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Spargel Quiches

Zeit ist manchmal rares Gut. Für ein frisches Abendessen muss man nicht zwingend lange in der Küche stehen. Diese hübschen Spargel-Quiches sind blitzschnell gemacht. So bleibt mehr Zeit, um die länger werdenden Abende in guter Gesellschaft auf dem Balkon zu geniessen.

Für 4-6 Portionen

Zutaten
1 Butterblätterteig, rechteckig
125 g Ricotta
125 g Mascarpone
1 Hand voll Schnittlauch
1 Hand voll glatte Petersilie
Schalen-Abrieb und Saft einer halben Zitrone
Salz
Pfeffer

1 Bund (1 kg) grüner Spargel
3 kleine Frühlingszwiebeln
4 EL Olivenöl
30 g Landrauchschinken

1 Ei verquirlt

20 g Baumnüsse gehackt
Parmesan am Stück


 

Zubereitung
1. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen, den Blätterteig in 6 Rechtecke schneiden, mit etwas Abstand dazwischen auf das Blech legen. 

2. Den Ricotta mit dem Mascarpone verrühren, die Kräuter klein hacken und mit dem Abrieb und Saft der Zitrone zur Masse geben. Alles gut vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

3. Den Spargel waschen, die letzten 2 cm abschneiden und den unteren Drittel schälen. In gleich lange Stücke, etwa 2 cm kürzer als die Teig-Rechtecke, schneiden. Dicke Spargel der Länge nach halbieren. Die Frühlingszwiebeln ebenfalls der Länge nach in Streifen schneiden. Alles in eine flache Form geben, mit dem Olivenöl beträufeln und mit etwas Salz und Pfeffer vermischen. 

4. Die Landrauchschinken-Scheiben halbieren und auf alle Teigböden verteilen. Dabei rund herum 1 cm frei lassen. Die Ricotta-Mascarpone-Masse darüberstreichen und mit dem Spargel sowie den Frühlingszwiebeln belegen. 

5. Den Teigrand mit dem verquirlten Ei bestreichen. Im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten goldbraun backen.

6. Unterdessen die gehackten Baumnüsse in einer Pfanne bei mittlerer Hitze anrösten. Den Parmesan in feine Scheiben hobeln. Beides nach dem Backen zum Servieren über die Quiche streuen.

Rhabarber Galette

Wir haben uns die Rhabarbersaison schon lange herbeigewünscht. Nun ist sie da. Zum Frühlingsbeginn schmeckt uns unser Lieblingsgemüse besonders gut. Einerseits, weil wir lange darauf warten mussten, andererseits, weil die bunten Stangen noch sehr fein und zart sind. Damit die Galette nicht nur geschmacklich, sondern auch farblich schön daherkommt, wählt man beim Einkaufen oder Ernten im Garten am besten möglichst rote Exemplare des Knöterichgewächses.

 

Ergibt eine Galette à ca. 6 Portionen

Zutaten
Für den Teig

150 g Weissmehl
50 g Dinkel-Vollkornmehl
1 Prise Salz
2 EL brauner Zucker
100 g kalte Butter
80 ml eiskaltes Wasser

Für die Vanillecrème-Füllung
2,5 dl Milch
1/2 Vanillestängel,
längs aufgeschnitten
2 EL Zucker
1/2 EL Maizena
1 Ei

Für den Belag
300 g Rhabarber
4 EL gemahlene Mandeln
3 EL Zucker
1 Ei verquirlt
 2 EL Mandelblättchen

Zum Servieren
Schlagrahm

Zubereitung
1. Für den Teig Mehl, Salz und Zucker vermischen. Die kalte Butter in kleinen Stücken dazugeben. Alles grob mit den Händen verkneten und nach und nach das Wasser hinzugeben. Den Teig zu einer Kugel formen. Mit Klarsichtfolie bedeckt im Kühlschrank eine Stunde ruhen lassen.

2. Währenddessen kann die Vanillecrème zubereitet werden. Dazu alle Zutaten in einen kleinen Topf geben. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Kurz weiterrühren, bis die Masse cremig wird. Vom Herd nehmen und einige Minuten weiterrühren. Die Crème durch ein Sieb in eine Schüssel streichen, mit Klarsichtfolie die Crème direkt bedecken und auskühlen lassen. 

3. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Den Rhabarber waschen, dickere Stangen, mit zäher, faseriger Schale, schälen. Die Stangen der Länge nach halbieren und in etwa 15-20 cm lange Stücke schneiden.

4. Den Teig mit dem Wallholz kreisförmig (ca. 30 cm Durchmesser) ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Mit den gemahlenen Mandeln bestreuen und die Vanillecrème darübergeben, dabei rund herum 5 cm vom Teig unbedeckt lassen. 

5. Die Rhabarberstücke gleichmässig auf dem Teig verteilen und mit Zucker bestreuen. Den Rand des Teigs zur Mitte hin umklappen und leicht andrücken.

6. Den umgeklappten Rand mit dem verquirlten Ei bestreichen, die Mandelblättchen darüberstreuen. Die Galette 25-30 Minuten in der Mitte des vorgeheizten Ofens goldbraun backen.

7. Die Galette am besten noch lauwarm und mit etwas Schlagrahm servieren.

Honig Pekannuss Schnitten

Pecan Pie in seiner ursprünglichen Form wird an Thanks Giving gebacken. Die Kombination von Nuss und Honig schmeckt uns so gut, dass wir das ganze Jahr nicht genug davon bekommen können. Deshalb haben wir beides in diesem Blechkuchen vereint und den luftigen Honigkuchen mit einem Pekannuss Topping versehen. 

Für eine rechteckige Form von ca. 35x25cm, ergibt etwa 12 Stück
 

Zutaten
Für den Teig

50 g Butter
4 Eier
200 g Rohzucker
3 EL Bienenhonig
200 g Mehl
2 TL Backpulver
200 ml Vollmilch

Für den Belag
250 g Pekannüsse
100 g Golden Sirup oder Melasse
20 g Bienenhonig
120 g Rohzucker
40 g Butter
1 EL Rahm
1 Prise Salz
2 Eier

Für das Topping
3 EL Bienenhonig

 

Zubereitung
1. Ein rechteckiges Blech oder eine Gratinform mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 200° C vorheizen. 

2. Die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Mit dem Handmixer die Eier zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen, bis die Masse deutlich heller wird. Den Honig dazu geben und kurz weiter mixen.

3. Das Mehl mit dem Backpulver zur Eimasse sieben. Die abgekühlte Butter und die Milch dazugeben, alles gut verrühren. Den Teig in die vorbereitete Form giessen und im vorgeheizten Ofen für 20-25 Minuten goldbraun backen. Falls die Oberfläche des Kuchens zu dunkel wird, am Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken. 

4. Während der Backzeit kann der Belag vorbereitet werden. Dazu die Pekannüsse in einer Pfanne bei niedriger Hitze anrösten und zum Abkühlen zur Seite stellen. 

5. Den Golden Sirup, Bienenhonig, Rohzucker, Butter, Rahm und Salz in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen und mit dem Schwingbesen regelmässig umrühren. Sobald alle Zutaten zu einer einheitlichen Sauce verschmolzen sind, den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. 

6. In einer Schüssel die Eier verquirlen. Den warmen Sirup unter stetigem Rühren zu den Eiern geben. Achtung, der Sirup darf nicht zu heiss sein, sonst gerinnt das Ei. Die Pekannüsse ebenfalls dazugeben und alles gut vermischen. 

7. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen. Er ist noch nicht vollständig durchgebacken, darf aber nicht mehr flüssig sein. Die Nussmischung vorsichtig über den Kuchen giessen und gleichmässig verteilen sodass die ganze Oberfläche bedeckt ist.

8. Den Kuchen erneut im 200° C heissen Ofen ca. 10 Minuten fertig backen. Aus dem Ofen nehmen und den noch warmen Kuchen mit Honig beträufeln. In der Form auskühlen lassen. 

 

Bärlauch Risotto

Wenn es im Frühling im Wald nach Knoblauch riecht, ist Bärlauchzeit. Der wilde Knoblauch kann als eine der ersten Frühlingspflanzen geerntet und auf unzählige Arten verwertet werden. Wir verleihen damit dem Risotto eine wunderbar grüne Farbe und Würze. Der Risotto eignet sich genauso gut als Hauptgericht wie auch als Beilage zu Fisch oder Fleisch. Die schönen Teller haben wir kürzlich bei fjord ergattert. Der hübsche Laden im Niederdorf lässt unser Herz für Antiquitäten und Wohnaccessoires höher schlagen. 

Für 4 Personen

Zutaten
1 Handvoll frischer Bärlauch
(ca. 60-80 g)

1 Zwiebel
50 g Butter
300 g Risotto-Reis
1 l heisse Gemüsebrühe
150 ml trockener Weisswein

50 g kalte Butter
80 g Grana Padano, gerieben
Salz
Pfeffer



 

Zubereitung
1. Den Bärlauch gründlich waschen, bis auf einige Blätter zum Servieren alles mit der Küchenmaschine oder dem Pürierstab pürieren. Falls nötig, etwas Wasser hinzugeben, zur Seite stellen. 

2. Die Zwiebel sehr fein hacken. Die Butter in einem grossen Topf zum Schmelzen bringen. Die Zwiebeln dazugeben und ca. 5 Minuten auf kleiner Stufe garen, bis sie weich und glasig wird. 

3. Die Temperatur auf mittlere Hitze erhöhen. Den Reis hinzufügen, gut umrühren, bis er mit der Butter und der Zwiebel vermengt und erhitzt ist. Nicht anbräunen lassen, sonst wird der Risotto bitter. 

4. Den Wein hinzugiessen, unter fortwährendem Umrühren einkochen und verdunsten lassen, bis er fast verschwunden ist.

5. Dann die Brühe kellenweise dazugiessen. Der Reis sollte jeweils bedeckt, aber nicht untergetaucht sein. Mit einem Löffel stetig umrühren. Wenn die Brühe fast absorbiert ist, die nächste Kelle Brühe hinzugiessen. Die Konsistenz sollte dabei immer flüssig sein, damit der Reis nicht austrocknet. 

6. Die gesamte Garzeit beträgt ungefähr 16-18 Minuten. Nach etwa der Hälfte der Garzeit das Bärlauchpüree dazugeben, gut untermischen und weiter kochen. Gegen den Schluss nur noch in kleinen Mengen Brühe hinzugiessen, damit der Risotto nicht zu flüssig wird. Der Reis ist gar, wenn er weich, jedoch in der Mitte noch bissfest ist. 

7. Den Topf vom Herd nehmen, die kalte Butter sowie den Grana Padano zum Risotto geben und kräftig unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Zum Servieren mit einigen klein geschnittenen Bärlauchblättern dekorieren und Grana Padano darüber reiben.