um die vielseitig einsetzbare Kulturpflanze bietet.

ergibt ein Blech von ca. 18 x 28 cm

Zutaten
250 g Birnel
150 g Wasser
4 Prisen Salz
100 g Roggenflocken
200 g Dörrkirschen
160 g Hanfnüsse, ganz
100 g Leinsamen, ganz
50 g Hanfprotein

Zum bestreuen
1 EL Roggenflocken
1 EL Hanfnüsse

Zubereitung
1. Das Birnel mit dem Wasser und dem Salz aufkochen. Die Roggenflocken und die Dörrkirschen beifügen und erneut aufkochen. 

2. Die Hanfnüsse im Ofen bei 160° C während 10 Minuten rösten. Die Leinsamen währenddessen fein mahlen. 1-2 EL geröstete Nüsse für später zur Seite stellen. Den Rest mit den Leinsamen und dem Hanfprotein mischen. Zur heissen Flüssigkeit geben. Die Pfanne vom Herd nehmen und alles gut vermengen. 

3. Ein Blech mit Backpapier belegen. Die warme Masse ca. 2 bis 3 cm dick auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen und glatt streichen. Mit je ca. 1 EL Roggenflocken und Hanfnüssen bestreuen, mit einem Backpapier bedecken und beschweren. Bei Zimmertemperatur zwei Tage trocknen. Danach in Riegel schneiden.

Luftdicht verpackt halten sich die Riegel lange frisch.

Jerk Chicken Tacos mit Kokosreis und Mais-Salsa

Eine warme Tortilla, Kokosreis, Poulet, Mais Salsa, Zwiebeln und ein Spritzer Limettensaft machen diese Tacos zum perfekten Spätsommergericht. Das Fleisch wird über Nacht mariniert, nur so erhält es sein charakteristisches Aroma: knusprig, saftig, süss und pikant zugleich. Die einzelnen Komponenten können bequem im Voraus zubereitet werden, sodass jede und jeder seinen Taco ganz nach eigenem Geschmack füllen kann. Einer gelungenen Tacoparty steht somit nichts mehr im Wege. 

für 4 Portionen

Zutaten Jerk Chicken
4 Poulet Brüstchen

für die Marinade: 
2 Knoblauchzehen
2 EL brauner Zucker
1 EL Ingwer, frisch gerieben
1/2 EL Thymianblättchen
1 EL Olivenöl
1/2 TL Piment, gemahlen
1 Chilischote
1/4 TL Zimt
1 Prise Muskatnuss
2 Frühlingszwiebeln, fein gehackt
50 ml Orangensaft
50 ml Soyasauce
4 EL Limettensaft

Zutaten Kokosreis
300g Basmatireis
250 ml Kokosmilch
200 ml Wasser
Salz
1/2 Limette, nur Schalenabrieb

Zutaten Mais-Salsa
2 grillierte oder gedämpfte Maiskolben
1/2 Salatgurke
5-6 grüne Jalapeños
3 EL Limettensaft
4 EL Olivenöl
Salz

Zum Servieren
8-12 mini Tortillas
1 Bund Koriander
1 Rote Zwiebel, in Streifen geschnitten oder kurz gepickelt (siehe Tipp unter Zubereitung) 
Limettenschnitze

Vorbereitung Marinade (am Vortag)
1. Für die Marinade alle Zutaten in den Mixer geben und zu einer feinen Masse pürieren. Das Poulet mit der Marinade vermengen und abgedeckt im Kühlschrank, wenn möglich über Nacht oder mindestens 2-3 Stunden, marinieren lassen. 

Zubereitung Kokosreis
2. Den Reis unter kaltem Wasser abspülen, bis das Wasser klar ist. Gut abtropfen lassen.

3. Die Kokosmilch mit dem Wasser in einer Pfanne erhitzen. Leicht salzen und den Reis dazugeben. Aufkochen, dann die Hitze stark reduzieren und den Reis zugedeckt auf kleinster Stufe für 15–20 Minuten quellen lassen. Sobald die Flüssigkeit aufgesogen ist, die Pfanne vom Herd nehmen. Den Schalenabrieb der Limette unterheben und den Reis für weitere 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen. 

Zubereitung Mais-Salsa
4. Die Maiskerne vom Kolben schneiden, auseinander lösen und in eine Schüssel geben. Die Gurke mit einem Löffel entkernen und in sehr feine Würfel schneiden. Die Jalapeños ebenfalls entkernen und fein hacken. Beides zum Mais geben und alles mit dem Limettensaft sowie dem Olivenöl verrühren. Mit Salz abschmecken. 

Zubereitung Poulet
5. Das marinierte Poulet aus dem Kühlschrank nehmen. Die Marinade etwas abtupfen. Das Poulet in der heissen Bratpfanne in wenig Öl oder auf dem Grill braten bis es goldbraun und vollständig durchgebraten ist.

6. Die Tortilla-Fladen auf dem Grill oder in der Bratpfanne erwärmen. Zum Servieren das Fleisch mit Hilfe einer Gabel in der Richtung der Fasern auseinander zupfen. Die Teigfladen nach Belieben mit Reis, Poulet, Mais-Salsa, Koriander und Zwiebelringen belegen. 

Tipp für schnelle Zwiebel-Pickles: 60 ml Apfel- oder Weissweinessig mit 2 EL Zucker, 1/2 TL Salz und 120 ml Wasser verrühren. Die Zwiebel in Streifen schneiden, zugeben und bis zum Servieren ziehen lassen.

Pochierte Pfirsiche mit Rosé-Jelly

Mit etwas Vorstellungsvermögen erinnert der Geschmack der pochierten Pfirsiche an den Sommer im Süden, wo der süsse Duft nach reifen Zitrusfrüchten, Rose und Vanille in der Luft liegt. Rosé, unser sommerliches Lieblingsgetränk wird für einmal nicht gekühlt im Glas, sondern als wibble-wobbliger Jelly zu den zarten Früchten serviert. Damit der Jelly vollständig fest wird, muss man mit der Zubereitung am Vortag beginnen. 

für 4-6 Portionen

Zutaten pochierte Pfirsiche
6 weisse Pfirsiche
1/2 Zitrone
1/2 Vanillestängel
7,5 dl trockener Rosé-Wein
2 dl Wasser
2 EL Rosenwasser
200 g Zucker 

Zutaten Jelly
800 ml Flüssigkeit der pochierten Pfirsiche
9 Blätter Gelatine 

Zum Servieren
1/2 Tafel weisse Schokolade, aus dem Kühlschrank

Zubereitung (am Vortag)
1. Die Pfirsiche gründlich waschen. Mit dem Sparschäler zwei Streifen Zitronenschale (ohne weisse Haut) abschälen. Die Vanilleschote der Länge nach halbieren und das Mark herauskratzen. Den Rosé mit dem Wasser, Rosenwasser Zucker, Vanillemark sowie der Zitronenschale in eine Pfanne geben und aufkochen. Die Hitze zurück schalten. Pfirsiche in den Sud geben, ca. 10-15 Minuten simmern lassen bis die Früchte weich sind. Die Pfirsiche von Zeit zu Zeit drehen, um sie vollständig mit Sud zu bedecken. Die Früchte im Sud auskühlen lassen. 

2. Die ausgekühlten Pfirsiche aus dem Sud nehmen und die Haut vorsichtig abziehen ohne das Fruchtfleisch zu beschädigen. Die Pochierflüssigkeit durch ein feines Sieb oder Mulltuch abseihen. 600 ml der Flüssigkeit für den Jelly zurück in die Pfanne geben. Die Pfirsiche mit dem restlichen Flüssigkeit übergiessen, zudecken und bis zur weiteren Verwendung Kühl stellen. 

3. Für den Jelly den Sirup erwärmen, nicht kochen. Die Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen. Gut ausdrücken und die Blätter nacheinander in die warme Flüssigkeit geben. Mit dem Schwingbesen umrühren bis sich die Gelatine vollständig aufgelöst hat. Die Flüssigkeit in 4-6 Pudding-Förmchen oder Gläser giessen. Auskühlen lassen und im Kühlschrank über Nacht fest werden lassen. 

4. Zum Servieren die Jelly auf die Teller stürzen. Pfirsiche und etwas Sud dazugeben. Die weisse Schokolade hacken und über den Jelly streuen. 

Tipp: Am besten lässt sich der Jelly stürzen, wenn man die Formen kurz in heisses Wasser tunkt. 

Orzosalat mit Steinfrüchten und Tomaten

Ob als vollwertige Mahlzeit, als Beilage zu Grilliertem oder für ein Picknick unterwegs: Dieser schnelle Salat gehört zu unseren Sommer-Favoriten. Die Nektarinen machen den Salat zur fruchtig-frischen Angelegenheit, denn die Kombination der süssen Früchte, die Säure der gerösteten Zitronen sowie wie die dezente Schärfe vom Rucola harmonieren ausgezeichnet miteinander.

Zutaten
300 g Orzo Pasta*
1 Bio Zitrone
3 EL Olivenöl
Salz
3 Nektarinen
400 g Cherry Tomaten, verschiedenfarbig
1 Bund Basilikum, grob gehackt

Zutaten Dressing
60 ml Olivenöl
2 EL Sherry-Essig
2 TL Granatapfelmelasse* oder Honig
1 EL Zitronensaft
Salz
Pfeffer 

Zum Servieren
125 g Mozzarella di Bufala
50 g Rucola

*erhältlich in türkischen Supermärkten

Zubereitung 
1. Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Orzo zugeben und gemäss Packungsbeilage aldente kochen. Mit kaltem Wasser abschrecken und auskühlen lassen. 

2. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Die Zitrone in ca. 2 mm dicke Scheiben schneiden, entkernen. Auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen. Mit 3 EL Olivenöl beträufeln und mit einer guten Prise Salz bestreuen. 15-20 Minuten im vorgeheizten Ofen rösten, grob hacken. Unterdessen die Nektarinen entsteinen und in Schnitze schneiden. Die Cherrytomaten halbieren und mit den Nektarinenschnitzen in einer Schüssel vermengen.

3. Orzo, geröstete Zitronen, Nektarinen, Tomaten und Basilikum in einer Schüssel vermengen. Alle Zutaten für das Dressing verrühren. 2/3 des Dressings mit dem Orzo vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Mozzarella in grobe Stücke zupfen, mit dem Rucola über dem Salat verteilen und das restliche Dressing darüber geben. 

Tipp: Nektarinenschnitze etwas dicker schneiden und kurz auf dem heissen Grill anrösten.

Crumble

Das Sommerdessert par excellence – saftige, reife Früchte werden mit einer Schicht aus knusprigen Streuseln bedeckt und im Ofen gebacken. Ob mit herrlichen Walliser Aprikosen, selbst abgelesenen Kirschen oder Beeren – den eigenen Kreationen sind mit diesem Grundrezept keine Grenzen gesetzt.
Je nach Süsse der Früchte kann mit der Menge Zucker oder Honig für die Füllung variiert werden. Das Verhältnis von Mehl, Butter und Haferflocken für die Streusel ist 1:1:1, wobei man die Haferflocken auch durch gemahlene Mandeln, Nüsse oder Kokosraspel ersetzen kann.

für 4-6 Portionen

Zutaten Crumble-Teig
1:1:1 Mehl / Haferflocken / Butter

60 g Mehl
60 g Haferflocken
1 Prise Salz
30 g Zucker
60 g Butter, kalt

Zutaten Fruchtfüllung
800 g Früchte
ca. 2 EL Zucker, Honig oder Ahornsirup zum Süssen 

Aromatisieren mit: 
Zimt, Kardamom, frisch geriebener Ingwer, Vanillemark, Liqueur 

Vorschläge für Geschmachskombinationen
Aprikosen – Brombeeren
Pfirsich – 2 EL Tahini
Heidelbeeren – 1/4 TL Kardamom
Pflaumen – 1/2 EL Zimt
Äpfel – 1/2 EL Ingwer, frisch gerieben

Zum Servieren
Vanilleglace oder Schlagrahm

Zubereitung
1. Den Ofen auf 180 °C vorheizen. Das Mehl mit den Haferflocken, dem Salz und dem Zucker in einer Schüssel vermengen. Die kalte Butter in Flocken zugeben. Schnell zwischen den Händen zu einer krümeligen Masse verreiben. Crumble Masse bis zur weiteren Verwendung in den Kühlschrank stellen. 

2. Die Früchte rüsten und in Stücke schneiden. Mit dem Zucker (oder dem Süssmittel nach Wahl) vermengen. Nach belieben aromatisieren (siehe Vorschläge Geschmackskombinationen). Die Füllung in eine ofenfeste Gratin- oder Tartform füllen. Crumble Masse zerbröseln und darüber streuen. 

3. Im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten goldbraun backen. Warm oder ausgekühlt und nach Wunsch mit einer Kugel Glace oder einem Klecks Schlagrahm servieren. 

Tipp: Der Crumble Teig kann bereits am Vortag vorbereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden, so ist das Dessert im Nu zubereitet. Den Teig 10 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. 

Eton Mess

Erdbeeren sind die ersten süssen Sommerboten. Direkt vom Feld und von der Sonne gewärmt, schmecken sie am allerbesten. Sofern es einige Exemplare bis nach Hause schaffen, marinieren wir die Beeren mit etwas Zucker und Pfeffer, wodurch das Aroma noch mehr verstärkt wird. Serviert werden die roten Wunder als klassisches Dream-Team mit selbst gemachten Meringues und Schlagrahm.

für 4-6 Portionen

Zutaten Meringue
3 grosse Eiweisse (ca. 80 g)
1 Prise Salz
1/2 TL Weinstein-Backpulver
180 g Zucker
1 EL Speisestärke, z.B. Maizena
1/2 TL Vanille-Extrakt

Zutaten Erdbeeren
1 kg Erdbeeren
2-3 EL Zucker
2 Prisen schwarzer Pfeffer, fein gemahlen

2,5 dl Vollrahm, geschlagen

Zum Dekorieren
Einige Blättchen Sauerklee

Zubereitung Meringue
1. Den Backofen auf 120 °C vorheizen. Die Eiweisse mit dem Salz in eine Schüssel geben. Mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine ca. 2 Minuten schlagen bis die Eier schaumig sind. 

2. Das Weinsteinpulver zugeben und ca. 30 Sekunden weiter schlagen bis der Eischnee fest, aber nicht zu trocken oder bröselig ist.

3. Den Zucker mit der Speisestärke in eine Schüssel geben und vermischen. Die Zuckermischung während des Mixens löffelweise zum Eischnee rieseln lassen. Ungefähr 2-3 Minuten weiter schlagen bis der Zucker aufgelöst ist und die Masse fest wird und glänzt. Zum Schluss den Vanille-Extrakt untermischen.

4. Zwei Bleche mit Backpapier belegen. Mit zwei grossen Löffeln von der Eiweissmasse Häufchen formen. Beide Bleche in den Ofen geben. Die Temperatur auf 100 °C zurückschalten. Ungefähr 2-3 Stunden im Ofen trocknen lassen, dabei die Ofentür mit einem Kellenstiel einen Spaltbreit offen halten. Baisers im ausgeschalteten, geöffneten Ofen auskühlen lassen. Sie sind fertig, wenn es beim vorsichtigen Klopfen auf die Unterseite hohl tönt.

Zum Servieren 
1. Die Erdbeeren gründlich waschen, grosse Exemplare der Länge nach halbieren oder vierteln und in eine Schüssel geben. Zucker und Pfeffer zugeben, alles vermischen. Ca. eine halbe Stunde ziehen lassen bis sich Saft bildet. 

2. Jeweils ein Meringue mit einem grosszügigen Klecks Schlagrahm auf einen Teller geben und mit den Erdbeeren garnieren. Mit einem zweiten Meringue bedecken. 

Tipp: Die Meringue können im Voraus zubereitet werden und bleiben in einer Dose verpackt und mit Backpapier getrennt mehrere Wochen frisch. 

Bun Bo Xao

Bun Bo Xao ist ein erfrischender vietnamesischer Salat mit Rindfleisch, Kräutern und Gemüse. Das mit Zitronengras marinierte Rindfleisch wird auf einem Bett aus Reisnudeln und grünem Salat angerichtet und mit einer süss-sauren Nouc Cham Sauce serviert. Wichtig bei der Zubereitung ist, dass das Fleisch portionsweise bei hoher Hitze kurz angebraten wird, damit es saftig und zart bleibt. 

Zutaten für das marinierte Fleisch
2 Stängel Zitronengras
3 EL Fischsauce
1 TL Sesamöl
2 EL Honig
1 Knoblauchzehe
1 grosse Prise Pfeffer

500 g Rindfleisch (Steak)
Öl zum anbraten

Zutaten für den Salat
250 Vermicelli Reisnudeln
1 Kopfsalat
1/2 Salatgurke
2 Karotten
100 g Sojasprossen
1 Frühlingszwiebel

Zutaten für die Nouc Cham Sauce
30 ml Reisessig
2 Limetten, Saft
25 ml Fischsauce
2 EL Zucker
1-2 rote Thai Chilischoten
1 Knoblauchzehe

Zum Servieren
1 Bund Minze
1 Bund Koriander
Erdnüsse, grob gehackt
Chilischote, in Ringe geschnitten
Limettenschnitze

Zubereitung
1. Das Zitronengras grob hacken. Mit der Fischsauce, dem Sesamöl, dem Honig, der gepressten Knoblauchzehe und dem Pfeffer in eine Schüssel geben. Alles zu einer Marinade verrühren. Das Fleisch (quer zur Faser) in dünne Scheiben schneiden und mit der Marinade vermengen. Abgedeckt im Kühlschrank mindestens eine Stunde, besser über Nacht, marinieren. 

2. Die Reisnudeln gemäss Packungsbeilage zubereiten. Mit kaltem Wasser abschrecken. Den Salat rüsten. Die Gurke in Scheiben, die Karotten in Julienne und die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. 

3. Für die Nouc Cham Sauce den Reisessig, Limettensaft, Fischsauce und Zucker verrühren bis sich der Zucker auflöst. Die Chilischote und den Knoblauch fein hacken, zugeben und die Sauce bis zum Servieren ziehen lassen.

4. Das marinierte Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen. Zitronengras so gut wie möglich entfernen. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Fleisch in zwei Portionen von jeder Seite 30 – 60 Sekunden scharf anbraten. Mit Salz würzen. Die Reisnudeln auf die Teller verteilen. Mit dem Fleisch, dem Salat sowie dem Gemüse anrichten. Zum Servieren mit Kräutern, Erdnüssen und Chili bestreuen. 

In Zusammenarbeit mit IKEA

Rhabarber Kefir-Limonade

Letzten Sommer hat uns die Faszination für fermentierte Getränke gepackt. Denn was gibt es Erfrischenderes als eine fruchtige, eisgekühlte Limonade? Umso besser, wenn man das sprudelnde Getränk ganz nach dem eigenen Geschmack aromatisieren kann. Früchte, Beeren oder Kräuter können verwendet werden um dem Wasser-Kefir das besondere Etwas zu verleihen. Für unsere frühlingshafte Variante haben wir den ersten Ansatz mit Rhabarber gemacht. Dem Spielen mit verschiedenen Aromen sind jedoch keine Grenzen gesetzt.

Wasserkefir, auch Japankristalle genannt, sind kristallförmige Symbiosen von Hefe und Bakterien. Ähnlich wie Kombucha produzieren sie ein leicht kohlensäurehaltiges, pro-biotisches Getränk. Der Kefir-Ansatz muss wie ein Sauerteig (oder ein kleines Haustier) gehegt und gefüttert werden. Mit den richtigen Lebensbedingungen, guter Pflege und “Fütterung”, vermehren sich die Kefirkristalle recht schnell und können dann weiter verschenkt werden, denn die Begeisterung für die Produktion des fermentierten Getränks wirkt schnell ansteckend.

Zutaten
ca. 30-40 g Wasserkefirkristalle
(erhältlich bei privaten Kefir "Produzenten" oder online z.B. bei chrueterhüüsli.ch)
1 Liter Wasser
80 g Rohrzucker
20-30 g Trockenfrüchte (ungeschwefelt) z.B. 1-2 getrocknete Feigen
2 Scheiben einer Bio-Zitrone
3-4 Stangen Rhabarber

1 Glas mit ca. 3 Liter Fassungsvermögen
sauberes Baumwolltuch
1 Plastiksieb
Glasflaschen zum Abfüllen

Zubereitung
1. Etwa 2 dl warmes Wasser mit dem Zucker in ein Gärgefäss geben, umrühren und den Zucker auflösen lassen. Mit dem restlichen (kalten) Wasser auffüllen. 

2. Die Kefirkristalle, Trockenfrüchte und Zitronenscheiben zugeben. Den Rhabarber waschen und ungeschält in 2-3 cm grosse Stücke schneiden, ebenfalls zugeben. Mit einer Holz- oder Plastikkelle umrühren. Das Gefäss mit einem Baumwolltuch verschliessen und bei Zimmertemperatur stehen lassen. Schraubdeckel können leicht, aber nie luftdicht zugedreht werden. Die überschüssige Kohlensäure muss noch entweichen können. 

3. Abhängig von der Temperatur und dem persönlichen Geschmack, ist die Limonade nach 1-3 Tagen fertig. Je länger die Kristalle arbeiten, desto mehr Zucker wird fermentiert und desto saurer wird der Kefir. Nach ein paar Stunden steigen bereits die ersten Bläschen in der Flasche auf, ein Zeichen, dass die Mikroorganismen arbeiten. Nach einem Tag schmeckt der Wasserkefir noch sehr süss, wie Limonade mit leicht säuerlichen Aromen. Am zweiten Tag hat der Zuckergehalt schon merklich nachgelassen. Der Wasserkefir hat dann einen sehr ausgewogenen, süss-sauren und leicht alkoholischen Geschmack. Ab dem 3. Tag schmeckt das Getränk deutlich sauer, alkoholisch und leicht bitter. 

4. Zum fertigstellen der Limonade die Trockenfrüchte, die Zitronenscheiben sowie die Rhabarberstücke entfernen. Den Wasserkefir durch ein Sieb giessen. Die Kristalle kurz unter fließendem, kaltem Wasser säubern und für den nächsten Ansatz weiter verwenden. Der Kefir kann gleich getrunken, oder in Flaschen abgefüllt, mit geschlossenem Deckel ein weiteres Mal fermentiert werden. So entsteht mehr Kohlensäure.

Achtung: Bei der zweiten Fermentation die Flaschen zwischendurch öffnen, damit nicht zu viel Druck und Explosionsgefahr besteht. Das fertige Kefir Getränk im Kühlschrank aufbewahren.

Tipps: 
Wasserkefir mag kein Metall. Daher sollte man am besten Glas zum Fermentieren und Plastikutensilien bei der Verarbeitung/Reinigung verwenden.

Aufbewahrung: Für die Aufbewahrung, können die Kristalle in 10%igen Zuckerwasser (100g Zucker auf 1l Wasser) in einem unverschlossenen aber abgedeckten Gefäss im Kühlschrank gelagert werden. Um neu zu beginnen, den Ansatz kurz abspülen und eine neue Limonade ansetzen.

April Mandeln

Im April, wenn die Saison rund ums Mittelmeer beginnt, findet man mit etwas Glück grüne Mandeln auf dem Markt oder in mediterranen Lebensmittelgeschäften. Die grüne samtige Oberfläche der Kerne erinnert an die Haut von Pfirsichen – Mandeln gehören nämlich nicht zu den Nüssen sondern zu den Steinfrüchten.

Die grünen Mandeln können mit etwas Meersalz und einem Schuss Zitronensaft in Kernform geknabbert werden. Eingelegt mit Salz und Zitrone sind sie aber besonders lecker. Der Kern ist in diesem frühen Reifegrad noch transparent und weich. Die eingelegten Mandeln können in dünnen Scheiben aufgeschnitten als knackige Komponente und erfrischende Geschmacksnote über gebratenes Gemüse, Fleisch oder Risotto gestreut werden.

Zutaten
250 g grüne Mandeln
1 Bio-Zitrone
200 ml Wasser
2 TL Meersalz
2-3 Pfefferkörner
2 Lorbeerblätter
50 g Honig

1 grosses, sterilisiertes Einmachglas

Zubereitung
1. Die Mandeln unter fliessendem Wasser gründlich abspülen. Die Zitrone waschen und halbieren. Eine Hälfte auspressen, die zweite Hälfte in dünne Scheiben schneiden.

2. Den Zitronensaft mit dem Honig, dem Salz und 200 ml Wasser verrühren. Die Mandeln, mit den Lorbeerblätter, den Pfefferkörner sowie den Zitronenscheiben in das Einmachglas füllen. Mit der Flüssigkeit aufgiessen, sodass die Mandeln vollständig bedeckt sind. Bis zu der Verwendung mindestens einen Tag, besser etwas länger im Kühlschrank ziehen lassen. Kühl gelagert halten sich die eingelegten Mandeln mehrere Wochen frisch, sofern sie immer mit Flüssigkeit bedeckt sind.

3. Die Mandeln zum Servieren in feine Scheiben schneiden und als Geschmacksakzent über gebratenes Fleisch, Gemüse, Salate oder Risotto streuen.

 

Profiteroles mit Mohn- und Zitronencreme

Profiteroles sind Windbeutel im kleinen Format und werden aus luftigem Brandteig gebacken. Klassisch sind sie mit einer Vanille-Creme oder Rahm gefüllt. Bei uns versteckt sich jedoch in den luftigen Kugeln ein zarter Kern aus Mohn- und Zitronencreme. Das fertige Gebäck wird mit einem Hauch von Puderzucker bestreut und versüsst als Fingerfood die ersten warmen Frühlingstage. 

ergibt ca. 12 Stück 

Zutaten Brandteig
120 ml Wasser
1/2 TL Salz
100 g Butter, in Stückchen
140 g Mehl
4 Eier

Zutaten für die Creme
1 1/2 Zitronen, Saft und Schale
3 EL Zucker

250 ml Milch
1/2 Vanillestängel, der Länge nach aufgeschnitten
20 g Butter
35 g Speisestärke
70 g Zucker
3 Eigelb
200 ml Vollrahm
4-5 EL Mohn

Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung Creme (Vorbereiten am Vortag)
1. Zitronen auspressen. Die Zitronenschale mit dem Sparschäler dünn, ohne die weiße Haut, abschälen. Schalenabrieb und Saft in eine Pfanne geben, mit 3 EL Zucker 2-3 Minuten köcheln lassen bis sich der Zucker auflöst. Von der Hitze nehmen und auskühlen. 

2. Milch und Vanillestängel mit ausgekratztem Mark und der Butter in eine Pfanne geben, langsam aufkochen. Speisestärke, Zucker und Eier in eine Schüssel geben, mit dem Schwingbesen verrühren. Aufgekochter Zitronensaft mit der Schale zugeben. 

3. Die heisse Milch portionenweise zu der Eimischung geben. Creme erneut aufkochen bis sie fest wird. Vanillestängel und die Zitronenschale entfernen. Durch ein feines Sieb in eine Schüssel streichen. Sofort mit Plastikfolie bedecken, damit sich beim Auskühlen keine Haut bildet. Creme Für mindestens 3 Stunden, besser über Nacht in den Kühlschrank stellen. 

4. Den Rahm steif schlagen. Unter die ausgekühlte Creme heben. Die Hälfte der Creme in eine zweite Schüssel füllen. Mohn zugeben und vermengen.

Zubereitung Profiteroles
1. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Für den Brandteig das Wasser mit dem Salz und der Butter in eine Pfanne geben, aufkochen. Die Hitze reduzieren. Sobald die Butter vollständig geschmolzen ist zügig das gesamte Mehl zugeben. Mit einer Kelle kräftig rühren, bis sich ein glatter Kloss gebildet hat der sich von der Pfanne löst. 

2. Den Teig in eine Rührschüssel geben. Ein Ei nach dem anderen mit dem Knethaken des Handrührgeräts unter den warmen Teig rühren. 

3. Ein Blech mit Backpapier belegen. Mit Hilfe von zwei Löffeln oder einem Spritzsack mit runder Tülle Häufchen von ca. 3-4 cm Durchmesser auf das Blech setzen. Dazwischen reichlich Abstand lassen, der Teig geht stark auf. Die Windbeutel sofort im vorgeheizten Backofen ca. 12-15 Minuten goldbraun backen. Auskühlen lassen.

4. Teighäufchen mittig aufschneiden. Mit je einem Klecks Mohn- und Zitronencreme füllen. und den Deckel darauf setzen. Mit einem Hauch Puderzucker bestäuben, sofort servieren.