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Crostini mit Ziegenkäse, gerösteten Trauben und Kakaonibs

Der Spätsommer bereichert unseren Früchtekorb bereits mit den ersten reifen Trauben. Wir integrieren diese gerne in unsere Gerichte, zum Beispiel als süsse Abwechslung im Salat oder um herzhaften Speisen das gewisse Etwas zu verleihen.

Trauben und Käse ist eine alt bewährte Kombination welche nie verleidet. Besonders überzeugend kommt das Pairing in Form von Crostini zur Geltung. Die feinen, kleinen Häppchen sind schnell gemacht und für einen extravaganten Touch, werden sie zum Servieren mit Kakaonibs oder gerösteten Nüssen bestreut.

Zutaten
2 Zweige rote Trauben
3 EL Olivenöl
einige Zweige frischer Thymian
1 EL Honig
200 g Ziegenfrischkäse
Salz
Pfeffer
1 Baguette
2 EL Olivenöl

Zum Servieren
2 EL Kakaonibs oder geröstete Baumnüsse

Zubereitung
1. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Trauben auf einem Blech oder in einer ofenfesten Form verteilen.*
Mit Olivenöl und Honig beträufeln und mit den Thymianzweigen bestreuen. Im vorgeheizten Backofen ca. 15-20 Minuten rösten.

2. Unterdessen das Brot in Scheiben schneiden. Diese beidseitig mit Olivenöl bestreichen und in der Pfanne oder im Ofen antoasten. Den Ziegenfrischkäse auf die gerösteten Baguettescheiben streichen. Mit den warmen Trauben und deren Saft garnieren und zum Servieren mit Salz, Pfeffer und Kakaonibs bestreuen.

* Besonders hübsch sieht es aus, wenn die Trauben am Zweig geröstet werden. Zum Essen ist es jedoch einfacher, wenn sie vor dem Rösten abgezupft werden.

Marmor Teller von STONEMADE | www.stonemade.com

Glace-Cookie-Sandwich

Wir lieben Glace und wir lieben Cookies. Aber noch besser ist beides in Kombination. Deshalb haben wir dieses Rezept für eine “süsse Bombe” mit selbst gemachtem Chriesi-Glace kreiert.

Die Herstellung von Glace ist ohne Glacemaschine kein leichtes Unterfangen. Wer trotzdem nicht auf die süssen Sandwiches verzichten will, kann auf Glace aus der Lieblingsgelateria zurückgreifen und kommt so zum zeitsparenden Genuss.

für ca. 4-6 Sandwiches

Zutaten Cookies
200 g dunkle Schokolade
125 Butter
130 g Rohzucker
2 Eier (L)
3 EL Kakaopulver
160 g Buchweizenmehl
1 TL Backpulver
50 g dunkle Schokolade, grob gehackt
1/2 TL Salzflocken

Zutaten Chriesi-Glace

Das Glace wird am besten, wenn man mit einem Thermometer sowie einer Glacemaschine arbeitet.

400 g Chriesi, entsteint
3 EL Bourbon Whisky oder Amaretto
2 EL Zucker

1 Vanilleschote
375 ml Vollmilch
250 ml Doppelrahm
1 Prise Salz
3 grosse Eigelb
110 g Zucker

Zubereitung Cookies
1. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und ein Blech mit Backpapier belegen.

2. Die Schokolade in Stücke brechen und mit der Butter in eine Pfanne geben. Bei schwacher Hitze schmelzen. Gelegentlich umrühren bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Von der Hitze nehmen und etwas abkühlen lassen.

3. Den Zucker und die Eier in eine Schüssel geben. Mit dem Handmixer ca. 5 Minuten schaumig rühren. Die Schokoladen-Butter-Masse zugeben und alles zu einer homogenen Masse verrühren.

4. Das Kakaopulver mit dem Mehl und dem Backpulver vermengen. Mit einem Gummischaber unter die feuchten Zutaten heben bis alles gut vermengt ist. Mit Hilfe von zwei Esslöffeln oder einem Glace-Portionierer runde Häufchen auf das Backblech geben. Reichlich Abstand lassen zwischen den Cookies, da diese beim Backen auseinander gehen. Mit Schokoladestückchen und Salzflocken bestreuen und ca. 10 - 12 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.

Zubereitung Chriesi-Glace
Die Basis für das Glace wird am besten am Vortag zubereitet, damit die Crème über Nacht vollständig auskühlen kann.

1. Die Chriesi grob hacken. Mit dem Bourbon oder Amaretto sowie dem Zucker in eine Pfanne geben und zum Kochen bringen. Bei schwacher Hitze köcheln lassen bis die Flüssigkeit eingedickt ist. Die Früchte in eine Schüssel geben und komplett auskühlen lassen.

2. Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden. Das Mark auskratzen. Beides mit der Milch, dem Rahm und dem Salz in eine Pfanne geben. Auf mittlerer Stufe erhitzen bis die Flüssigkeit heiss ist aber nicht kocht. Regelmässig umrühren.

3. Die Eigelb mit dem Zucker in einer Schüssel verrühren. Die warme Flüssigkeit zugeben und alles vermengen und die Masse zurück in die Pfanne geben. Unter stetigem Rühren bei schwacher Hitze erwärmen bis das Thermometer 80 Grad anzeigt. Die Pfanne vom Herd nehmen. Die Masse mit der Vanilleschote in eine Schüssel geben und auskühlen lassen. Am besten bis zur weiteren Verwendung über Nacht in den Kühlschrank stellen.

4. Die Crème durch ein Sieb in eine Schüssel streichen. Die Vanilleschote entfernen. Mit einem Stabmixer kurz aufschlagen und die Masse in die Glacémaschine geben. Je nach Maschine ca. 20-25 Minuten gefrieren lassen bis ungefähr die Konsistenz von Schlagrahm erreicht ist.

5. Mit einem Gummischaber die Kirschen unter das Glace heben bis eine schöne Marmorierung entsteht. Das Glace in ein Gefäss streichen und bis zum Servieren zugedeckt in das Gefrierfach geben um vollständig gefrieren zu lassen.

Zubereitung Glace-Sandwich
1. Das Glace einige Minuten vor dem Servieren aus dem Gefrierer nehmen. Jeweils zwei Cookies von ungefähr identischer Grösse mit der Unterseite nach oben bereit legen. Eine Kugel Glace auf eine Hälfte platzieren und mit dem zweiten Cookie bedecken.

Jerk Chicken Tacos mit Kokosreis und Mais-Salsa

Eine warme Tortilla, Kokosreis, Poulet, Mais Salsa, Zwiebeln und ein Spritzer Limettensaft machen diese Tacos zum perfekten Spätsommergericht. Das Fleisch wird über Nacht mariniert, nur so erhält es sein charakteristisches Aroma: knusprig, saftig, süss und pikant zugleich. Die einzelnen Komponenten können bequem im Voraus zubereitet werden, sodass jede und jeder seinen Taco ganz nach eigenem Geschmack füllen kann. Einer gelungenen Tacoparty steht somit nichts mehr im Wege. 

für 4 Portionen

Zutaten Jerk Chicken
4 Poulet Brüstchen

für die Marinade: 
2 Knoblauchzehen
2 EL brauner Zucker
1 EL Ingwer, frisch gerieben
1/2 EL Thymianblättchen
1 EL Olivenöl
1/2 TL Piment, gemahlen
1 Chilischote
1/4 TL Zimt
1 Prise Muskatnuss
2 Frühlingszwiebeln, fein gehackt
50 ml Orangensaft
50 ml Soyasauce
4 EL Limettensaft

Zutaten Kokosreis
300g Basmatireis
250 ml Kokosmilch
200 ml Wasser
Salz
1/2 Limette, nur Schalenabrieb

Zutaten Mais-Salsa
2 grillierte oder gedämpfte Maiskolben
1/2 Salatgurke
5-6 grüne Jalapeños
3 EL Limettensaft
4 EL Olivenöl
Salz

Zum Servieren
8-12 mini Tortillas
1 Bund Koriander
1 Rote Zwiebel, in Streifen geschnitten oder kurz gepickelt (siehe Tipp unter Zubereitung) 
Limettenschnitze

Vorbereitung Marinade (am Vortag)
1. Für die Marinade alle Zutaten in den Mixer geben und zu einer feinen Masse pürieren. Das Poulet mit der Marinade vermengen und abgedeckt im Kühlschrank, wenn möglich über Nacht oder mindestens 2-3 Stunden, marinieren lassen. 

Zubereitung Kokosreis
2. Den Reis unter kaltem Wasser abspülen, bis das Wasser klar ist. Gut abtropfen lassen.

3. Die Kokosmilch mit dem Wasser in einer Pfanne erhitzen. Leicht salzen und den Reis dazugeben. Aufkochen, dann die Hitze stark reduzieren und den Reis zugedeckt auf kleinster Stufe für 15–20 Minuten quellen lassen. Sobald die Flüssigkeit aufgesogen ist, die Pfanne vom Herd nehmen. Den Schalenabrieb der Limette unterheben und den Reis für weitere 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen. 

Zubereitung Mais-Salsa
4. Die Maiskerne vom Kolben schneiden, auseinander lösen und in eine Schüssel geben. Die Gurke mit einem Löffel entkernen und in sehr feine Würfel schneiden. Die Jalapeños ebenfalls entkernen und fein hacken. Beides zum Mais geben und alles mit dem Limettensaft sowie dem Olivenöl verrühren. Mit Salz abschmecken. 

Zubereitung Poulet
5. Das marinierte Poulet aus dem Kühlschrank nehmen. Die Marinade etwas abtupfen. Das Poulet in der heissen Bratpfanne in wenig Öl oder auf dem Grill braten bis es goldbraun und vollständig durchgebraten ist.

6. Die Tortilla-Fladen auf dem Grill oder in der Bratpfanne erwärmen. Zum Servieren das Fleisch mit Hilfe einer Gabel in der Richtung der Fasern auseinander zupfen. Die Teigfladen nach Belieben mit Reis, Poulet, Mais-Salsa, Koriander und Zwiebelringen belegen. 

Tipp für schnelle Zwiebel-Pickles: 60 ml Apfel- oder Weissweinessig mit 2 EL Zucker, 1/2 TL Salz und 120 ml Wasser verrühren. Die Zwiebel in Streifen schneiden, zugeben und bis zum Servieren ziehen lassen.

Mangold Ricotta Tarte

Diesem farbenprächtigen Anblick am Markt konnten wir unmöglich widerstehen und mussten den Mangold sofort mitnehmen. Das Blattgemüse ist eng mit der Rande verwandt. Der erdige Geschmack ist beim rohen Kraut ziemlich intensiv, beim Kochen lässt er jedoch etwas nach und harmonisiert besonders gut mit der leichten Säure von Zitrone im Ricotta. Damit die Farbe beim Backen nicht verloren geht, blanchieren wir den Mangold kurz, bevor die Tarte in den Ofen kommt.


für 4 Personen

Zutaten
6-8 Mangoldblätter,
möglichst verschiedenfarbig

1 Butterblätterteig, rechteckig ausgewallt

1/2 Bund Basilikum
200 g Ricotta
3 EL Parmesan, gerieben
1 grosses Ei
1/2 Zitrone, Schalenabrieb und Saft
Salz
Pfeffer

wenig Olivenöl

1. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Den Mangold gründlich waschen und am Stielende ca. 1cm abschneiden. In einer grossen Pfanne Wasser zum Kochen bringen. Die ganzen Mangoldblätter mitsamt dem Stiel ca. 2 Minuten blanchieren, abtropfen lassen und auf einem Küchentuch zum Trocknen auslegen. 

2. Den Blätterteig auf einem Blech ausrollen. Den Teig im vorgeheizten Backofen ca. 10 Minuten vorbacken bis er aufgeht und goldgelb ist. 

3. Unterdessen den Basilikum fein hacken. Mit dem Ricotta, Parmesan, Ei, Zitronenabrieb und Saft in eine Schüssel geben, alles verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Mangold etwas kürzer als die Länge des Blätterteigs zuschneiden. 

4. Die Ricotta-Masse auf dem vorgebackenen Blätterteig ausstreichen, einen Rand von ca. 1 cm frei lassen. Die Mangoldblätter dicht nebeneinander auf den Teig legen. Mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Tarte erneut für ca. 10 Minuten in den Ofen geben zum Fertigbacken.

Sommer, s2017Nom NomComment
Gurken Pfirsich Salat mit Halloumi

Die doppelfrische Kombination aus Gurke und Pfirsich ist genau das Richtige für einen erfrischenden Sommersalat. Mit dem zyprischen Käse Halloumi als mediterrane Komponente, wird das leichte Gericht zum formidablen Znacht bei kleinem Hunger. Die Kräuter-Vinaigrette, verfeinert mit Dill und Basilikum, rundet das schmackhafte Ensemble perfekt ab. Auf dem Markt findet man zur Zeit Dillkraut mit den hübschen gelben Dolden. Über den Salat gestreut, machen sich die filigranen Blüten besonders gut.

für 4 Personen

Zutaten Salat
500 g Gurke (Nostrano oder Cornichon)
2 Nektarinen
400 g Halloumi
100 g Ruccola, gewaschen

Zutaten Vinaigrette
3 EL Rotweinessig
6 EL Olivenöl
einige Blätter Basilikum,
fein gehackt
einige Zweige Dillkraut*,
fein gehackt
Salz
Pfeffer

Zum Garnieren
einige Dillkraut-Blüten*

*Dillkraut mit Blüten ist erhältlich auf dem Markt, als Alternative normalen Dill verwenden

Zubereitung
1. Die Gurken waschen, je nach Sorte schälen und mit dem Sparschäler oder einem Gemüsehobel in dünne Streifen schneiden. Die Nektarinen entkernen und in Schnitze schneiden, mit den Gurkenstreifen vermengen. 

2. Den Halloumi in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden auf dem Grill oder in der Grillpfanne auf beiden Seiten goldbraun anbraten. 

3. Für die Vinaigrette den Rotweinessig mit dem Olivenöl sowie dem fein gehacktem Basilikum und Dill verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Gurken und Nektarinen auf den Tellern anrichten, der Grillierte Halloumi darüber legen und mit Ruccola und Dillkraut-Blüten garnieren. Zum Servieren die Vinaigrette über den Salat träufeln.

Port Tonic

Rezept: Gastbeitrag von Patrizia Hofer

Dem Bockshornklee werden alle möglichen gesundheitsfördernden Wirkungen nachgesagt. Ob hustenlindernd, entzündungshemmend, fiebersenkend oder Libido erhöhend, die ockerfarbenen Samen werden als Multitalent nicht nur medizinisch sondern auch kulinarisch eingesetzt. Durch den Bockshornkleesirup gewinnt der Port Tonic an Tiefe und Komplexität. Der erfrischende Drink ist ein wunderbarer Kandidat für die warmen Sommerabende. 

Zutaten Bockshornkleesirup
30 g Bockshornklee, im Mörser zerstossen
0.5 TL Kreuzkümmel
0.5 TL Fenchelsamen
1,5 dl Wasser
100 g Zucker

Zutaten Port Tonic
ergibt 4 Drinks

1.6 dl Weisser Portwein
4 cl Bockshornkleesirup
8 cl Mineralwasser mit Kohlensäure
8 cl Tonicwater
Saft einer halben Zitrone

Zum Servieren
Eiswürfel
essbare Blüten (z.B. wilder Salbei)
Zitronenzeste

 

Zubereitung
1. Bockshornklee, Kreuzkümmel und Fenchelsamen bei kleiner Hitze rösten, bis die Mischung zu duften beginnt. Wasser und Zucker beigeben und unter ständigem rühren zum kochen bringen. Sirup 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und auskühlen lassen.

2. Für den Port Tonic alle Zutaten in einen Krug geben. Eiswürfel in die Gläser geben und mit dem Port Tonic auffüllen. Als Garnitur kann eine Zitronenzeste sowie essbare Blüten ins Glas gegeben werden.

Tipp: Der Sirup kann im Voraus zubereitet und im Kühlschrank bis zu zwei Wochen aufbewahrt werden.

Köfte an Joghurt-Tahini-Sauce

Die jüdisch-arabische Variante der Hacktätschli wird aus Lammfleisch oder einer Mischung aus Lamm- und Rindshackfleisch hergestellt. Dieses wird mit Gewürzen und Sesampaste veredelt. Am besten ist das Ergebnis, wenn das Fleisch frisch vor der Zubereitung durch den Fleischwolf gedreht wird. Die Köfte können mit der Joghurt-Tahini-Sauce als Mezze serviert, oder mit weiteren Zutaten im Fladenbrot zu einem Wrap gerollt werden. Saure Pickles wie unsere pinken Rettich-Pickels passen besonders gut zum währschaften Fleisch.

für 4 Personen

Zutaten
400 g Lammhackfleisch (Schulter)
400 g Kalbs- oder Rindshackfleisch
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
einige Minzeblätter
Abrieb und Saft einer halben Zitrone
2 EL Tahini
3 EL Sesamsamen
Pfeffer
Salz
frisch geriebene Muskatnuss
1 Prise Zimt

Sonnenblumenöl zum Anbraten 

Joghurt-Tahini-Sauce
150 g griechisches Nature-Joghurt
1 kleine Knoblauchzehe
2 EL Zitronensaft
4 EL Tahini
1 EL Olivenöl

Zum Servieren
4-8 Fladenbrote
Paprika oder Sumach
200 g frischer Blattspinat
einige Minzeblätter
Rettich-Pickles
 

Zubereitung
1. Die Zwiebel, den Knoblauch sowie die Minze sehr fein hacken. Alles mit dem Hackfleisch in eine Schüssel geben. Den Zitronenabrieb und Saft, das Tahini sowie die Sesam-Samen zugeben, mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Zimt würzen. Zu einer einheitlichen Masse vermengen. 

2. Den Backofen auf 180° C vorheizen. Aus der Masse mit den Händen ca. 6 cm lange Röllchen formen, gut zusammen drücken, damit sie beim Braten nicht auseinanderfallen. 

3. In einer Bratpfanne reichlich Sonnenblumenöl erhitzen. Die Köfte portionenweise im heissen Öl rundherum ca. 6 Minuten anbraten. In eine Auflaufform geben und im vorgeheizten Ofen ca. 5 Minuten fertig garen. 

4. Für die Joghurtsauce den Knoblauch zum Joghurt pressen. Restliche Zutaten zugeben und alles verrühren. 

5. Zum Servieren Fladenbrot mit Joghurtsauce bestreichen. Nach Wunsch mit Paprika oder Sumach bestreuen. Mit Blattspinat, Minze, Rettich-Pickles und Köfte belegen und im Fladenbrot einrollen.

Pink Pickles

Mit einem Vorrat an Pickles, ist man jederzeit vorbereitet um einem einfachen Gericht mehr Pfiff zu verleihen. Durch die Zugabe von Randen färbt sich der Rettich intensiv Pink. Ob zum Salat, Fisch oder Fleisch – mit diesen leuchtenden Farbtupfer setzt man nicht nur optisch Akzente.  

ergibt 1.5-2 Liter
1-2 grosse Einmachgläser (sterilisiert)

Zutaten
2 weisse Rettiche (ca. 1 Kg)
1 kleine Rande
2 Lorbeerblätter
6-8 Pfefferkörner
300 ml Weissweinessig
4 EL Zucker
1 TL Salz
750 ml Wasser 

Zubereitung
1. Den Rettich und die Rande schälen, beides in Scheiben oder Schnitze schneiden. Das Gemüse gleichmässig auf die Gläser verteilen. Pro Glas ein Lorbeerblatt und einige Pfefferkörner zugeben. 

2. Den Weissweinessig mit dem Zucker, dem Salz und dem Wasser in eine Pfanne geben. Aufkochen bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Die Flüssigkeit über das Gemüse giessen, es sollte vollständig mit dem Sud bedeckt sein. 

3. Die Gläser verschliessen und einige Minuten auf den Kopf stellen. Vor dem Servieren mindestens 2 Tage ziehen lassen. Im verschlossenen Glas, halten sich die Pickles mehrere Wochen frisch. Nach dem Öffnen kühl lagern. 

Pochierte Birnen

Nach einem schweren Festessen ist ein fruchtiges Dessert genau das Richtige. Pochierte Birnen werden aromatisiert mit süssem Wein und Vanille zur köstlichen Versuchung und runden jedes Menu perfekt ab. 

Durch das Pochieren wird das Fruchtfleisch der Birnen goldig glänzend, fast transparent und besonders zart. Für die Zubereitungsart eignen sich süsse Dessertweine am besten. Serviert mit Schlagrahm, Joghurt oder Glacé werden die Birnen zu einem winterlichen Dessert-Traum. Geröstete Nüsse verleihen dem Ganzen zusätzliche Raffinesse. 

für 4 Personen

Zutaten
4 Birnen, z. B. Conférence
1 Vanilleschote
3,5 dl Dessertwein, z. B. Sauternes* 
1 dl Wasser
Saft einer halben Zitrone
200 g Zucker

* Für eine alkoholfreie Variante kann als Alternative zum Wein 3,5 dl Chai Tee zum Pochieren verwendet werden. 

Zum Servieren
Griechisches Joghurt, Schlagrahm oder Glacé
Nüsse gehackt und angeröstet

Zubereitung
1. Die Vanilleschote der Länge nach halbieren und mit dem Wein, dem Wasser, dem Zitronensaft sowie dem Zucker in eine Pfanne geben. Unter gelegentlichem Rühren aufkochen bis sich der Zucker aufgelöst hat. 

2. Die Birnen schälen, wobei der Stiel dran gelassen wird. Die Früchte längs halbieren und schnell in die Pfanne geben, damit sie nicht braun anlaufen. Zugedeckt bei kleiner Hitze ca. 20–30 Minuten pochieren, bis die Birnen zart sind. Die Früchte von Zeit zu Zeit wenden, damit sie vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sind. 

3. Die Birnen aus der Flüssigkeit heben und zur Seite stellen. Die Hitze erhöhen und den Sud zu einem Sirup einkochen lassen. Den Sirup über die Birnen giessen und bis zum Servieren kühl stellen. Mit Joghurt, Schlagrahm oder Glacé anrichten und zum Servieren mit gerösteten Nüssen bestreuen. 

Tipp: Um den Birnen ein weihnächtliches Aroma zu verleihen, können dem Sud nach Belieben Gewürze wie Zimtstangen, Kardamomkapseln oder Sternanis beigegeben werden.

Blumenkohlsalat mit Kurkuma und Granatapfel

Dieser Blumenkohl kommt heiss vom Blech und wird für den orientalisch angehauchten Salat mit Olivenöl, Kurkuma und Zimt mariniert. Granatapfelkerne und Petersilie verleihen dem Gericht eine zusätzlichen Frische. 

Der warme Salat ist ein harmonischer Begleiter für Fleisch und Fischgerichte oder kann als vegetarisches Gericht mit Joghurt und Fladenbrot serviert werden. Ein farbenfrohes Highlight auf dem Teller, welches selbst an grauen Herbsttagen die Sonne auf den Teller bringt.

als Beilage oder kleine Mahlzeit für 4 Personen

Zutaten
1 grosser Blumenkohl (ca. 900 g – 1 kg)
2 rote Zwiebeln

1 EL Honig
3 EL Zitronensaft
8 EL Olivenöl
1 1/2 EL Kurkuma
1/4 TL Kreuzkümmel
1 Prise Zimt
Salz
Pfeffer

1 Bund Petersilie
1 Granatapfel

Zum Servieren
4 EL gehackte Mandeln, angeröstet
Zitronenschnitze

Nach Belieben mit Naturjoghurt und Fladenbrot Servieren.

Zubereitung
1. Den Backofen auf 180° C vorheizen. Den Blumenkohl rüsten und in Röschen teilen. Die Zwiebeln in Spalten schneiden. In einer Schüssel Honig, Zitronensaft, Olivenöl, Kurkuma, Kreuzkümmel und Zimt verrühren. Den Blumenkohl sowie die Zwiebeln dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles vermengen.

2. Ein Blech mit Backpapier auslegen, das Gemüse darauf verteilen. Im vorgeheizten Backofen 15 – 20 Minuten goldbraun rösten. Unterdessen die Petersilie grob hacken und den Granatapfel entkernen.

3. Den gerösteten Blumenkohl etwas auskühlen lassen. Mit der Petersilie und dem Granatapfel in eine Schüssel geben, alles vermengen. Zum Servieren mit den gerösteten Mandeln bestreuen und nach Belieben mit Naturjoghurt und Fladenbrot servieren.

Glasnudelsalat mit Sesamtofu und Kokosmilch

Dieser Glasnudelsalat ist vor allem im Sommer erfrischend leicht. Eine Sauce aus Kokosmilch und Limettensaft verhilft dem farbenfrohen Gericht zu besonderer Raffinesse. Das Topping aus gerösteten Erdnüssen und Chili sorgt für eine feurige Schärfe. 

Als Grillbeilage wird die exotische Variante vom Pasta-Salat garantiert zum Renner. Die Tofuwürfel können für die Zubereitung auf dem Grill auch auf kleine Holzspiesse gesteckt werden. Ein vielfältiges und erfrischendes Sommerrezept mit asiatischer Note.

Zutaten Sesam-Tofu
400 g Tofu
4 EL Erdnussöl
1/2 TL Sesamöl
1 Knoblauchzehe
Salz
Pfeffer
2 EL helle Sesamsamen

Zutaten Glasnudelsalat
300 g Glasnudeln

100 g Babymaiskolben
1 kleine Zucchetti
5 Thai-Auberginen oder 1 normale Aubergine
1 Peperoni
2 Frühlingszwiebeln
2 EL Erdnussöl

500 ml Kokosmilch
Saft einer Limette
1/2 EL Sesamöl
Salz
einige Blätter Thai-Basilikum

Zum Servieren
Chilli, gehackt
Erdnüsse, gehackt und geröstet

Zubereitung
1. Den Tofu in ca. 1 cm grosse Würfel schneiden. Das Erdnussöl mit dem Sesamöl verrühren und den Knoblauch dazu pressen. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Marinade mit den Tofuwürfeln vermengen.

2. Die Glasnudeln in eine Schüssel geben und mit ca. 1 Liter kochendem Wasser übergiessen, sodass alle Nudeln bedeckt sind. Je nach Dicke der Nudeln (Anleitung auf der Verpackung beachten) 3-10 Minuten ziehen lassen. Sofort kalt abschrecken, abtropfen und in eine Schüssel geben.

3. Die Babymaiskolben ca. 2 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren.

4. Die Zucchetti, Auberginen, Peperoni und Frühlingszwiebeln in feine Streifen schneiden. Das Erdnussöl in einer Bratpfanne erhitzen, das Gemüse dazu geben und einige Minuten anbraten.

5. Für die Sauce in einer grossen Pfanne die Kokosmilch erwärmen jedoch nicht kochen. Das Sesamöl sowie den Zitronensaft und die Thai-Basilikum Blätter grob hacken und dazu geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Glasnudeln und das Gemüse dazugeben und alles vermengen. Zum Auskühlen zurück in die Schüssel geben.

6. Etwas Öl in einer Bratpfanne erhitzen die Tofuwürfel einige Minuten goldgelb anbraten. Zum Schluss den Sesam in die Pfanne geben, die Tofuwürfel darin wenden und etwa 1 Minute weiter braten. Den Salat zum Servieren mit den Tofu-Würfeln garnieren und mit gerösteten Erdnüssen und Chili bestreuen.

Cold Brewed Coffee mit Haselnussmilch

Cold Brewed Coffee ist neuerdings neben Espresso, Cappuccino und Macchiato auf den Kreidetafeln vieler Cafés zu finden. Damit ist nicht etwa herkömmlicher Eiskaffee gemeint. Das koffeinhaltige Erfrischungsgetränk wird kalt gebraut und wird so zum besonderen Muntermacher für Kaffeegeniesser.

Das Cold Brew Verfahren braucht mehr Zeit als die herkömmliche Heisswasserzubereitung, lässt sich aber mit einer einfachen Frenchpress zu Hause zubereiten. Das Beste daran: Der Kaffee kann auch in grösseren Mengen vorbereitet werden und hält sich im Kühlschrank einige Tage. So hat man jederzeit die Basis für einen perfekten Eiskaffee griffbereit.

Zutaten Cold Brewed Coffee
French Press (für ca. 850 ml)

80 g Kaffeepulver aus heller Röstung (mittelgrob gemahlen)
500 ml kaltes Wasser


Zutaten Haselnussmilch
ergibt ca. 1 l Haselnussmilch

leistungsstarker Mixer
1 Mulltuch oder sehr feines Sieb
1 Trichter
1 Flasche zum Abfüllen

200 g Haselnüsse
1 l Wasser
1 Prise Salz

Zum Servieren
Eiswürfel
Ahornsirup oder Agavendicksaft (nach Wunsch zum Süssen)

Zubereitung Cold Brewed Coffee
1. Das Kaffeepulver in die French Press geben und mit dem kalten Wasser aufgiessen. Die Mischung gut durchrühren und etwa 12 Stunden ziehen lassen.

2. Mit der Presse den Satz vom gebrühten Kaffee trennen, ohne zu fest zu pressen. Den Kaffee sofort konsumieren oder in eine sterile Flasche abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Zubereitung Haselnussmilch
1. Die Haselnüsse im Backofen bei ca. 180 °C ca. 5 Minuten rösten, damit sich die Haut der Nüsse löst. Die Nüsse in ein Küchentuch packen und gegeneinander reiben, um die braune Haut zu entfernen. Die Nüsse können auch mit der Schale verwendet werden, aber geschält wird die Milch weisser.

2. Die gerösteten Haselnüsse einige Stunden, am besten über Nacht in Wasser einweichen. Anschliessend das Einweichwasser abschütten. Die Nüsse mit ca. 1 l frischem Wasser in einen Mixer geben. Auf hoher Stufe mixen bis nur noch sehr feine Nussstückchen übrig sind und eine weisse, milchige Flüssigkeit entsteht.

3. Die Flüssigkeit durch das Mulltuch abseihen, die Nussreste ausdrücken, damit die gesamte Flüssigkeit entweicht. Die Milch hält sich, in eine sterilisierte Flasche abgefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt, 3-5 Tage frisch.

Tipp: Die Nussreste, die beim Abseihen übrig bleiben, können getrocknet werden und zum Backen oder als Zugabe im Müesli verwendet werden.

Zubereitung Cold Brewed Coffee mit Haselnussmilch
1. Einige Eiswürfel in ein Glas geben. Den Cold Brewed Coffee über die Eiswürfel giessen und mit der Haselnussmilch auffüllen. Nach Wunsch mit Ahornsirup oder Agavendicksaft süssen.

Kirschen Galettes

Die Vielfalt an Früchten und Beeren ist mitunter das Beste am Sommer. Mit diesen Galettes kann saisonales Obst schnell in Form einer süssen Versuchung auf den Tisch gebracht werden. Unsere Sommer-Favoriten dafür sind Kirschen. Die rot-violetten Früchte machen sich auf einer Ricotta-Füllung und verpackt in einen knusprigen Mürbeteig besonders gut.

Kirschen zu entsteinen ist etwas mühselig, aber der Aufwand lohnt sich. Für den Genuss dieser köstlichen Galettes nimmt man auch gerne die rot gefärbten Finger in Kauf. Ganz nach Geschmack kann das süsse Gebäck auch mit anderem Steinobst wie Aprikosen, Nektarinen oder Pflaumen gebacken werden. Grössere Früchte werden in Schnitze geschnitten und kreisförmig auf dem Teig ausgelegt. 

Ergibt 6-8 kleine Galettes

Zutaten für den Teig
220 g Weissmehl
80 g Dinkel-Vollkornmehl
1 Prise Salz 4 EL brauner Zucker
150 g kalte Butter
120 ml eiskaltes Wasser

Zutaten für die Füllung
150 g Ricotta
2 EL Zucker
1/2 TL Vanille-Extrakt

4 EL gemahlene Mandeln
800 g Kirschen oder anderes Steinobst, entsteint gewogen

1 Ei, verquirlt
3 EL Mandelblättchen

Zum Servieren
Puderzucker

Zubereitung
1. Für den Teig Mehl, Salz und Zucker vermischen. Die kalte Butter in kleinen Stücken dazugeben. Alles grob mit den Händen verkneten und nach und nach das Wasser hinzugeben. Den Teig zu einer Kugel formen. Mit Klarsichtfolie bedeckt im Kühlschrank eine Stunde ruhen lassen.

2. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Für die Füllung den Ricotta mit dem Zucker und dem Vanille-Extrakt verrühren. 

3. Den Teig in 6 Stücke Teilen und diese auf der bemehlten Arbeitsfläche kreisförmig ca. 3-4 mm dick ausrollen. Die Ricotta-Masse auf dem Teig ausstreichen, dabei rund herum etwa 3 cm vom Teig unbedeckt lassen. Die gemahlenen Mandeln darüber streuen und dann die Kirschen, ganz oder halbiert, auf der Füllung verteilen. Den Rand des Teigs zur Mitte hin umklappen und leicht andrücken.

4. Den umgeklappten Rand mit dem verquirlten Ei bestreichen, die Mandelblättchen darüber streuen. Die Galettes 25 Minuten in der Mitte des vorgeheizten Ofens goldbraun backen.

Sommer, SüssNom NomComment
Granola mit Mandeln und Honig

Das Frühstück gilt als wichtigste Mahlzeit des Tages. Umso wichtiger ist es, sich dafür Zeit zu nehmen, bevor man von der Hektik des Tages eingenommen wird. Das Müesli hält sich als Favorit der morgendlichen Mahlzeiten und wird mit einem selbst gemachten Knuspermix zum Fitmacher.

Wenn einem das tägliche Müesli schon etwas verleidet ist oder man noch nie die perfekte Mischung gefunden hat, sollte man unbedingt dieses Rezept ausprobieren. Ganz nach der persönlichen Vorliebe können Kerne, Nüsse und getrocknete Früchte kombiniert werden. Mit Naturejoghurt und frischen Beeren freut man sich so jeden Morgen über ein gesundes Frühstück. 

Ergibt etwa 1 kg Granola

Zutaten
500 g Vollkorn-Haferflocken, grob

200 g ganze Mandeln
100 g Sonnenblumenkerne
100 g Sesamsamen
50 g Chiasamen

80 ml Kokosnussöl
80 ml Wasser
3 EL Mandelmus
250 g Blütenhonig
1/4 TL gemahlener Zimt
1/4 TL Vanilleextrakt
1/2 TL Salz

Zum Servieren
Naturejoghurt
frische Beeren oder Früchte

Zubereitung
1. Die Haferflocken, Mandeln, Sonnenblumenkerne, Sesam- und Chiasamen in eine Schüssel geben. Den Backofen auf 150° C vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier belegen. 

2. In einer kleinen Pfanne Kokosnussöl, Wasser, Mandelmus, Honig, Zimt, Vanilleextrakt und Salz erhitzen und mit dem Schwingbesen verrühren. 

3. Die heisse Flüssigkeit mit den trockenen Zutaten vermengen und alles gut vermischen. Die Masse auf die vorbereiteten Bleche verteilen, im 150° C heissen Ofen etwa eine Stunde rösten und die Mischung während dem Backen gelegentlich wenden, damit sie gleichmässig durchröstet. 

4. Die fertige Granolamischung abkühlen lassen und in Vorratsgläser abfüllen. Das Granola hält sich gut verschlossen mehrere Wochen.

Pulposalat mit Kartoffeln und Borlottibohnen

Mediterranes Urlaubsgefühl lässt sich mit Tapas ganz einfach entfachen. Die spanischen Spezialitäten dienen nicht nur als Appetitanreger zu einem Glas Wein, sondern werden auf einem reichhaltigen Buffet aus warmen und kalten Häppchen zur idealen, Sommermahlzeit. Ein Pulposalat darf bei der Auswahl auf keinen Fall fehlen. 

Dieses Rezept ist ein weiteres Mitbringsel aus unserem Mallorca-Urlaub. Mit der Ernte aus dem üppigen Garten unserer Finca ist ein farbenfroher Beitrag auf dem Tapas-Buffet entstanden. Die typische Köstlichkeit aus dem Mittelmeerraum lädt ein zum Schlemmen bis tief in die Nacht, denn die warmen Sommerabende sollten am besten bei einer fröhlichen Tischrunde genossen werden, genau wie es sich in Spanien gehört.

Zutaten
1 frischer Oktopus (ca. 1 kg), küchenfertig ausgenommen
1/2 Zwiebel
1 Lorbeerblatt
3 Pfefferkörner

400 g Kartoffeln, festkochend
200 g frische Borlottibohnen, nach dem Enthülsen gewogen
oder 100 g getrocknete, über Nacht eingeweicht

2 Tomaten

Für die Sauce
6 EL Olivenöl
1-2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
1 Messerspitze Chilli-Flocken

Saft einer Limette
Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer

Zum Servieren
1 Handvoll Petersilie, grob gehackt
Limettenschnitze

Zubereitung
1. Den Oktopus in einen Topf geben und mit kaltem, gesalzenem Wasser bedecken. Die halbe Zwiebel, das Lorbeerblatt sowie die Pfefferkörner zugeben. Ca, 50 Minuten bei mittlerer Hitze sieden lassen und im Kochwasser abkühlen lassen. Den Oktopus in Scheiben schneiden. 

2. Die Borlottibohnen in reichlich Wasser (ohne Salz) etwa 40 Minuten weich kochen. Das Kochwasser abgiessen, die Bohnen mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen. 

3. Die Kartoffeln in Salzwasser weich kochen und in ca. 1,5 cm dicke Würfel schneiden. Die Tomaten entkernen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden. 

4. Die Oktopus-Scheiben mit den Borlottibohnen, den Kartoffel- und den Tomatenwürfeln in eine Schüssel geben.

5. Für die Sauce das Olivenöl in einer Pfanne erwärmen. Die Zwiebel sowie den Knoblauch fein hacken. Mit den Chilliflocken im Öl andünsten, damit sich die Aromen entfalten. Das würzige Öl über den Salat geben und alles gut vermengen. Mit dem Limettensaft, Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Zum Servieren auf einer Platte anrichten und mit der gehackten Petersilie sowie Limettenschnitzen garnieren.

Sommer, s2016Nom NomComment
Erbsengazpacho mit Gurke und Minze

Gazpacho ist die Suppe des Sommers. Diese grüne Version aus Erbsen, Gurke und frischen Kräutern steht dem klassischen spanischen Gazpacho, welcher auf Basis von Tomaten hergestellt wird, in nichts nach. Ein unkompliziertes und erfrischend leichtes Gericht, ideal als Abkühlung an warmen Tagen. 

Die kalte Suppe ist besonders gut als leichter Opener für ein mehrgängiges Menu geeignet, denn sie lässt sich gut am Vortag zubereiten, wodurch mehr Zeit bleibt, sich um die Gäste zu kümmern. Portioniert in Weckgläsern, kann der Gazpacho gut transportiert werden, wodurch man sich im Büro über einen gesunden und vitaminreichen Zmittag freuen kann. 

Für 4-6 Portionen

Zutaten
4 EL Olivenöl
400 g Erbsen (frische oder aus dem Tiefkühlregel, aufgetaut)
1 Knoblauchzehe
250 ml Weisswein
100 ml Gemüse-Bouillon

1 Salatgurke (ca. 400g) 
Saft einer halben Zitrone

1 Handvoll frischer Basilikum
1 Handvoll frische Minze
1 Messerspitze Chiliflocken,
(nach Wunsch mehr)

Salz
Pfeffer

Zum Servieren
100 ml Crème Fraîche
geröstete Pinienkerne
einige Blätter Basilikum

Zubereitung
1. In einer Pfanne das Olivenöl erwärmen. Den Knoblauch fein hacken, mit den Erbsen zum Öl geben und 2-3 Minuten andünsten. Mit dem Weisswein ablöschen und dann die Gemüse-Bouillon dazugeben. 2 Minuten köcheln lassen und die Pfanne vom Herd nehmen. 

2. Die Gurke schälen, der Länge nach halbieren, mit einem Löffel die Kerne auskratzen und den Rest in grobe Stücke schneiden. 

3. Die Gurkenstücke mit den Erbsen im Sud, dem Zitronensaft, den Kräutern und den Chiliflocken in ein grosses Mixglas geben oder mit dem Pürierstab fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren den Gazpacho mindestens eine Stunde kühl stellen. 

4. Zum Servieren die Suppe erneut kurz durchpürieren, damit sie schön crèmig wird und mit einem Löffel Crème Fraîche, gerösteten Pinienkernen und Basilikum anrichten.

Sommer, s2016Nom NomComment
Linguine a la Marinera

Die Sommerferien rücken in greifbare Nähe oder gehören, wie in unserem Fall, leider bereits der Vergangenheit an. Diese Linguine, an einer Salsa aus Miesmuscheln, Tomaten und Weisswein, bringen auch zu Hause eine mediterrane Meeresbrise auf den Teller. Das stärkt die Vorfreude auf die nächste Reise in den Süden oder lässt einen in Erinnerungen an Sonne, Strand und Meer schwelgen.

Wie immer vergeht die Zeit in den Ferien gefühlt doppelt so schnell wie im Büroalltag und schon wird die Sicht auf das Meer wieder vom Blick auf den Bildschirm abgelöst. Aufgetankt mit neuer Energie und inspiriert von der Küche Mallorcas, schwingen wir nun wieder unsere eigenen Kochlöffel und haben euch einige kulinarische Impressionen von der wunderschönen Insel mitgebracht.  

Für 4 Personen 

Zutaten
1 grosse Frühlingszwiebel
100 g Stangensellerie
2 Knoblauchzehen
1/2 Chilischote
4 EL Olivenöl

500 g Cocktailtomaten, halbiert
250 ml trockener Weisswein
Meersalz
Pfeffer
1 kg Miesmuscheln

400 g Linguine

Zum Servieren 
1 Bund glatte Petersilie, gehackt
Zitronenschnitze

Zubereitung
1. Die Muscheln unter fliessendem kaltem Wasser gründlich waschen. Die “Bärte” entfernen und die Muscheln falls nötig mit einer Bürste säubern. Beschädigte und offene Muscheln entfernen. 

2. Die Frühlingszwiebel und die Selleriestangen in feine Stücke schneiden. Die Knoblauchzehen und die Chilischote fein hacken. 

3. Das Olivenöl in einer grossen Pfanne erhitzen. Die Frühlingszwiebel, den Sellerie, den Knoblauch und den Chili bei geringer Hitze im Öl 2-3 Minuten dünsten. Mit dem Weisswein ablöschen. Die Tomatenhälften zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. 

4. Die Muscheln zum Sud geben und zugedeckt 6-8 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Alle Muscheln die nach der Garzeit noch geschlossen sind wegwerfen.

5. Unterdessen die Linguine in kochendem Salzwasser bissfest garen, abtropfen lassen, kurz zu den Muscheln geben und in der Salsa schwenken. Auf einer vorgewärmten Platte anrichten, mit gehackter Petersilie garnieren und mit Zitronenschnitzen servieren.

Geröstete Radieschen mit Quinoa und Miso Dressing

Die leuchtend rot schimmernden Knollen werden auch kleiner Rettich genannt und sind in der Küche bis jetzt nicht besonders geschätzt. Meist werden sie nur als Salatgarnitur verwendet. Das wird sich aber mit diesem Rezept ändern, denn durch den Zwischenstopp im Ofen werden die Radieschen zu einer raffinierten und farbenfrohen Gemüsebeilage. 

Die Knollen verwandeln ihr knalliges Rot beim Rösten in ein zartes Pink und die typische Schärfe wird deutlich gemildert. Wählt man verschiedene Radieschen-Sorten - es gibt sie länglich oder rund und rot, gelb, rosafarben oder weiss - wird das Gericht eine besondere Freude fürs Auge. Die Blätter kann man beim Rösten sogar gleich mitverwenden, denn sie werden im Ofen schön knusprig. Wenn die Radieschen durch das Aufbewahren schon leicht schrumplig sind, können sie in kaltes Wasser gelegt werden, wodurch sie wieder knackig werden.

Für 4 Portionen

Zutaten Geröstete Radieschen
6 Bund Radieschen in verschiedenen Sorten
3 EL flüssiger Honig
5 EL Olivenöl
1 TL Paprika, edelsüss
Meersalz
Pfeffer

3 Knoblauchzehen

Zutaten Quinoa
350 g rotes Quinoa
Salz

Zutaten Miso-Dressing
2 EL helle Miso-Paste
1 EL Zitronensaft
4 EL Erdnuss- oder Sonnenblumenöl
1 TL Sesamöl
2 EL Nature Joghurt
Pfeffer

Zum Servieren
1 EL schwarzer Sesam 

Zubereitung geröstete Radiesli
1. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. 

2. Die Radieschen waschen, grosse Exemplare halbieren. Wir haben den Blattansatz und teilweise sogar die Blätter mitgeröstet, diese können aber auch entfernt werden. 

3. In einer Schüssel das Olivenöl, den Honig sowie den Paprika vermischen, die Knoblauchzehen mit der flachen Seite des Messers andrücken. Die Radieschen und den Knoblauch in die Schüssel geben, alles vermengen, mit Salz und Pfeffer würzen und das Gemüse auf das vorbereitete Blech geben. Etwa 15 Minuten im vorgeheizten Ofen rösten.

Zubereitung Quinoa
1. Die Quinoa-Körner in einem Sieb mit kaltem Wasser abspülen und in der doppelten Menge Salzwasser ca. 10 Minuten kochen lassen, bis sich der weisse Keimling vom Korn löst. Danach noch etwa 5 Minuten weiter quellen lassen. 

Das Quinoa kann heiss oder kalt mit den gerösteten Radieschen serviert werden. 

Zubereitung Miso Dressing
1. Die Misopaste mit dem Zitronensaft verrühren.

2. Das Öl, Sesamöl sowie das Joghurt dazugeben, alles vermengen und mit Pfeffer abschmecken. 

Zum Servieren die Radieschen mit schwarzem Sesam bestreuen.

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Holunderblüten Panna Cotta

Die Holundersträucher blühen momentan in ihrer vollen Pracht. Mit weissen Dolden bedeckt, verbreiten sie schon aus der Ferne ihren süssen Duft und laden zum Pflücken ein. Aus den Blüten lässt sich nicht nur der beliebte Holunder-Sirup zubereiten. Sie machen auch Süssspeisen, wie dieses Panna Cotta zu einem sommerlichen Geschmackserlebnis.

Das klassische Dessert aus Italien wird mit dem Holunder-Aroma zu einem blumig-frischen Dessert. Der zarte Pudding, welcher traditionell aus Rahm, Vanille und Gelatine gekocht wird, schmeckt besonders gut mit frischen Beeren oder Kompott. Man sollte jedoch schnell zugreifen, denn die Blüten werden am besten frisch blühend verwendet, damit der feine Holundergeschmack am besten zum Tragen kommt. 

ergibt ca. 4-6 Portionen
Zum Stürzen eignen sich am besten Plastik-Förmchen

Zutaten
6 grosse Dolden Holunderblüten
1 dl Milch
5 dl Vollrahm

80 g Zucker
1/4 Vanilleschote 

3 Blatt weisse Gelatine, 
in kaltem Wasser eingeweicht

wenig Pflanzenöl zum Einfetten der Förmchen. 

Zum Dekorieren
Holunderblüten

Zubereitung
1. Die ungewaschenen Dolden der Holunderblüten von allfälligen Insekten befreien und die grünen Stängel kurz schneiden. 

2. Die Milch und den Rahm mit den Holunderblüten in eine Pfanne geben und aufkochen. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Sahne mit den Blüten ca. eine halbe Stunde ziehen lassen. 

3. Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder ein Tuch giessen. Falls viel Flüssigkeit verdampft ist, kann noch etwas Rahm dazugegeben werden, damit man wieder 6 dl Flüssigkeit hat. 

4. Den Zucker sowie einen Viertel von einer Vanille Schote (ausgeschabtes Mark und Stängel) zur Flüssigkeit geben und diese erneut aufkochen. Bei kleiner Hitze 2-3 Minuten köcheln lassen, dann die Pfanne vom Herd nehmen.  

5. Die eingeweichten Gelatine-Blätter gut ausdrücken, unter Rühren zur Flüssigkeit geben. Weiter rühren bis sich die Gelatine vollständig aufgelöst hat. 

6. Die Masse in die kalt ausgespülten oder mit Pflanzenöl eingefetteten Förmchen geben. Zum Festwerden das Panna Cotta 4-6 Stunden in den Kühlschrank stellen. 

7. Zum Stürzen die Förmchen kurz in heisses Wasser tauchen, das Panna Cotta vorsichtig mit einem Messer vom Rand lösen und auf einen Teller stürzen. Zum Servieren mit Holunderblüten bestreuen und nach Wunsch mit frischen Beeren garnieren.

Irish Beef Rib Eeye Steak an Tannenspitzenbutter

Das Rindfleisch von der grünen Insel ist bekannt als besonders hochwertig, geschmackvoll und zart, denn die Tiere weiden praktisch das ganze Jahr auf grünen Wiesen. Das milde und feuchte Klima schafft ideale Bedingungen für eine florierende Landwirtschaft und die optimale Haltung von Rindern. Das spiegelt sich in der hervorragenden Qualität des irischen Rindfleisches wieder, welches als Vorzeige-Produkt der Insel besonders geschätzt wird. 

Die Zubereitung von Steaks hat seine Tücken, beachtet man jedoch einige Kniffs, steht dem köstlichen Fleischgenuss nichts mehr im Wege. Auf dem letzten Waldspaziergang haben wir junge Tannentriebe gesammelt. Mit diesen grünen Schätzen der Natur aromatisieren wir die Butter zum Steak und verleihen dem Fleisch einen dezenten, aber einmaligen Geschmack.

Zutaten 
für 2 Personen

2 Irish Rib Eye Steaks
(je ca. 250 g)

Die Steaks sollten bei der Zubereitung Zimmertemperatur haben und etwa eine Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank genommen werden.

4 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer, grob gemahlen

1-2 Knoblauchzehen
80 g Butter
1 Handvoll junge Tannenspitzen

Tannenspitzen können im Frühling gepflückt werden, man erkennt sie an der hellgrünen Farbe. Jungtannen sollten allerdings beim Pflücken verschont werden. 

Zutaten Zitronen-Kartoffeln
400 g festkochende Frühkartoffeln
2 EL Butter
Meersalz
Pfeffer
Schalenabrieb einer Zitrone
1 EL Zitronensaft

Zubereitung Steak an Tannenspitzen-Butter
(medium gebraten)
1. Die Steaks beidseitig mit Olivenöl bestreichen, mit Salz und Pfeffer würzen und die Gewürze sanft einmassieren. 

2. Eine Bratpfanne auf hoher Stufe erhitzen. Die Steaks in die sehr heisse Pfanne geben. Von beiden Seiten ca. 2 Minuten scharf anbraten. Jeweils nach einer Minute wenden. 

3. Die Steaks aus der Pfanne nehmen, in Alufolie einpacken und etwa 5 Minuten ruhen lassen. 

4. Die ganzen Knoblauchzehen mit dem Messer oder dem Handballen andrücken. Die Bratpfanne erneut erhitzen. Den Knoblauch mit der Butter und den Tannenspitzen in die Pfanne geben und das Fleisch dazugeben. Die Pfanne schwenken und die aromatisierte Butter löffelweise über die Steaks schöpfen.  

5. Die Steaks zum Servieren in Streifen schneiden, mit Tannenspitzen garnieren und mit den Zitronen-Kartoffeln (Zubereitung siehe unten) anrichten.

Tipp: Um das Tannen-Aroma der Butter zu verstärken, können am Vortag einige Triebe fein gehackt und mit der Butter vermengt werden. So wird die Kräuterbutter über Nacht besonders aromatisch.

Zubereitung Zitronen-Kartoffeln
1. Die Kartoffeln in Salzwasser weich kochen und das Wasser abgiessen. 

2. In einer Bratpfanne die Butter zergehen lassen, die vorgekochten Kartoffeln in der Butter schwenken und einige Minuten goldbraun anbraten.

3. Die knusprigen Kartoffeln mit Meersalz und Pfeffer würzen und zum Schluss den Schalenabrieb der Zitrone sowie den Zitronensaft dazugeben und vermengen.