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Lebkuchen Schokolade Gugelhupf

Ein kräftiges Spiel aus Gewürzen, reichlich Honig und Schokolade – kein Geschmack erinnert uns mehr an Weihnachten, als der von Lebkuchen. Ob als Untergrund für bunte Zuckerverzierungen, Pfeffernüsse oder luftige Gewürzkuchen, Lebkuchen sind ein vielfältiges Gebäck für jeden Geschmack. Der Duft, der schon nach kurzer Zeit aus dem Ofen strömt, versetzt uns in gemütliche Weihnachtsstimmung.

In der Adventszeit werden Zusammentreffen mit der Familie und Freunden zelebriert, wie kaum zu einer anderen Jahreszeit. Das Essen spielt dabei keine unbedeutende Rolle. Der Lebkuchen-Gugelhupf ist der Beweis dafür, dass auch mit wenig Aufwand eine rühmenswerte Begleitung zum Nachmittagskaffee gebacken werden kann.
 

Ergibt eine Gugelhupf-Form von ca. 2 Litern. 

Als Alternative kann eine runde Springform oder eine Cakeform verwendet werden. Je nach Form muss die Backzeit angepasst werden. 

Zutaten  
wenig Butter und Kakaopulver zum Einfetten der Form

200 g Butter, zimmerwarm
150 g Rohrzucker
4 Eier
100 ml Honig
2 TL Lebkuchengewürz
1 EL Ingwer, gerieben
1 Orange, abgeriebene Schale
150 g dunkle Schokolade
2 EL Kirsch oder Rum
2 dl Rahm
300 g Mehl
150 g gemahlene Mandeln
40 g Kakaopulver
1 EL Backpulver
1 Prise Salz

Zum Servieren
Kakaopulver
Schokoladenglasur

Zubereitung
1. Den Ofen auf 180° C vorheizen. Eine Gugelhupfform gründlich mit Butter einfetten und mit Kakaopulver bestreuen. Nicht haftendes Kakaopulver aus der Form klopfen. 

2. Die Butter und den Zucker in einer grossen Schüssel mit dem Handmixer einige Minuten verrühren, bis eine cremige Masse entsteht und sich der Zucker auflöst. Die Eier nacheinander dazugeben und weiter rühren bis die Masse heller wird. Den Honig sowie das Lebkuchengewürz, den Ingwer und den Abrieb der Orange zugeben. 

3. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen, etwas auskühlen lassen. Den Kirsch mit der Milch vermengen, mit der Schokolade zugeben.

4. Das Mehl, die gemahlenen Mandeln, das Kakaopulver sowie das Backpulver und Salz in einer separaten Schüssel vermengen. Unter die Eimasse heben. Alles zu einer gleichmässigen Masse verrühren.

5. Den Teig bis ca. 2 Zentimeter unter den Rand der Form einfüllen und mit einem nassen Löffel glatt streichen. Im vorgeheizten Backofen ca. 50 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit mit der Stäbchenprobe prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist.

6. Den Gugelhupf zum Servieren mit Kakaopulver bestreuen oder mit Schokoladenglasur überziehen.

Backen mit Äpfeln – Tarte und Clafoutis

Von den über 1000 verschiedenen Apfelsorten die in der Schweiz heimisch sind, schaffen es nur die wenigsten in die Supermärkte. Ein guter Grund sich einmal alten Sorten zu widmen und überraschende Geschmacksrichtungen und neue Namen zu entdecken. Viele traditionelle Sorten verfügen über charakteristische Eigenschaften und eignen sich durch ihre Säure super zum Kochen und Backen. Die grösste Auswahl an Apfel-Raritäten gibt es am Markt oder direkt beim Bauern. Zum Einkauf dazu, gibt es oft Empfehlungen und Tipps zur Verarbeitung aus erster Hand.

APFEL-HASELNUSS TARTE 

Mit einem Stück warmen Apfelkuchen zum Nachmittagskaffee und in einen warmen Pullover gekuschelt, lässt sich selbst der graueste Wintertag zu Hause zelebrieren. Der leckere Duft, der beim Backen die Wohnung erfüllt, macht die kalten Temperaturen mehr als wett. 

ergibt ein Kuchenblech von ca. 28 cm Ø

Zutaten für den Teig
225 g helles Dinkelmehl
1/2 TL Salz
3 EL Zucker
100 g Butter, kalt
1 dl Wasser

oder 1 fertiger Dinkelkuchen- oder Blätterteig

Zutaten für die Füllung
200 g Haselnüsse, gemahlen
1 EL Mehl
180 g brauner Zucker
1 TL Zimt
1/4 TL Salz
2 Eier
1 dl Rahm
1 dl Milch 

für den Belag:
2-3 Äpfel, süss/säuerlich (z.B. Boskoop oder Berner Rose)
2 EL Butter, flüssig

Puderzucker zum Bestäuben.

Zubereitung Teig
1. Für den Teig das Mehl, das Salz und den Zucker mischen. Die Butter in kleinen Stücken beifügen und zu einer krümeligen Masse verreiben, eine Mulde formen. Wasser hineingiessen. Zu einem Teig zusammenfügen, nicht zu stark kneten. In Folie gewickelt 30 Minuten kühl stellen.

Zubereitung Füllung
1. Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Alle Zutaten für die Füllung in einer Schüssel zu einer homogenen Masse verrühren. Die Äpfel waschen, in dünne Scheiben schneiden. Die Kerne entfernen. 

2. Den Teig rund ausrollen und in ein mit Backpapier belegtes Kuchenblech legen. Mit einer Gabel mehrfach einstechen. Die Nussfüllung auf den Teig giessen und mit einem Löffel glatt streichen. 

3. Die Apfelscheiben auf der Tarte verteilen. Die Früchte mit der flüssigen Butter bestreichen und mit wenig Zucker bestreuen. Im vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen. Zum Servieren nach Belieben mit Puderzucker bestäuben. 

APFEL-INGWER CLAFOUTIS

Zutaten
4 Äpfel, süss/säuerlich (z.B. Boskoop oder Berner Rose)
1 EL Zitronensaft
1 EL Brandy
1 cm Ingwer
3 EL Butter
3 EL Rohrzucker 

6 Eier
120 g Rohrzucker
1 Vanilleschote
1 Prise Salz
140 g Mehl
2,5 dl Milch oder Rahm
150 g Crème Fraîche

1 TL Zimt

Zum Servieren
Puderzucker zum Bestreuen
Vanilleglace oder Crème Double

Zubereitung
1. Den Backofen auf 200° C (nicht Umluft) vorheizen. Die Äpfel waschen, entkernen und in Spalten schneiden, mit dem Zitronensaft und dem Brandy vermengen. Den Ingwer fein reiben.  

2. In der Gusseisenpfanne die Butter schmelzen lassen. Den Zucker, die Apfelspalten und den Ingwer zugeben. 2-3 Minuten in der Butter anbraten und die Äpfel caramelisieren lassen. Vom Herd nehmen. 

3. Die Eier, den Zucker und das Salz mit dem Mixer cremig aufschlagen bis die Masse heller wird. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark zugeben. Das Mehl nach und nach beigeben und verrühren. Zum Schluss die Milch mit der Crème Fraîche unterheben. 

4. Die Äpfel gleichmässig in der Gusseisenpfanne oder einer Gratinform verteilen. Den Teig darüber giessen. Den Clafoutis im 200° C heissen Ofen auf der zweituntersten Rille etwa 30 Minuten backen, bis der Teig aufgegangen und schön gebräunt ist. 

Zum Servieren mit Puderzucker bestäuben, warm servieren.

Rhabarber Galette

Wir haben uns die Rhabarbersaison schon lange herbeigewünscht. Nun ist sie da. Zum Frühlingsbeginn schmeckt uns unser Lieblingsgemüse besonders gut. Einerseits, weil wir lange darauf warten mussten, andererseits, weil die bunten Stangen noch sehr fein und zart sind. Damit die Galette nicht nur geschmacklich, sondern auch farblich schön daherkommt, wählt man beim Einkaufen oder Ernten im Garten am besten möglichst rote Exemplare des Knöterichgewächses.

 

Ergibt eine Galette à ca. 6 Portionen

Zutaten
Für den Teig

150 g Weissmehl
50 g Dinkel-Vollkornmehl
1 Prise Salz
2 EL brauner Zucker
100 g kalte Butter
80 ml eiskaltes Wasser

Für die Vanillecrème-Füllung
2,5 dl Milch
1/2 Vanillestängel,
längs aufgeschnitten
2 EL Zucker
1/2 EL Maizena
1 Ei

Für den Belag
300 g Rhabarber
4 EL gemahlene Mandeln
3 EL Zucker
1 Ei verquirlt
 2 EL Mandelblättchen

Zum Servieren
Schlagrahm

Zubereitung
1. Für den Teig Mehl, Salz und Zucker vermischen. Die kalte Butter in kleinen Stücken dazugeben. Alles grob mit den Händen verkneten und nach und nach das Wasser hinzugeben. Den Teig zu einer Kugel formen. Mit Klarsichtfolie bedeckt im Kühlschrank eine Stunde ruhen lassen.

2. Währenddessen kann die Vanillecrème zubereitet werden. Dazu alle Zutaten in einen kleinen Topf geben. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Kurz weiterrühren, bis die Masse cremig wird. Vom Herd nehmen und einige Minuten weiterrühren. Die Crème durch ein Sieb in eine Schüssel streichen, mit Klarsichtfolie die Crème direkt bedecken und auskühlen lassen. 

3. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Den Rhabarber waschen, dickere Stangen, mit zäher, faseriger Schale, schälen. Die Stangen der Länge nach halbieren und in etwa 15-20 cm lange Stücke schneiden.

4. Den Teig mit dem Wallholz kreisförmig (ca. 30 cm Durchmesser) ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Mit den gemahlenen Mandeln bestreuen und die Vanillecrème darübergeben, dabei rund herum 5 cm vom Teig unbedeckt lassen. 

5. Die Rhabarberstücke gleichmässig auf dem Teig verteilen und mit Zucker bestreuen. Den Rand des Teigs zur Mitte hin umklappen und leicht andrücken.

6. Den umgeklappten Rand mit dem verquirlten Ei bestreichen, die Mandelblättchen darüberstreuen. Die Galette 25-30 Minuten in der Mitte des vorgeheizten Ofens goldbraun backen.

7. Die Galette am besten noch lauwarm und mit etwas Schlagrahm servieren.

Honig Pekannuss Schnitten

Pecan Pie in seiner ursprünglichen Form wird an Thanks Giving gebacken. Die Kombination von Nuss und Honig schmeckt uns so gut, dass wir das ganze Jahr nicht genug davon bekommen können. Deshalb haben wir beides in diesem Blechkuchen vereint und den luftigen Honigkuchen mit einem Pekannuss Topping versehen. 

Für eine rechteckige Form von ca. 35x25cm, ergibt etwa 12 Stück
 

Zutaten
Für den Teig

50 g Butter
4 Eier
200 g Rohzucker
3 EL Bienenhonig
200 g Mehl
2 TL Backpulver
200 ml Vollmilch

Für den Belag
250 g Pekannüsse
100 g Golden Sirup oder Melasse
20 g Bienenhonig
120 g Rohzucker
40 g Butter
1 EL Rahm
1 Prise Salz
2 Eier

Für das Topping
3 EL Bienenhonig

 

Zubereitung
1. Ein rechteckiges Blech oder eine Gratinform mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 200° C vorheizen. 

2. Die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Mit dem Handmixer die Eier zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen, bis die Masse deutlich heller wird. Den Honig dazu geben und kurz weiter mixen.

3. Das Mehl mit dem Backpulver zur Eimasse sieben. Die abgekühlte Butter und die Milch dazugeben, alles gut verrühren. Den Teig in die vorbereitete Form giessen und im vorgeheizten Ofen für 20-25 Minuten goldbraun backen. Falls die Oberfläche des Kuchens zu dunkel wird, am Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken. 

4. Während der Backzeit kann der Belag vorbereitet werden. Dazu die Pekannüsse in einer Pfanne bei niedriger Hitze anrösten und zum Abkühlen zur Seite stellen. 

5. Den Golden Sirup, Bienenhonig, Rohzucker, Butter, Rahm und Salz in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen und mit dem Schwingbesen regelmässig umrühren. Sobald alle Zutaten zu einer einheitlichen Sauce verschmolzen sind, den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. 

6. In einer Schüssel die Eier verquirlen. Den warmen Sirup unter stetigem Rühren zu den Eiern geben. Achtung, der Sirup darf nicht zu heiss sein, sonst gerinnt das Ei. Die Pekannüsse ebenfalls dazugeben und alles gut vermischen. 

7. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen. Er ist noch nicht vollständig durchgebacken, darf aber nicht mehr flüssig sein. Die Nussmischung vorsichtig über den Kuchen giessen und gleichmässig verteilen sodass die ganze Oberfläche bedeckt ist.

8. Den Kuchen erneut im 200° C heissen Ofen ca. 10 Minuten fertig backen. Aus dem Ofen nehmen und den noch warmen Kuchen mit Honig beträufeln. In der Form auskühlen lassen. 

 

Osterküchlein

Die saftigen Küchlein haben in der Schweiz zu Ostern genau so ihren Platz gefunden wie das Osterneste Suchen und Eier Färben. Der Ursprung dieser oft auch etwas lieblos „Fladen" genannten Gebäckstücke geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Viel war dazumal im Frühling nicht mehr übrig an Vorräten. Deshalb wurde auf einfache, gut lagerbare Zutaten wie Reis oder Griess zurückgegriffen. Wir verwenden zusätzlich einen Hauch Aprikosenkonfitüre und Bittermandel-Aroma.  

Ergibt eine grosse Tarteform von 28 cm oder ca. 8 kleine Förmchen

Zutaten
Für den Mürbeteig
200 g Weissmehl
1 Prise Salz
1 Abrieb einer Zitrone
100 g Butter, kalt
4 EL Zucker
2 Tropfen Bittermandel-Aroma
1 Ei 

Für die Füllung
225 ml Milch
1 Prise Salz
3 EL Weizengriess
1 Zitrone, Abrieb und Saft
25 g Butter
2 EL Honig
1/2 TL Vanille-Extrakt
3 EL Rum
4 EL geschälte, gemahlene Mandeln
3 Eigelb
3 Eiweiss
200 g Aprikosenmarmelade

Zum Servieren
Puderzucker


 

Zubereitung
1. Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und in die Schüssel mit Mehl und Salz geben. Alles zwischen den Händen verreiben.

2. Wenn keine Butterklümpchen mehr vorhanden sind, den Abrieb der Zitrone, den Zucker, das Bittermandel Aroma und das Ei dazugeben und unterkneten. Den Teig aus der Schüssel nehmen, auf der Arbeitsfläche von Hand gut kneten bis ein geschmeidiger, homogener Teig entsteht. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dick ausrollen und eine mit Butter gefettete Tarteform von 28 cm Durchmesser oder mehrere kleine Förmchen mit dem Teig auskleiden. Den Teig an den Rändern gut andrücken und mit einem Messer der Kante nach schneiden, um überstehenden Teig zu entfernen. Mit Folie bedeckt mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. 

3. Unterdessen kann die Füllung vorbereitet werden. Dazu das Eiweiss zu Schnee schlagen und zur Seite stellen. Den Ofen auf 200° C vorheizen. 

4. In einem Topf die Milch mit einer Prise Salz aufkochen. Das Griess beigeben und auf kleiner Stufe unter ständigem Rühren ca. 10 Minuten kochen. 

5. Den Topf vom Herd nehmen. Abrieb und Saft der Zitrone, Butter, Honig, Vanille-Extrakt, Rum und die Mandeln dazugeben, alles gut verrühren und die Masse etwas auskühlen lassen, dann das Eigelb dazumischen. Die Masse darf nicht zu heiss sein, sonst gerinnt das Ei. 

6. Zum Schluss vorsichtig das Eiweiss unterheben. 

7. Die vorbereiteten Förmchen aus dem Kühlschrank nehmen. Den Teigboden mit Aprikosenmarmelade bestreichen und mit der Griesmasse bis leicht unter den Rand auffüllen. 

8. Im vorgeheizten Ofen ca. 10-15 Minuten goldgelb backen. In den Förmchen auskühlen lassen, mit einem Messer vorsichtig aus den Förmchen lösen und zum Servieren mit Puderzucker bestreuen.