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Rhabarber Streuselkuchen mit Tonka Quarkfüllung

Die Tonkabohne erobert die Küchen mit ihrem betörenden Aroma. Der nuancenreiche Geschmack, welcher am ehesten an ein Ensemble aus Vanille, Mandeln und Mokka erinnert, verleiht Süssspeisen und pikanten Gerichten eine edle Note. Die aromatisierte Quarkfüllung schafft so einen sanften Ausgleich zur Säure des Rhabarbers und den knusprigen, süssen Streuseln.

Unsere ersten Rezepte für das Backwerk mit schlesischem Ursprung stammen aus dem grossmütterlichen Fundus. Der Duft nach frisch gebackenem Streuselkuchen lässt uns noch heute in Erinnerung an die gemütlichen Tischrunden mit Kaffee und Kuchen schwelgen. Das Rezept ist unterdessen mehrfach getestet und weiterentwickelt worden. Das Beste daran: je nach Saison kann der Rhabarber beliebig durch Beeren oder andere Früchte ersetzt werden, so entstehen immer neue Kreationen.

für eine Springform von ca. 26 cm Durchmesser

Zutaten für den Mürbeteig
370 g Mehl
120 g Rohrzucker
1 Prise Salz
250 g Butter

Zutaten für die Füllung
500 g Rhabarber gerüstet
5 EL Zucker

320 ml Milch
70 g Speisestärke
1 Tonkabohne *
120 g Zucker
500 g Halbfettquark
2 Eigelb

2 Eiweiss
1 Prise Salz

4 EL gemahlene Mandeln

* erhältlich in Feinkostgeschäften oder Apotheken. Als Alternative kann eine Vanilleschote verwendet werden, welche anstelle der Tonkabohne mit der Füllung mitgekocht wird.

Zubereitung Mürbeteig
1. Für den Teig Mehl, Zucker und Salz vermischen. Die kalte Butter in kleinen Stücken dazugeben. Die Butter und die trockenen Zutaten mit den Händen verreiben, bis gleichmässige, kleine Klümpchen entstehen. Dann mit den Händen zu einem Teig zusammenfügen. Den Teig zu einer Kugel formen. Mit Klarsichtfolie bedeckt im Kühlschrank eine Stunde ruhen lassen.

2. Etwa einen Drittel vom Teig für die Streusel zur Seite stellen. Den restlichen Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 3 mm dick kreisförmig ausrollen und eine Springform damit auskleiden. Den Teig an den Rändern hochziehen und andrücken. Die Springform erneut in den Kühlschrank stellen, während die Füllung vorbereitet wird.  

3. Den Ofen auf 200° C vorheizen. 

Zubereitung Füllung
1. Die Rhabarberstangen gründlich waschen, Blattansätze und trockene Anschnitte abschneiden, zähere Stangen schälen und in ca. 0.5 cm lange Stücke schneiden. Den Rhabarber in eine Schüssel geben, mit dem Zucker bestreuen, vermengen und bis zur weiteren Verwendung ziehen lassen. 

2. Für die Quarkfüllung die Speisestärke mit etwas Milch glatt rühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Die restliche Milch mit der Tonkabohne und dem Zucker in einer Pfanne erwärmen und einige Minuten ziehen lassen. 

3. Die angerührte Speisestärke hinzugeben, unter kräftigem Rühren mit dem Schwingbesen erneut aufkochen bis eine puddingartige Masse entsteht. Die Pfanne vom Herd nehmen, die Tonkabohne entfernen und die Masse etwas auskühlen lassen. Den Quark und das Eigelb unter die Masse rühren. 

4. Das Eiweiss mit einer Prise Salz steif schlagen, vorsichtig unter die Milch-Quark-Masse heben, bis eine einheitliche Crème entsteht.  

Tipp: Tonkabohnen sind sehr ergiebig und können bis zu 10 mal verwendet werden. Die Bohne nach dem Kochen gründlich waschen und wieder trocknen lassen. 

Fertigstellung
1. Den gekühlten Boden sowie den restlichen Teig für die Streusel aus dem Kühlschrank nehmen. Den Boden mit den gemahlenen Mandeln bestreuen und diese leicht andrücken. 

2. Die Quarkfüllung darauf geben. Die Rhabarberstücke in einem Sieb gründlich abtropfen und auf der Quarkfüllung verteilen. Zum Schluss mit den Händen den Streuselteig zerbröseln und die Streusel über den Kuchen verteilen. 

3. Den Kuchen in den vorgeheizten Ofen schieben und etwa 50 Minuten backen. Den Ofen ausschalten, die Backofentür einen Spalt öffnen und den Kuchen 10 Minuten im Ofen stehen lassen. Anschliessend aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen. Zum Servieren mit Puderzucker bestreuen.

Kichererbsen-Rüeblisalat mit Joghurtsauce

Mit Grüssen aus dem Gewürzkasten des Orients verführt uns der Salat aus Kichererbsen und Rüebli in eine farbenfrohe Geschmackswelt. Die Kichererbsen werden zusammen mit dem Gemüse und einer pikanten Marinade mit Harissa geröstet, wodurch sie schön knusprig werden.

Bei der Wahl der Rüebli greift man am besten zu verschiedenen Sorten, um ein besonders farbenfrohes Geschmacksfeuerwerk auf die Teller zu zaubern. Die Joghurtsauce schafft einen Ausgleich zu der dezenten Schärfe der Marinade. Der Salat ist im Handumdrehen zubereitet und kann bestens vorbereitet werden, denn er ist auch kalt richtig lecker. 

für 4 Portionen

Zutaten Salat
320 g Kichererbsen, getrocknet*

600 g Rüebli, gemischte Sorten
2 Knoblauchzehen

6 EL Olivenöl
1 EL Zatar Gewürzmischung
1 TL Harissa
2 EL Zitronensaft
1 EL Honig
Salz
Pfeffer

Zutaten Joghurtsauce
300 g griechisches Naturejoghurt
1 TL Olivenöl
1/2 Zitrone, Schalenabrieb und Saft
Salz
Pfeffer

Zum Servieren
Petersilie, gehackt

* wenn es schneller gehen muss, können auch Kichererbsen aus der Dose verwendet werden.

Zubereitung
1. Die Kichererbsen über Nacht in reichlich kaltem Wasser einweichen. Am folgenden Tag das Wasser abgiessen und die Kichererbsen gründlich abspülen. In einer Pfanne Salzwasser zum Kochen bringen, die Kichererbsen darin ca. 50 Minuten weich kochen und in einem Sieb abtropfen.

2. Den Ofen auf 180° C vorheizen. Die Rüebli schälen und der Länge nach halbieren. Den Knoblauch in feine Scheibchen schneiden. 

3. Für die Marinade alle Zutaten mischen. Die Rüebli, den Knoblauch und die Kichererbsen in eine Schüssel geben und mit der Marinade vermengen. Alles auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und im vorgeheizten Ofen ca. 15-20 Minuten rösten. 

4. Für die Joghurtsauce das Joghurt mit dem Olivenöl und der Zitrone verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Salat servieren. Der Salat kann warm oder kalt gegessen werden. Zum Servieren mit frischer, gehackter Petersilie bestreuen.

Brioches mit Mandel Rhabarber Füllung

Brioches werden in Frankreich traditionell zum Frühstück gegessen. Das weiche Gebäck verlässt bei uns seine ursprüngliche Form und bekommt dafür eine Mandel-Rhabarber-Füllung mit Streusel-Topping. Ein süsser Start in den Tag zur Feier des Frühlingserwachens und ein guter Picknick-Proviant, um die ersten warmen Tage im Freien zu geniessen. 

Rhabarber ist der Frühbote der einheimischen Gemüsesorten. Während die meisten Setzlinge erst langsam spriessen, können im April bereits die ersten Rhabarberstangen geerntet werden. Wir konnten es kaum erwarten und haben mit den sauren, roten Stangen Brioches gebacken, das französische Hefeteiggebäck par excellence.

 

ergibt ca. 8 Brioches

Zutaten für den Brioche-Teig
250 g Weissmehl
15 g frische Hefe
2 EL Milch, lauwarm
3 Eier
25 g Zucker
120 g Butter
1 TL Salz

1 Eigelb zum Bestreichen
1 Prise Salz

Für die Füllung
250 g Rhabarber
3 EL Zucker

120 g Mandelmasse
80 g gemahlene Mandeln
100 g Vollfettquark
20 g Zucker
1 TL Vanille-Extrakt

Zutaten für die Streusel
100 g Mehl
70 g Butter, kalt
40 g Zucker
1 Prise Salz

Zubereitung Brioche-Teig
1. Das Mehl in eine Schüssel geben. In einem zweiten Gefäss die Hefe mit der lauwarmen Milch verrühren, bis sich diese vollständig aufgelöst hat. Im Mehl eine kleine Mulde eindrücken und die Hefe hineingeben. 2-3 Minuten stehen lassen. 

2. Die Eier verquirlen, mit dem Zucker und der Hälfte der Butter (in kleinen Stücken) zum Mehl geben. Von Hand oder mit dem Knethaken der Küchenmaschine auf kleiner Stufe ca. 3-4 Minuten zu einem weichen Teig verkneten. Den Rest der Butter dazugeben und erneut für etwa 8 Minuten bei mittlerer Stufe kneten. Sobald sich der Teig von der Schüssel löst, kann das Salz dazu gestreut werden. 

3. Den Teig auf mittlerer Stufe fertig kneten bis er weich, glänzend und elastisch ist. Mit den Händen zu einer Kugel formen und zurück in die Schüssel geben. Die Schüssel mit einem feuchten Küchentuch bedecken und 1 1/2 bis 2 Stunden bei Zimmertemperatur um das Doppelte aufgehen lassen. 

4. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen. In ca. 8 gleichmässige Stücke schneiden und diese zu glatten Kugeln rollen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und erneut ca. 1 Stunde bei Zimmertemperatur aufgehen lassen. Unterdessen können die Füllung und die Streusel vorbereitet werden. 

Tipp: Der Brioche-Teig kann bis Punkt 3 am Vortag zubereitet und in der mit Folie abgedeckten Schüssel über Nacht in den Kühlschrank gestellt werden. Die Zubereitung wird dann am Folgetag bei Punkt 4 fortgesetzt.

Zubereitung Füllung
1. Die Rhabarberstangen gründlich waschen, Blattansätze und trockene Anschnitte abschneiden, zähere Stangen schälen und in ca. 1 cm lange Stücke schneiden. Den Rhabarber in eine Schüssel geben, mit dem Zucker bestreuen, vermengen und bis zur weiteren Verwendung ziehen lassen. 

2. Für die Mandelcrème die Mandelmasse an der Raffel fein reiben und in eine Schüssel geben. Die restlichen Zutaten beigeben und mit einer Gabel verrühren oder im Mixer zu einer einheitlichen Masse vermengen. Bis zur weiteren Verwendung kühl stellen. 

Zubereitung Streusel
1. Für die Streusel das Mehl mit dem Salz und dem Zucker in eine Schüssel geben und vermischen. Die kalte Butter in kleinen Stücken dazugeben. Mit den Händen zu einem krümeligen Teig verarbeiten, nicht zu stark kneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und kurz im Kühlschrank ruhen lassen.

Fertigstellung
1. Den Ofen auf 180° C vorheizen. Die Teigkugeln etwas flach drücken und in der Mitte eine Vertiefung formen. Ein Eigelb mit einer Prise Salz verquirlen. Die Brioches damit bepinseln. 

2. Die Mandelfüllung in die Vertiefungen geben. Die Rhabarberstücke in einem Sieb abtropfen lassen, auf die Gebäckstücke verteilen und leicht eindrücken. Zum Schluss mit den Streuseln bestreuen. Das Blech in den Backofen geben und die Brioches ca. 15-20 Minuten goldbraun backen. 

Zum Servieren nach Wunsch mit Puderzucker bestreuen.

Kartoffelfrittata mit Bärlauch und Spinat

Jedes Jahr freuen wir uns im Frühling besonders auf die ersten heimischen Kräuter und Gemüsesorten. Bevor wir uns auf dem eigenen Balkongarten bedienen können, greifen wir zu Wildkräutern wie Bärlauch, der zur Zeit den Waldboden mit dunkelgrünen Blättern bedeckt. Mit seinem kräftigen Knoblaucharoma verleiht er der Kartoffelfrittata eine rassige Würze.

Frittata ist die italienische Variante von einem Omelett, welche in diversen Abwandlungen warm sowie kalt gegessen wird. Der währschafte Eierkuchen kann als Hauptgericht serviert oder in kleine Stücke geschnitten als Apéro gereicht werden. Für Vegetarier eignet sich die Frittata auch gut als Sandwich-Belag.

ergibt 1 Frittata für ca. 4 Personen
als Hauptspeise

Zutaten
600 g festkochende Kartoffeln
3 EL Olivenöl
8 Blätter Bärlauch (mehr nach Belieben)
1 Bund Petersilie oder gemischte frische Kräuter
1 Handvoll frischer Blattspinat
1 dl Weisswein
8 Eier
Pfeffer
Salz
1 Prise Muskatnuss, gerieben

Zubereitung
1. Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser je nach Grösse ca. 20 Minuten weich kochen. 

2. Den Backofen auf 200° C vorheizen und in einer ofenfesten Pfanne das Olivenöl erhitzen. Die Kartoffeln in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und im Öl einige Minuten anbraten. 

3. Den Bärlauch sowie die Petersilie fein hacken. Mit dem Blattspinat zu den Kartoffeln in die Pfanne geben. Kurz andünsten, mit dem Weisswein ablöschen und den Wein einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und das Gemüse gleichmässig in der Pfanne verteilen.

4. In einem Gefäss die Eier verquirlen mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Die Eiermasse gleichmässig über das Gemüse giessen. In der Pfanne nicht mehr rühren.

5. Die Pfanne in den vorgeheizten Ofen geben, die Frittata ca. 10-15 Minuten stocken lassen und fertig backen bis sie goldbraun ist. Die Frittata kann warm oder kalt serviert werden.

 

Fischfilet mit Mönchsbart im Backpapier

Der Zubereitung von Fisch steht man oft etwas gehemmt gegenüber; schnell wird er zu trocken oder fällt auseinander. Bei diesem Rezept kann die Skepsis allerdings ohne Bedenken der Probierlust weichen. Mit der Garmethode im Backpapier lässt sich das Fischfilet schonend und unkompliziert zubereiten. Die Aromen entfalten sich im geschlossenen Päckchen fantastisch und beim Öffnen des Papiers strömt ein köstlicher Duft in die Nase. 

Die Beilage aus Mönchsbart wird direkt zum Fisch ins Backpapier gepackt. Mönchsbart ist ein typisches büschelartiges Frühlingsgemüse aus dem Mittelmeerraum mit erdigem, spinatartigem Aroma. Das Gemüse verleiht dem Gericht, angereichert mit Knoblauch, getrockneten Cherrytomaten und Olivenöl, eine mediterrane Note. Das Garen unter Verschluss macht das Gericht besonders geschmacksintensiv und bringt das sanfte Aroma vom Mönchsbart optimal zur Geltung.

Für 4 Portionen

Zutaten
Backpapier (4 rechteckige Stücke à ca. 38x36 cm)

450 g Mönchsbart*, gründlich gewaschen
100 ml Olivenöl
2 Knoblauchzehen
1-2 Bio Zitronen, in dünne Scheiben geschnitten
120 g getrocknete Cherrytomaten
4 Fischfilets à je ca. 150 g, z.B Dorsch oder Lachs
1 Bund Thymian
Salz
Pfeffer

wenig Olivenöl zum Bepinseln

Zum Servieren
1 Handvoll Pinienkerne, geröstet

* erhältlich am Wochenmarkt oder beim Grossverteiler. 

Tipp: Falls kein Mönchsbart erhältlich ist, kann er durch Cima di rapa oder frischen Blattspinat ersetzt werden.

Zubereitung
1. Den Backofen auf 200° C vorheizen. 

2. Den Mönchsbart gründlich waschen und abtropfen lassen. Die rötlichen Stiele wegschneiden und den Knoblauch in feine Scheiben schneiden. 

3. Das Olivenöl mit dem Knoblauch in eine Schüssel geben. Den Mönchsbart sowie die getrockneten Cherrytomaten dazugeben und alles vermengen. 

4. Für jede Portion ein Stück Backpapier (ca. 38x36 cm) zuschneiden und auslegen. Das Backpapier in der Mitte mit wenig Olivenöl bepinseln und jeweils einen Viertel des Gemüses auf das Papier geben. Mit Salz und Pfeffer würzen. 

5. Das Fischfilet auf den Mönchsbart legen, erneut mit Salz und Pfeffer würzen und die Zitronenscheiben sowie einige Zweige vom Thymian über den Fisch legen. 

6. Den Rand des Backpapiers auf einer Seite mit Olivenöl bepinseln. Das Backpapier mittig über den Fisch falten und die Ränder einschlagen. Die fertigen Päckchen auf ein Backblech geben und im vorgeheizten Backofen bei 200° C ca. 15 Minuten backen. 

7. Zum Servieren den Fisch noch im Backpapier auf den Tellern anrichten. Das Papier aufreissen und den Fisch mit gerösteten Pinienkernen bestreuen.

Schwarzwurzelmuffins

Die Spargelsaison lässt noch einige Wochen auf sich warten. Unterdessen greifen wir dafür als Alternative zu Schwarzwurzeln. Die langen dunkeln Wurzeln werden manchmal als Winterspargel bezeichnet und sind von Oktober bis April erhältlich. Unter der erdigen Schale verbirgt sich ein feines weisses Fleisch mit leicht nussigem und würzigem Aroma. Diese rezenten Muffins sind eine gute Gelegenheit sich dem alten Wintergemüse auf neue Art zu nähern.
 
Muffins haben die ideale Form und Grösse, um als Zwischenmahlzeit für Stärkung zu sorgen. Begleitet von einem knackigen Salat werden sie zu einem einfachen und schnell zubereiteten Zmittag, der sich praktisch transportieren lässt. Eine lohnenswerte Abwechslung neben der Auswahl in der Kantine oder dem Angebot am Take Away.

 

ergibt 12 grosse Muffins
 
Zutaten
300 g Schwarzwurzeln (gerüstet gewogen)
3 EL Zitronensaft
2 EL Butter
Salz
Pfeffer
 
150 g Weissmehl
100 g Vollkornmehl
2 TL Backpulver
1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer
3/4 TL Salz
 
3 grosse Eier
250 g Griechisches Naturejoghurt
1 Messerspitze Safran
4 EL Olivenöl
 
80 g Gruyère, gerieben
1 Handvoll Petersilie
 
Zum Dekorieren
2-3 Scheiben Landrauchschinken

Zubereitung
1. Den Backofen auf 200° C vorheizen. Ein Muffinblech einfetten oder mit Papierförmchen auslegen.
 
2. Die Schwarzwurzeln unter kaltem, fliessendem Wasser schälen, in kleine Würfelchen schneiden, mit dem Zitronensaft in eine Schüssel geben und vermengen, damit das Gemüse nicht anläuft.
 
3. Die Butter in einer Bratpfanne schmelzen und die Schwarzwurzel-Würfelchen darin ca. 5 Minuten andünsten bis sie weich sind. Mit Salz und Pfeffer würzen.
 
4. Für den Muffinteig die trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und vermischen.
 
5. In einer zweiten Schüssel die Eier, das Joghurt den Safran und das Olivenöl verrühren und mit dem geriebenen Gruyère, der Petersilie sowie den Schwarzwurzeln zu den trockenen Zutaten geben.  Zu einem homogenen Teig ohne Klümpchen verrühren.
 
6. Den Teig in das vorbereitete Muffinblech verteilen. Die Vertiefungen sollten bis knapp unter den Rand der Form gefüllt sein, so haben die Muffins nach dem Backen die perfekte Form.
 
7. Den Landrauchschinken in kleine Stücke schneiden und über die Muffins streuen. Das Blech in den vorgeheizten Ofen geben und ca. 20-25 Minuten goldbraun backen.

Bananenbrot

Bananenbrot erfreut sich grosser Beliebtheit. Es nennt sich Brot, ist aber von der Zubereitung, wie auch vom hohen Energiegehalt her, eher ein Kuchen. Die Bananen werden sehr reif verarbeitet, denn so wird das Brot richtig aromatisch und perfekt in der Konsistenz. Das Rezept kommt genau richtig zum Einsatz, wenn die Bananen zu lange in der Obstschale lagen und zum direkten Verzehr schon etwas überreif geworden sind. 

Ein gutes Bananenbrot sollte schön saftig sein. Neben den Bananen sind in unserem Rezept geröstete Walnüsse und kleine Stücke von dunkler Schokolade Aroma gebend. Das Brot wird in einer Cakeform gebacken und schmeckt frisch aus dem Ofen genau so gut, wie am zweiten oder dritten Tag. Vielerorts isst man Bananenbrot getoastet und bestrichen mit Butter. Unsere sehr reichhaltige Variante ist aber auch pur ein wahrer Genuss und sehr nahrhaft. 

Für 1 Cakeform à ca. 25 cm Länge,
ergibt ca. 12 Stück.

Zutaten
125 g Butter, weich
200 g heller Muscovadozucker oder brauner Zucker
2 grosse Eier
1 TL Vanille-Extrakt
1/2 TL Zimt
2 EL Rum
2 sehr reife Bananen*

170 g Vollkornmehl
80 g gemahlene Haselnüsse
1 Prise Salz
2 TL Backpulver

100 g dunkle Schokolade, gehackt
100 g Baumnüsse, grob gehackt und angeröstet

Zum Dekorieren
1 Banane
2 EL flüssiger Honig


* Falls die Bananen nicht reif genug sind, kann der Reifungsprozess beschleunigt werden in dem man die ganzen Bananen auf einem Blech bei 80° C für ca. 15-20 Minuten in den Ofen gibt. 

Zubereitung
1. Den Backofen auf 180° C vorheizen und die Cakeform mit Backpapier auskleiden oder gut einfetten. 

2. Die Butter und Zucker mit dem Handmixer verrühren bis die Masse heller wird. Die Eier nach und nach beigeben und das Vanille-Extrakt, den Zimt sowie den Rum unterrühren. 

3. Zwei sehr reife Bananen mit einer Gabel fein zerdrücken und zu der Eimasse geben, alles verrühren. Das Mehl, die gemahlenen Haselnüsse, das Salz und das Backpulver vermengen und ebenfalls beigeben. 

4. Zum Schluss die gehackte Schokolade und die gehackten und angerösteten Baumnüsse unterheben und alles gleichmässig vermengen. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und mit einem Löffel glatt streichen. 

5. Für die Dekoration des Cakes eine Banane halbieren. Die Hälften auf den Kuchen legen und leicht eindrücken. Den Honig in einer kleinen Pfanne erwärmen und über die Bananen träufeln. Den Cake im vorgeheizten Ofen ca. 45-50 Minuten backen, mit der Stäbchenprobe prüfen ob er durchgebacken ist.

Shakshuka

Shakshuka ist ein populärer Eintopf aus dem mittleren Osten. Schon bei der Zubereitung fühlt man sich durch die aromatischen Gewürze in eine andere Welt versetzt. Spätestens wenn das erste Stück Brot in die Mischung aus scharfer Sauce und Ei getunkt wird, ist klar, dass die Eierspeise grosses Potential hat, um sich als sonntägliche Brunchtradition zu etablieren.

Lange wird es nicht mehr dauern bis das Nationalgericht aus Israel auch bei uns öfters neben Rührei und Egg Benedict auf den Speisekarten zu finden sein wird. Die Eier werden in einer würzigen Tomatensauce pochiert, welche mit Gemüse, oder in unserem Rezept mit Bohnen, angereichert wird. Das kostengünstige Mahl lässt sich ohne grossen Zeitaufwand zubereiten und ist für mehrere Personen beliebig erweiterbar. Dabei sollte unbedingt mit zusätzlichen Zutaten gespielt werden, zum Beispiel mit Feta den man über die Shakshuka streut oder Crème fraîche die man zum verfeinern dazu servieren kann.

ergibt 4 Portionen

Zutaten
150 g Borlotti Bohnen
(über Nacht eingeweicht)

3 EL Olivenöl
1 grosse Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Lorbeerblatt
1 EL Harissa
1/2 TL Fenchelsamen
1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
500 g Pelati aus der Büchse
Salz
Pfeffer

4 grosse Eier

Zum Servieren
frische Petersilie oder Koriander, gehackt
Brot

Zubereitung
1. Die Bohnen über Nacht (ca. 12 Stunden) in kaltem Wasser einweichen. Im Einweichwasser etwa 40 Minuten knapp weichkochen, das Wasser abgiessen und die Bohnen abtropfen lassen. 

2. Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken. In einer grossen Gusseisen- oder Bratpfanne das Olivenöl erhitzen, die Zwiebel und den Knoblauch mit dem Lorbeerblatt andünsten. Das Harissa, die Fenchelsamen sowie den Kreuzkümmel beigeben, alles gut verrühren und kurz andünsten. 

3. Die Bohnen und die Pelati ebenfalls in die Pfanne geben, mit Salz und Pfeffer würzen. Unter gelegentlichem Rühren ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Bohnen gar sind und die Flüssigkeit etwas eingekocht ist.

4. Die Eier auf der köchelnden Shakshuka verteilen, für 1-2 Minuten (falls möglich mit geschlossenem Deckel) pochieren bis das Eiweiss gekocht ist. Das Eigelb darf ruhig noch weich sein, damit es sich mit der Sauce vermischt. 

5. Zum Anrichten die Shakshuka mit reichlich gemahlenem Pfeffer und frischer Petersilie oder Koriander bestreuen und mit Brot servieren. 

Flapjack

In England werden Müesli-Riegel in jedem Supermarkt und Feinkostladen unter dem Namen Flapjack verkauft. Egal, ob man sich zu den Rosinenpickern, Dörrfruchtverweigerern oder Nussallergikern zählt – für jeden Geschmack ist etwas mit dabei. Die Riegel sind ideal zum Mitnehmen, um vor dem Sport zu Kräften zu kommen oder um das Nachmittagstief im Büro zu überwinden. 

Der Snack für zwischendurch wurde uns als Kind oft in den Zvierisack gepackt. Unsere Favoriten aus Kindertagen waren mit Schokolade umhüllt oder mit einer Schicht Milchcrème durchzogen. Genau wie beim morgendlichen Müesli hat jeder seine Präferenz, welche Zutaten für den perfekten Riegel verwendet werden sollten. Ein Grund mehr das gelingsichere Backexperiment zu starten, denn selbstgemacht schmeckt's am besten und ist garantiert frei von unerwünschten Zusatzstoffen.

Ergibt eine rechteckige Form von ca. 30x20 cm 

Zutaten
1 Büchse gesüsste Kondensmilch
(ca. 410 g)

3 EL Honig
1 TL Vanille-Extrakt

200 g Vollkorn-Haferflocken (optimal je zur Hälfte grob und fein)
200 g Mandeln oder Nüsse, grob gehackt und angeröstet
100 g Sonnenblumenkerne
2 EL Leinsamen
1 TL Zimt
1 Prise Salz

2 säuerliche Äpfel (z.B Boskop)

Nach Belieben
1 Handvoll Trockenobst, gehackt
Rosinen oder getrocknete Beeren

Zum Bestreichen
150 g dunkle Schokolade

Zubereitung
1. Den Ofen auf 150° C vorheizen. Eine rechteckige ofenfeste Form von ca. 30x20 cm mit Backpapier auskleiden. 

2. Die Kondensmilch in einer Pfanne auf kleiner Stufe erwärmen. Den Honig und den Vanille-Extrakt dazugeben und verrühren. 

3. In einer grossen Schüssel die trockenen Zutaten vermischen. Die warme Kondensmilch beifügen. Die ungeschälten Äpfel an der Raffel dazu reiben und alles zu einer einheitlichen Masse vermengen. 

4. Die Masse in die vorbereitete Form geben und flach drücken. Im vorgeheizten Ofen ca. 50 Minuten goldbraun backen. Etwa 15 Minuten In der Form auskühlen lassen. 

5. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und dünn über die ausgekühlte Müesli-Masse streichen. Die Schokolade hart werden lassen und mit einem grossen Messer in gleichmässige Riegel schneiden. In einer verschliessbaren Dose aufbewahrt, halten sich die Müesli-Riegel etwa eine Woche frisch. 

Süss, FrühlingNom NomComment
Bento Bowl mit Halloumi und Tahini-Kurkuma Dressing

Bento ist japanisch und bezeichnet eine Darreichungsform einer Mahlzeit bestehend aus frischem Gemüse, Reis und Proteinen. Alles was wir für eine ausgewogene Ernährung benötigen, vereint sich in einer Schüssel zu einer farbenfrohen und gesunden Mahlzeit. Ganz nach dem Rhythmus der Natur und dem eigenen Geschmack soll dieses Rezept als Inspiration dienen und zu eigenen Kreationen anregen.

Eigentlich ein Gericht für das man kein Rezept braucht, denn alles was die Saison hergibt, kann für eine Bento verwendet werden. Besonders eignet sich dieses Prinzip, um Resten vom Vortag weiterzuverwerten und damit einen feinen Lunch fürs Büro vorzubereiten. So kann man Lebensmittel vor dem Wegwerfen bewahren und sich in der Mittagspause über einen gesunden Zmittag freuen, der sowohl warm als auch kalt genossen werden kann. 
 

Für 4 Personen

Zutaten
300 g Vollkorn Reis
(Wir haben zur Hälfte den schwarzen Vollkornreis von Coop Fine Food und zur anderen Hälfte Rundkornreis Vollkorn verwendet und die beiden Sorten nach dem Kochen gemischt.)

400 g Süsskartoffeln
250 g Federkohl
250 g Cime di Rapa  
(kann beliebig durch andere Gemüse der Saison ergänzt oder ersetzt werden)
Olivenöl 

250 g Halloumi 

Zum Servieren
frische Kräuter z.B. Koriander oder Petersilie
Sprossen oder Kerne

Tahini Kurkuma Dressing
3 EL Tahini
3 EL Olivenöl
Saft einer Limette
1 TL  Kurkuma
1/2 Knoblauchzehe, gepresst
ca. 4 EL Wasser
Salz
Pfeffer

Zubereitung 
1. Den Reis unter fliessendem Wasser waschen. Mit der doppelten Menge Wasser (ca. 600 ml) in eine Pfanne geben und zum Kochen bringen. Die Hitze zurückschalten und den Reis ca. 30-40 Minuten köcheln lassen (Hinweis auf der Reispackung betreffend Kochzeit beachten). Falls nötig etwas mehr Flüssigkeit dazugeben oder überschüssiges Wasser abgiessen nachdem der Reis fertig gekocht ist.

2. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Die Süsskartoffeln gründlich waschen und mit der Schale in Würfel schneiden. Die Würfel in eine Schüssel geben, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit wenig Salz und Pfeffer würzen. Die Süsskartoffeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und etwa 30 Minuten im Ofen rösten.

3. Unterdessen den Federkohl und den Cime di Rapa waschen. Grobe Blattrippen vom Federkohl entfernen und das Gemüse in ca. 3 cm breite Streifen zupfen oder schneiden. Die äusseren Blätter vom Cime di Rapa entfernen und die inneren zarten Blätter und Knospen in mundgerechte Stücke schneiden. Das Gemüse ebenfalls mit etwas Olivenöl beträufeln und für die letzten 5-10 Minuten zu den Süsskartoffeln in den Ofen geben oder separat in einer Pfanne dämpfen. 

4. Den Halloumi in ca. 0.5 cm dicke Scheiben schneiden. In einer Bratpfanne wenig Öl erhitzen und den Halloumi von beiden Seiten 2-3 Minuten goldbraun anbraten. 

5. Für das Dressing die Tahini mit dem Olivenöl vermischen. Den Saft der Limette, das Kurkuma und den Knoblauch dazu geben und mit ca. 4 EL Wasser zu einer homogenen cremigen Sauce verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

6. Den Reis in die Schüsseln füllen, das Gemüse und den Halloumi dazugeben, zum Servieren die Sauce darüber giessen und mit Sprossen, Kernen und frischen Kräutern servieren.

Cheescake mit Lemon Curd

Es gibt unzählige Cheescake Rezepte, von denen behauptet wird, das Beste zu sein. Diese Variante mit einem Spiegel aus Lemon Curd führt zu Liebe auf den ersten Bissen, denn sie bringt ein helles Stück Sonnenschein auf den Teller. Der frische Duft nach Zitrone erfüllt die Küche und schafft die perfekte Atmosphäre an einem kalten Wintertag.

Der Cheesecake ist ein absoluter Klassiker. Umso schwieriger ist es, allen Anforderungen an das vollkommene Kuchenglück gerecht zu werden. Die cremige Füllung muss ausgewogen aromatisiert sein und bei der Wahl vom Frischkäse sollten keine Kompromisse gemacht werden. Nach dem Motto «wenn schon, denn schon» verwenden wir keine Light-Produkte, immer Doppelrahm-Frischkäse, denn damit wird das Ergebnis einfach besser.

Für eine Springform von 26 cm Durchmesser

Der Cheescake schmeckt am besten, wenn er einige Stunden oder gar über Nacht im Kühlschrank ruhen konnte. 

Zutaten für den Boden
250 g Vollkornguetzli oder Petit Beurre
60 g Zucker
100 g Butter
1/2 TL Vanilleextrakt
1/4 TL Salz

wenig Butter zum einfetten der Form

Zutaten für die Füllung
Die Zutaten für die Cheesake Crème sollten alle zimmerwarm sein und nicht direkt aus dem Kühlschrank verwendet werden. 

1000 g Doppelrahm-Frischkäse Nature (z.B. Philadelphia)
300 g Zucker
2 EL Maizena
300 g Crème fraîche
4 grosse Eier
2 TL Vanilleextrakt
1 Bio Zitrone, Schalenabrieb und 4 EL Saft
1 Bio Orange, Schalenabrieb

Zutaten Lemon Curd
3 Bio Zitronen, Saft und Schalenabrieb
100 g Butter
150 g Zucker
2 kleine Eier

Zubereitung Boden
1. Den Ofen auf 180° C vorheizen und den Boden einer Springform mit Backpapier auskleiden. 

2. Die Guetzli im Cutter fein mahlen oder in einen Plastikbeutel geben und mit dem Walholz fein zerstossen. Die Brösel mit dem Zucker und dem Salz in eine Schüssel geben und vermengen. Die Butter in einer Pfanne bei niedriger Hitze schmelzen lassen. Das Vanilleextrakt zur Butter geben und alles mit den trockenen Zutaten verrühren. Die Masse in die Springform geben und mit einem Löffel oder einem Glas zu einem festen, ebenmässigen Boden andrücken. 

3. Der Boden wird im vorgeheizten Ofen 15 Minuten gebacken, dann die Form aus dem Ofen nehmen und den Boden komplett auskühlen lassen. Die Ränder der Springform oberhalb des Guetzlibodens mit Butter einfetten damit die Käsefüllung später nicht kleben bleibt.

Zubereitung der Füllung
1. Den Frischkäse in eine grosse Schüssel geben und mit dem Schwingbesen oder dem Handmixer ca. 3 Minuten durchmischen bis er fluffig wird. 1-2 Esslöffel der Masse in einer separaten Schüssel mit dem Maizena verrühren bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind, dann zurück zur restlichen Masse geben. 

2. Den Zucker zum Frischkäse geben und einige Minuten rühren bis alles gleichmässig vermengt ist. Die Crème fraîche, den Vanilleextrakt, den Saft der Zitrone sowie den Schalenabrieb der Zitrone und der Orange dazugeben und verrühren. 

3. Ein Ei nach dem anderen zugeben bis die Eier gut mit der restlichen Masse vermengt sind, jedoch nicht zu lange rühren. 

4. Die Masse auf den ausgekühlten Boden in die Springform giessen und glatt streichen. Im 180° C vorgeheizten Ofen für 45 Minuten backen. Damit der Cheesecake beim Backen keine unschönen Risse bekommt, kann eine ofenfeste, mit Wasser gefüllte Form mit in den Ofen gestellt werden. Nach 45 Minuten Backzeit wird die Hitze auf 160° C reduziert und der Cheesecake ca. 30 Minuten fertig gebacken. Die Mitte darf noch etwas wabbelig, jedoch nicht mehr flüssig sein. 

5. Nun wird der Ofen ausgeschaltet und der Cheesecake bei halb geöffneter Türe etwa eine halbe Stunde stehen gelassen. Danach den Cheesecake aus dem Ofen nehmen, in der Springform vollständig auskühlen lassen und für einige Stunden – am besten über Nacht – in den Kühlschrank stellen.

Tipp: Die Aussenseite der Springform kann zum Backen mit Alufolie eingewickelt werden, damit die flüssige Butter nicht aus dem Boden entrinnen kann. 

Zubereitung Lemon Curd
1. Für den Lemon Curd die Butter mit dem Zitronensaft und dem Schalenabrieb der Zitrone in einer Pfanne erwärmen bis die Butter flüssig wird. Den Zucker dazu geben und rühren bis sich dieser vollständig auflöst. 

2. Die Eier dazurühren und die Masse auf kleiner Hitze unter stetigem Rühren erwärmen bis sie etwas dickflüssiger wird. Die Pfanne vom Herd nehmen, den Lemon Curd durch ein Sieb streichen und lauwarm über den Cheesecake giessen. Im Kühlschrank vollständig auskühlen lassen. 

Der Lemon Curd kann auch im Voraus zubereitet werden und hält sich, abgefüllt in ein sauberes Glas und aufbewahrt im Kühlschrank, einige Wochen frisch. Durch leichtes Erwärmen lässt er sich besser auf dem Cheesecake verteilen.

Buchweizen Crêpes mit Radicchio, Rohschinken und Salbei

Der Radicchio übernimmt dank seiner dunkelroten Färbung die Herrschaft im winterlichen Gemüsegarten. Er gehört zur Chicoréefamilie, welche sich durch ihren charakteristisch bitteren Geschmack auszeichnet. Der Crêpes-Füllung verhilft das Gemüse im Zusammenspiel mit Zitrone, Ricotta und Rohschinken zu besonderer Raffinesse und wird zur Gaumenfreude für Liebhaber von Bittergemüse. 

Diese Variante von Crêpes aus Buchweizenmehl (auch „Galettes“ genannt) hat ihren Ursprung in der Bretagne. Das Buchweizenmehl verleiht den hauchdünnen Teigfladen ein ausgeprägtes, leicht nussiges Aroma, welches besonders gut zu der herzhaften Gemüsefüllung passt. Die Crêpes sind glutenfrei und somit auch bei einer Intoleranz bekömmlich. 

Ergibt ca. 8 Crêpes, für 4 Personen

Zutaten für den Crêpes Teig

Der Teig für die Crêpes wird idealerweise einige Stunden im Voraus zubereitet, damit das Buchweizenmehl einweichen kann.

200 g Buchweizenmehl, Vollkorn
1/2 TL Salz
2 Eier
600 ml Milch
80 g Butter geschmolzen 

Butter oder Öl (zum Braten)

Zutaten für die Füllung
500 g Radicchio (z.B. Trevisano oder Rosso di Chioggia)
1 kleine Schalotte
2 EL Olivenöl
Saft einer halben Zitrone
100 ml Weisswein
1 Handvoll Walnüsse, gehackt und angeröstet

250 g Ricotta
8 grosse Scheiben Rohschinken
Salz
Pfeffer

Zutaten für die Salbeibutter
50 g Butter
1 Handvoll frische Salbeiblätter

Zubereitung der Crêpes
1. Die Butter in einem Topf bei niedriger Temperatur schmelzen und etwas auskühlen lassen. Das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel sieben. Die Eier mit der Milch verquirlen, zum Mehl geben, verrühren und dann die Butter dazugeben. Alles zu einem glatten Teig ohne Klumpen verrühren. 

2. Die Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken und den Teig im Kühlschrank mindestens eine Stunde, besser noch länger ruhen lassen. 

3. Eine Bratpfanne mit etwas Öl oder Butter auf mittlerer Stufe erhitzen und das Fett in der Pfanne verteilen. Mit einem Suppenschöpflöffel eine Portion Teig in die heisse Pfanne geben. Die Pfanne schwenken, damit der Boden der Pfanne gleichmässig dünn mit Teig bedeckt ist. Nach ca. 2 Minuten, sobald die Crépe leicht gebräunt ist und sich leicht von der Pfanne löst, auf die zweite Seite wenden. 1-2 Minuten fertig braten und auf einen Teller geben. Auf gleiche Weise aus dem restlichen Teig 7 weitere Crêpes backen und bis zur weiteren Verwendung auf dem Teller aufeinander schichten.

Tipp: Die Crêpes können auch gut im Voraus zubereitet, im Kühlschrank aufbewahrt und zu einem späteren Zeitpunkt gefüllt und im Ofen gebacken werden. 

Zubereitung der Füllung
1. Die Schalotte fein schneiden. Den Radicchio waschen und trocken tupfen. Den Strunk entfernen, der Länge nach halbieren und die Blätter in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. 

2. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen. Die Schalotte dazugeben und andünsten ohne braun werden zu lassen. Den Radicchio und den Zitronensaft dazugeben. Bei mittlerer Hitze andünsten und mit Salz und Pfeffer würzen. Nach ca. 2 Minuten mit dem Weisswein ablöschen und die Flüssigkeit 1-2 Minuten einkochen lassen. Dann die gerösteten Walnüsse unter das Gemüse mischen und die Pfanne vom Herd nehmen. 

3. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Eine ofenfeste Form einfetten. 

4. Für die Füllung der Crêpes jeweils eine Crêpe flach auslegen. Die Hälfte mit 1-2 Esslöffeln Ricotta bestreichen, mit wenig Salz und Pfeffer bestreuen. Eine Scheibe Rohschinken darüber legen und zum Schluss die Radicchio Füllung (reicht insgesamt für ca. 8 Stück) darauf verteilen. 

5. Die Crêpes zuerst in der Mitte, dann noch einmal zu einem Viertel einfalten. Das fertige Päckchen in die eingefette Form legen und mit den restlichen Crêpes gleich weiter fahren. 

6. Für die Salbeibutter in einer Pfanne die Butter schmelzen, die Salbeiblätter dazugeben und bei mittlerer Hitze, nicht zu heiss, 1-2 Minuten schwenken. Die Butter über die Crêpes giessen, die Salbeiblätter darüber verteilen und im vorgeheizen Ofen ca. 10-15 Minuten backen.

Fenchel Poulet Strudel mit Minz Raita

Wer kennt und liebt ihn nicht, den Strudel? Für einmal wird er jedoch nicht mit Äpfeln gefüllt; sondern frisches Gemüse und Poulet werden in ein Nest aus knusprigem, hauchdünnem Teig gehüllt. Mit Safran, Chili und einem Hauch Orange bekommen die pikanten Strudel eine orientalische Note. 

Die kurzen Tage und kalten Temperaturen setzen dem Gemüt zu und die Wintermüdigkeit hat sich als Dauergast niedergelassen, obwohl wir mit vielversprechenden Vorsätzen und neuer Motivation ins Jahr gestartet sind. Gemüsereiche Gerichte sind die besten Helfer um zu neuer Kraft zu kommen. Sie bringen selbst an grauen Tagen Farbe auf den Teller und sind dabei wahre Seelenwärmer. 

Ergibt 4 Strudel, für 4 Portionen

Zutaten
1 Packung Strudelteig
(à 120 g, 4 Blätter)
ca. 50 g Butter

2 EL Öl
2 Pouletbrustfilets (ca. 250g insgesamt)

500 g Fenchelknolle
100 g frischer Blattspinat
1 Knoblauchzehe
1/2 Chilischote
100 ml Weisswein
1 Prise Safranfäden
1/2 Bio Orange, Schalenabrieb
3 EL Zitronensaft
120 g Mascarpone
1/2 Bund glatte Petersilie
Salz
Pfeffer

heller Sesam zum Bestreuen

Zutaten für die Minz Raita
250 g Joghurt
3 EL frische Minzblätter, gehackt
1 kleine Knoblauchzehe, gepresst
1 Messerspitze Kreuzkümmel gemahlen
Salz
Pfeffer

Die Strudel können auch gut vegetarisch zubereitet werden, dazu einfach die Pouletbrustfilets durch mehr Gemüse ersetzen.
 

 

Zubereitung der Füllung
1. Den Fenchel waschen, holzige Stellen insbesondere an den Stielen und am Strunk abschneiden. Das Fenchelgrün kann mit verwendet werden. Den Fenchel längs halbieren und den Strunk keilförmig herausschneiden, den Rest in dünne Streifen schneiden. 

2. Den Blattspinat ebenfalls waschen und abtropfen lassen. Die Chilischote von den Kernen befreien und in dünne Streifen schneiden. Die Petersilie grob hacken. 

3. Die Pouletbrustfilets unter kaltem Wasser abspülen und gut mit Haushaltspapier trocken tupfen. In einer grossen Bratpfanne das Öl erhitzen. Die Pouletbrustfilet in das heisse Öl geben und von beiden Seiten bei starker Hitze 4 Minuten anbraten. Den Herd auf mittlere Hitze zurückschalten und das Fleisch ca. 5 Minuten unter Wenden weiter braten. Das Poulet aus der Pfanne nehmen, auf einen Teller geben und zur Seite stellen. 

4. Die Pfanne erneut auf den Herd stellen, etwas Öl erhitzen und den Fenchel darin ca. 4-5 Minuten anbraten. Den Knoblauch dazu pressen, sowie die fein geschnittene Chilischote, den Spinat, die Safranfäden und den Schalenabrieb der Orange dazugeben. Vorsicht mit der Dosierung der Schärfe, allenfalls zuerst die Hälfte vom Chili verwenden und nach Bedarf mehr dazu geben. Das Gemüse mit dem Weisswein ablöschen und weiter köcheln bis dieser beinahe verdampft ist. 

5. Die Pouletbrüstchen in dünne Streifen schneiden oder zupfen und zum Gemüse in die Pfanne geben. 

6. Den Zitronensaft und den Mascarpone dazu rühren, zum Schluss die Petersilie dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Füllung etwas auskühlen lassen. 

Zubereitung der Strudel
1. Den Ofen auf 200° C vorheizen und ein Blech mit Backpapier belegen. Den Strudelteig ca. 10 Minuten vor der Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen. In einer kleinen Pfanne die Butter schmelzen. 

2. Ein sauberes Küchentuch leicht anfeuchten und auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Beim gekauften Strudelteig sind jeweils zwei Blätter des Teiges zusammen aufgerollt. Zuerst wird die eine Hälfte des Teiges verwendet und derselbe Vorgang dann mit dem zweiten Teil wiederholt. Den Teig auf dem Tuch ausfalten und durch beide Lagen längs halbieren. So erhält man 2 breite Bahnen à 2 Teigschichten. Die einzelnen Teigschichten werden dann vorsichtig auseinander gezogen und jeweils zwei Streifen im Kreuz übereinander gelegt. 

3. In der Mitte, wo sich die beiden Streifen überschneiden, den Teig sehr dünn mit der flüssigen Butter bepinseln. Jeweils einen Viertel der Füllung darauf platzieren und den restlichen Teig ohne grossen Druck nestförmig zur Mitte hin einfalten. In der Mitte dürfen die Strudelnester noch leicht geöffnet sein. Zum Schluss die Strudel sanft mit Butter bepinseln, mit Sesam bestreuen und vorsichtig auf das vorbereitete Blech geben. 

4. Im vorgeheizten Ofen etwa 20 Minuten goldbraun backen. 

Zubereitung der Minz-Raita
1. Die Hälfte des Joghurts mit der Minze, dem Knoblauch und dem Kreuzkümmel im Mixer fein pürieren. 

2. Mit dem restlichen Joghurt mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Holunderblüten Madeleines

Holunderblütensirup hat einen festen Platz in unserem Vorrat. Nicht nur als Schorle schmeckt der Sirup ausgezeichnet, er eignet sich auch ideal, um Gebäck damit zu verfeinern. Diesem klassischen Madeleine-Rezept wird dadurch eine blumig-frische Note verliehen. Die hübschen weissen Blüten sind essbar, zum Dekorieren der Madeleines also am besten ein paar Zweige mehr pflücken. 

Ergibt etwa 20 Stück, je nach Grösse der Förmchen.

Zutaten
Für den Holunderblütensirup

(Das Rezept funktioniert, wenn es schnell gehen muss, auch bestens mit gekauftem Holunderblütensirup)

12 Stück grosse Holunderblüten
0.5 l Wasser
1 unbehandelte Zitrone
12 g Zitronensäure
1/2 kg Zucker

Für die Madeleines
125 g Butter
1/2 Stück Vanilleschote
3 Eier
110 g Zucker
5 EL Holunderblütensirup
Schalenabrieb einer unbehandelten Zitrone
110 g Mehl
100 g Mandeln gemahlen
1/4 TL Backpulver

Evtl. 1 Hand voll frische Holunderblüten

Butter für die Form

Zum Servieren
Puderzucker
Holunderblüten

 

 

 

Zubereitung

Holunderblütensirup

1. Für den Sirup die Holunderblüten gut ausschütteln und von Schmutz und Insekten befreien. Blüten wenn möglich nicht waschen. Die Zitrone in Scheiben schneiden und mit den Blüten in ein Gefäss geben.

2. In einem Topf das Wasser, die Zitronensäure und den Zucker solange kochen bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat, dann den Sirup über die Blüten giessen. Die Flüssigkeit sollte alle Blüten bedecken. Das Gefäss mit einem Deckel oder Frischhaltefolie abdecken und alles 24 Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen.

3. Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder ein Tuch in einen Topf giessen, erneut aufkochen und heiss in eine saubere Flasche füllen. Verschlossen hält sich der Sirup im Kühlschrank mehrere Monate. Für unser Madeleine-Rezept wird nur eine kleine Menge Sirup gebraucht, der Rest kann als erfrischende Schorle dazu getrunken werden. 

Zubereitung Madeleines
1. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Die Butter in einem Topf auf kleiner Stufe zum Schmelzen bringen. Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, die Samen auskratzen und zur Butter geben. Den Topf vom Herd nehmen und die Butter leicht auskühlen lassen.

2. In einer Schüssel die Eier mit dem Zucker und dem Holunderblütensirup mit dem Schneebesen luftig und schaumig aufschlagen. Den Schalenabrieb der Zitrone dazu geben und das Mehl mit den gemahlenen Mandeln sowie dem Backpulver dazu sieben und verrühren, so dass ein glatter Teig entsteht. Dann die flüssige Butter unter den Teig rühren. Zugedeckt im Kühlschrank 1 Stunde ruhen lassen. 
Wer das Holunderblüten-Aroma noch verstärken will, kann dem Teig nach der Ruhezeit eine Hand voll frische Holunderblüten untermischen.

3. Die Madeleines-Förmchen mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben. Falls keine Madeleines-Förmchen vorhanden sind können auch kleine Muffins-Formen verwendet werden. 
Die Förmchen etwa 3/4 mit dem Teig füllen. Auf der mittleren Rille im vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten goldbraun backen. Einige Minuten in der Form auskühlen lassen, dann auf ein Gitter stürzen. Mit Puderzucker bestreuen und zum Servieren mit frischen Holunderblüten dekorieren.

Gua Bao

Es bedarf etwas an Geduld und Geschick, bis in diese taiwanesische Variante von Burger gebissen werden kann, doch der Aufwand lohnt sich. Wer bis anhin dachte, kein Schweinefleisch zu mögen, wird hiermit eines Besseren belehrt. Die gedämpften Brottaschen gefüllt mit dem stundenlang geschmorten, würzigen Fleisch, das wie Butter auf der Zunge vergeht, ist kurzerhand zu einem unserer Favoriten aus der Asiatischen Küche aufgestiegen. 

Ergibt 6-8 Stück

Zutaten
Für die Pickels

2 Karotten
1/2 Salatgurke
200 ml heisses Wasser
100 ml Reis-Essig*
3 EL Zucker
1 TL Salz
1 Einmachglas

Für das Pulled Pork
400 g Schulter- oder Nackenstück vom Schwein
3 EL Brat-Öl
80 ml Shaoxing-Reiswein*
4 EL dunkle Soja-Sauce
200 ml Wasser
2 Frühlingszwiebeln in grobe Stücke geschnitten
2 EL brauner Zucker
1/2 TL 5-Spice Gewürzmischung*
1/4 Zimtstange
1/2 Sternanis
1 kleines Stück Ingwer (ca. 1 cm)
1 Knoblauchzehe
1 kleine Chili-Schote, Schärfe nach Belieben 

Für die gedämpften Brötchen
Zur Zubereitung benötigt man einen Steamer *. 
300 g Weissmehl
150 ml Wasser, lauwarm
1 TL Trockenhefe
3 TL Zucker
1 EL Sonnenblumenöl
1/2 TL Salz
1/2 TL Backpulver

Zum Servieren
1 Bund Koriander, gehackt
1 Hand voll Erdnüsse gehackt

* In Asia-Shops oder beim Grossverteiler erhältlich.




 

Zubereitung
1. Die Pickels schmecken am besten, wenn sie einige Tage ziehen konnten. Am besten bereitet man sie deshalb einen Tag oder eine Woche im Voraus zu.

Die Karotten schälen und in ca. 5 cm lange Julienne schneiden. Die Salatgurke in dünne Scheiben schneiden und mit den Karotten in ein Einmachglas geben. Das heisse Wasser, den Reiswein-Essig und den Zucker vermischen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann alles über das Gemüse in das Glas geben. Mit dem Deckel luftdicht verschliessen und im Kühlschrank ziehen lassen.

2. Damit das Fleisch schön saftig und zart wird, muss es einige Stunden schmoren. Dazu das Brat-Öl in einem Topf (Gusseisentopf oder Bräter) erhitzen, das Stück vom Schwein von allen Seiten kurz goldbraun anbraten, dann die restlichen Zutaten dazugeben und alles aufkochen. Das Fleisch sollte etwa bis zur Mitte mit Flüssigkeit bedeckt sein. 

3. Den Topf mit einem Deckel verschliessen und bei geringer Hitze ca. 2 Stunden schmoren lassen. Von Zeit zu Zeit umrühren und das Fleisch wenden.

4. Während sich in der Küche bereits ein leckerer Duft aus dem Schmortopf verbreitet, können die Brötchen zubereitet werden. Das Mehl mit dem Salz und dem Backpulver in einer Schüssel vermengen. Die Hefe im lauwarmen Wasser mit dem Zucker auflösen lassen. Die Flüssigkeit mit dem Öl zum Mehl geben und von Hand oder mit einer Knetmaschine etwa 5-10 Minuten zu einem homogenen, elastischen Teig kneten. Der Teig darf nicht kleben, ansonsten etwas mehr Mehl dazugeben. 

5. Eine Schüssel mit Öl einfetten und den Teig darin etwa eine Stunde um das Doppelte aufgehen lassen. Dann auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen, in 8 gleich grosse Kugeln formen, mit wenig Öl bestreichen, auf ein Blech geben, mit einem Küchentuch abdecken und erneut eine halbe Stunde aufgehen lassen. 

6. In der Zwischenzeit das Backpapier in 8 quadratische Stücke (etwa 8cm x 8cm) schneiden. Die Teig-Kugeln nach der Gehzeit oval, etwa 2 cm dick, ausrollen. Ein Essstäbchen einölen, in die Mitte des Ovals legen und den Teig in der Hälfte darüber falten. Dann das Stäbchen entfernen. Den Teig je auf ein Stück Backpapier legen und erneut zugedeckt eine halbe Stunde aufgehen lassen. 

7. Die Brötchen werden nicht im Ofen gebacken, sondern im Steamer gegart. Wir verwenden dazu einen Bambus Steamer, den es in grösseren Asia-Shops zu kaufen gibt. Zum Steamen in einer grossen, flachen Pfanne Wasser zum Kochen bringen. Den Steamer in die Pfanne stellen, je nach Platz 2-3 Brötchen mit dem Backpapier in den Steamer geben, den Deckel schliessen und etwa 10 Minuten garen. Der Boden der Pfanne muss immer mit Wasser bedeckt sein, damit genügend Dampf entstehen kann.

8. Unterdessen hat sich auch im Schmortopf einiges getan. Damit eine perfekte Sauce entsteht, das Fleisch aus dem Topf nehmen, grosse Gewürz-Stücke (Zimt/Sternanis) aus dem Sud nehmen und den Rest mit dem Pürierstab kurz mixen. Falls das Fleisch nicht schon von selbst auseinander fällt, kann es mit Hilfe von Gabel und Messer etwas auseinander gezupft und dann zurück in die Sauce gegeben werden. 

9. Die Brötchen in der Mitte bis zum Falt auseinander klappen, mit den eingelegten Karotten und Gurken belegen, das Fleisch darüber geben und zum Servieren mit Koriander und gehackten Erdnüssen garnieren. 

 

Spargel Quiches

Zeit ist manchmal rares Gut. Für ein frisches Abendessen muss man nicht zwingend lange in der Küche stehen. Diese hübschen Spargel-Quiches sind blitzschnell gemacht. So bleibt mehr Zeit, um die länger werdenden Abende in guter Gesellschaft auf dem Balkon zu geniessen.

Für 4-6 Portionen

Zutaten
1 Butterblätterteig, rechteckig
125 g Ricotta
125 g Mascarpone
1 Hand voll Schnittlauch
1 Hand voll glatte Petersilie
Schalen-Abrieb und Saft einer halben Zitrone
Salz
Pfeffer

1 Bund (1 kg) grüner Spargel
3 kleine Frühlingszwiebeln
4 EL Olivenöl
30 g Landrauchschinken

1 Ei verquirlt

20 g Baumnüsse gehackt
Parmesan am Stück


 

Zubereitung
1. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen, den Blätterteig in 6 Rechtecke schneiden, mit etwas Abstand dazwischen auf das Blech legen. 

2. Den Ricotta mit dem Mascarpone verrühren, die Kräuter klein hacken und mit dem Abrieb und Saft der Zitrone zur Masse geben. Alles gut vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

3. Den Spargel waschen, die letzten 2 cm abschneiden und den unteren Drittel schälen. In gleich lange Stücke, etwa 2 cm kürzer als die Teig-Rechtecke, schneiden. Dicke Spargel der Länge nach halbieren. Die Frühlingszwiebeln ebenfalls der Länge nach in Streifen schneiden. Alles in eine flache Form geben, mit dem Olivenöl beträufeln und mit etwas Salz und Pfeffer vermischen. 

4. Die Landrauchschinken-Scheiben halbieren und auf alle Teigböden verteilen. Dabei rund herum 1 cm frei lassen. Die Ricotta-Mascarpone-Masse darüberstreichen und mit dem Spargel sowie den Frühlingszwiebeln belegen. 

5. Den Teigrand mit dem verquirlten Ei bestreichen. Im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten goldbraun backen.

6. Unterdessen die gehackten Baumnüsse in einer Pfanne bei mittlerer Hitze anrösten. Den Parmesan in feine Scheiben hobeln. Beides nach dem Backen zum Servieren über die Quiche streuen.

Rhabarber Galette

Wir haben uns die Rhabarbersaison schon lange herbeigewünscht. Nun ist sie da. Zum Frühlingsbeginn schmeckt uns unser Lieblingsgemüse besonders gut. Einerseits, weil wir lange darauf warten mussten, andererseits, weil die bunten Stangen noch sehr fein und zart sind. Damit die Galette nicht nur geschmacklich, sondern auch farblich schön daherkommt, wählt man beim Einkaufen oder Ernten im Garten am besten möglichst rote Exemplare des Knöterichgewächses.

 

Ergibt eine Galette à ca. 6 Portionen

Zutaten
Für den Teig

150 g Weissmehl
50 g Dinkel-Vollkornmehl
1 Prise Salz
2 EL brauner Zucker
100 g kalte Butter
80 ml eiskaltes Wasser

Für die Vanillecrème-Füllung
2,5 dl Milch
1/2 Vanillestängel,
längs aufgeschnitten
2 EL Zucker
1/2 EL Maizena
1 Ei

Für den Belag
300 g Rhabarber
4 EL gemahlene Mandeln
3 EL Zucker
1 Ei verquirlt
 2 EL Mandelblättchen

Zum Servieren
Schlagrahm

Zubereitung
1. Für den Teig Mehl, Salz und Zucker vermischen. Die kalte Butter in kleinen Stücken dazugeben. Alles grob mit den Händen verkneten und nach und nach das Wasser hinzugeben. Den Teig zu einer Kugel formen. Mit Klarsichtfolie bedeckt im Kühlschrank eine Stunde ruhen lassen.

2. Währenddessen kann die Vanillecrème zubereitet werden. Dazu alle Zutaten in einen kleinen Topf geben. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Kurz weiterrühren, bis die Masse cremig wird. Vom Herd nehmen und einige Minuten weiterrühren. Die Crème durch ein Sieb in eine Schüssel streichen, mit Klarsichtfolie die Crème direkt bedecken und auskühlen lassen. 

3. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Den Rhabarber waschen, dickere Stangen, mit zäher, faseriger Schale, schälen. Die Stangen der Länge nach halbieren und in etwa 15-20 cm lange Stücke schneiden.

4. Den Teig mit dem Wallholz kreisförmig (ca. 30 cm Durchmesser) ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Mit den gemahlenen Mandeln bestreuen und die Vanillecrème darübergeben, dabei rund herum 5 cm vom Teig unbedeckt lassen. 

5. Die Rhabarberstücke gleichmässig auf dem Teig verteilen und mit Zucker bestreuen. Den Rand des Teigs zur Mitte hin umklappen und leicht andrücken.

6. Den umgeklappten Rand mit dem verquirlten Ei bestreichen, die Mandelblättchen darüberstreuen. Die Galette 25-30 Minuten in der Mitte des vorgeheizten Ofens goldbraun backen.

7. Die Galette am besten noch lauwarm und mit etwas Schlagrahm servieren.

Bärlauch Risotto

Wenn es im Frühling im Wald nach Knoblauch riecht, ist Bärlauchzeit. Der wilde Knoblauch kann als eine der ersten Frühlingspflanzen geerntet und auf unzählige Arten verwertet werden. Wir verleihen damit dem Risotto eine wunderbar grüne Farbe und Würze. Der Risotto eignet sich genauso gut als Hauptgericht wie auch als Beilage zu Fisch oder Fleisch. Die schönen Teller haben wir kürzlich bei fjord ergattert. Der hübsche Laden im Niederdorf lässt unser Herz für Antiquitäten und Wohnaccessoires höher schlagen. 

Für 4 Personen

Zutaten
1 Handvoll frischer Bärlauch
(ca. 60-80 g)

1 Zwiebel
50 g Butter
300 g Risotto-Reis
1 l heisse Gemüsebrühe
150 ml trockener Weisswein

50 g kalte Butter
80 g Grana Padano, gerieben
Salz
Pfeffer



 

Zubereitung
1. Den Bärlauch gründlich waschen, bis auf einige Blätter zum Servieren alles mit der Küchenmaschine oder dem Pürierstab pürieren. Falls nötig, etwas Wasser hinzugeben, zur Seite stellen. 

2. Die Zwiebel sehr fein hacken. Die Butter in einem grossen Topf zum Schmelzen bringen. Die Zwiebeln dazugeben und ca. 5 Minuten auf kleiner Stufe garen, bis sie weich und glasig wird. 

3. Die Temperatur auf mittlere Hitze erhöhen. Den Reis hinzufügen, gut umrühren, bis er mit der Butter und der Zwiebel vermengt und erhitzt ist. Nicht anbräunen lassen, sonst wird der Risotto bitter. 

4. Den Wein hinzugiessen, unter fortwährendem Umrühren einkochen und verdunsten lassen, bis er fast verschwunden ist.

5. Dann die Brühe kellenweise dazugiessen. Der Reis sollte jeweils bedeckt, aber nicht untergetaucht sein. Mit einem Löffel stetig umrühren. Wenn die Brühe fast absorbiert ist, die nächste Kelle Brühe hinzugiessen. Die Konsistenz sollte dabei immer flüssig sein, damit der Reis nicht austrocknet. 

6. Die gesamte Garzeit beträgt ungefähr 16-18 Minuten. Nach etwa der Hälfte der Garzeit das Bärlauchpüree dazugeben, gut untermischen und weiter kochen. Gegen den Schluss nur noch in kleinen Mengen Brühe hinzugiessen, damit der Risotto nicht zu flüssig wird. Der Reis ist gar, wenn er weich, jedoch in der Mitte noch bissfest ist. 

7. Den Topf vom Herd nehmen, die kalte Butter sowie den Grana Padano zum Risotto geben und kräftig unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Zum Servieren mit einigen klein geschnittenen Bärlauchblättern dekorieren und Grana Padano darüber reiben. 

Grapefruit Ingwer Thymian Prosecco

Kaffee und Saft dürfen bei keinem Brunch fehlen. Wenn es etwas festlicher sein darf, wie bei uns letzte Woche nach dem Blog Release, kann es aber durchaus etwas Spezielleres sein, um den perfekten Brunch abzurunden. Die Basis von diesem Drink ist ein einfacher Sirup, aromatisiert mit Ingwer und Thymian, dazu Grapefruitsaft und Prosecco. Erfrischend und sprudelnd, genau wie wir uns die Stimmung bei der Tischrunde wünschen.  

Drink für ca. 6 Gläser

Zutaten
Für den Ingwer Thymian Sirup
300 ml Wasser 
200 g Zucker
2 TL geriebener, frischer Ingwer
6  Zweige Thymian 

500 ml Grapefruitsaft 
1 Flasche Prosecco 

Zum Servieren
Eiswürfel
Filetierte Grapefruitschnitze 
Einige Zweige Thymian 

Zubereitung
1. Für den Sirup das Wasser und den Zucker in einem Topf zum Kochen bringen. Den Ingwer und den Thymian dazugeben und ca. 5 Minuten weiterkochen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat und der Sirup etwas dickflüssiger wird. Durch ein Sieb in eine Flasche füllen und auskühlen lassen. 

2. Den Ingwer Thymian Sirup in die Gläser verteilen. In jedes Glas einen filetierten Schnitz Grapefruit und etwas Eis geben. Zur einen Hälfte mit Grapefruitsaft zur anderen Hälfte mit Prosecco auffüllen und mit einem Thymianzweig servieren. Wer den Tag lieber alkoholfrei startet, kann den Drink mit Mineralwasser anstelle von Prosecco zubereiten.  

Osterküchlein

Die saftigen Küchlein haben in der Schweiz zu Ostern genau so ihren Platz gefunden wie das Osterneste Suchen und Eier Färben. Der Ursprung dieser oft auch etwas lieblos „Fladen" genannten Gebäckstücke geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Viel war dazumal im Frühling nicht mehr übrig an Vorräten. Deshalb wurde auf einfache, gut lagerbare Zutaten wie Reis oder Griess zurückgegriffen. Wir verwenden zusätzlich einen Hauch Aprikosenkonfitüre und Bittermandel-Aroma.  

Ergibt eine grosse Tarteform von 28 cm oder ca. 8 kleine Förmchen

Zutaten
Für den Mürbeteig
200 g Weissmehl
1 Prise Salz
1 Abrieb einer Zitrone
100 g Butter, kalt
4 EL Zucker
2 Tropfen Bittermandel-Aroma
1 Ei 

Für die Füllung
225 ml Milch
1 Prise Salz
3 EL Weizengriess
1 Zitrone, Abrieb und Saft
25 g Butter
2 EL Honig
1/2 TL Vanille-Extrakt
3 EL Rum
4 EL geschälte, gemahlene Mandeln
3 Eigelb
3 Eiweiss
200 g Aprikosenmarmelade

Zum Servieren
Puderzucker


 

Zubereitung
1. Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und in die Schüssel mit Mehl und Salz geben. Alles zwischen den Händen verreiben.

2. Wenn keine Butterklümpchen mehr vorhanden sind, den Abrieb der Zitrone, den Zucker, das Bittermandel Aroma und das Ei dazugeben und unterkneten. Den Teig aus der Schüssel nehmen, auf der Arbeitsfläche von Hand gut kneten bis ein geschmeidiger, homogener Teig entsteht. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dick ausrollen und eine mit Butter gefettete Tarteform von 28 cm Durchmesser oder mehrere kleine Förmchen mit dem Teig auskleiden. Den Teig an den Rändern gut andrücken und mit einem Messer der Kante nach schneiden, um überstehenden Teig zu entfernen. Mit Folie bedeckt mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. 

3. Unterdessen kann die Füllung vorbereitet werden. Dazu das Eiweiss zu Schnee schlagen und zur Seite stellen. Den Ofen auf 200° C vorheizen. 

4. In einem Topf die Milch mit einer Prise Salz aufkochen. Das Griess beigeben und auf kleiner Stufe unter ständigem Rühren ca. 10 Minuten kochen. 

5. Den Topf vom Herd nehmen. Abrieb und Saft der Zitrone, Butter, Honig, Vanille-Extrakt, Rum und die Mandeln dazugeben, alles gut verrühren und die Masse etwas auskühlen lassen, dann das Eigelb dazumischen. Die Masse darf nicht zu heiss sein, sonst gerinnt das Ei. 

6. Zum Schluss vorsichtig das Eiweiss unterheben. 

7. Die vorbereiteten Förmchen aus dem Kühlschrank nehmen. Den Teigboden mit Aprikosenmarmelade bestreichen und mit der Griesmasse bis leicht unter den Rand auffüllen. 

8. Im vorgeheizten Ofen ca. 10-15 Minuten goldgelb backen. In den Förmchen auskühlen lassen, mit einem Messer vorsichtig aus den Förmchen lösen und zum Servieren mit Puderzucker bestreuen.