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Sake Drink mit Jasmine und Gin

Rezept: Gastbeitrag von Patrizia Hofer

Das japanische Reisgetränk Sake wird mit seiner breiten Aromapalette bei Weinliebhabern immer populärer. Was in Japan als National- und Lifestyle-Getränk gilt, erfreut sich auch hierzulande bei Bartender und Sommeliers stetig grösserer Beliebtheit. Sake kann an Stelle von Weisswein sowohl asiatische, wie auch europäische Gerichte perfekt abrunden oder als erfrischender Drink zum Aperitif serviert werden. 

Traditionell wird Sake in Japan eher warm getrunken. Unterdessen ist aber das Angebot an hochwertigen Produkten sehr divers und lädt zum experimentieren mit weiteren Komponenten ein. Unser Drink wird mit Jasmintee, Ingwer und Zitronengras zu einer blumig frischen Abkühlung und lässt die Vorfreude auf den Sommer aufkommen.

 

ergibt 4 Drinks
Vorbereitungszeit

Zutaten
2 dl Sake
1 TL frischer Ingwer, fein geschnitten
2 TL frisches Zitronengras, fein geschnitten
5 TL Zucker

1.6 dl kaltes Wasser
3 TL loser oder 5 Beutel Jasmintee 

6 cl Gin
4 cl Zitronensaft

Zum Servieren
Eiswürfel
Zitronenschale
Zitronengras

 

Vorbereitung
(ca. 2 Stunden vor dem Servieren beginnen)

1. Den Sake mit dem Ingwer, dem Zitronengras und dem Zucker mischen und ca. 2 Stunden ziehen lassen. 

2. Den Tee in das kalte Wasser geben und ebenfalls ca. 2 Stunden ziehen lassen. 

Fertigstellung
1.Den Tee durch ein Sieb giessen oder die Beutel entfernen. 

2. Den Sake durch ein Sieb giessen und mit dem Gin und dem Zitronensaft vermischen.

3. Jeweils die Hälfte der Sakemischung mit Eiswürfel in einem Cocktailshaker gut schütteln und in zwei Gläser abseihen. Mit dem kalten Tee aufgiessen und zum Servieren mit etwas Zitronenschale und Zitronengras garnieren.

Alternativ ohne Cocktailshaker: Die Sakemischung zum Tee geben und gut verrühren. Zum Servieren mit Eiswürfel in Gläser füllen.  

Kichererbsen-Rüeblisalat mit Joghurtsauce

Mit Grüssen aus dem Gewürzkasten des Orients verführt uns der Salat aus Kichererbsen und Rüebli in eine farbenfrohe Geschmackswelt. Die Kichererbsen werden zusammen mit dem Gemüse und einer pikanten Marinade mit Harissa geröstet, wodurch sie schön knusprig werden.

Bei der Wahl der Rüebli greift man am besten zu verschiedenen Sorten, um ein besonders farbenfrohes Geschmacksfeuerwerk auf die Teller zu zaubern. Die Joghurtsauce schafft einen Ausgleich zu der dezenten Schärfe der Marinade. Der Salat ist im Handumdrehen zubereitet und kann bestens vorbereitet werden, denn er ist auch kalt richtig lecker. 

für 4 Portionen

Zutaten Salat
320 g Kichererbsen, getrocknet*

600 g Rüebli, gemischte Sorten
2 Knoblauchzehen

6 EL Olivenöl
1 EL Zatar Gewürzmischung
1 TL Harissa
2 EL Zitronensaft
1 EL Honig
Salz
Pfeffer

Zutaten Joghurtsauce
300 g griechisches Naturejoghurt
1 TL Olivenöl
1/2 Zitrone, Schalenabrieb und Saft
Salz
Pfeffer

Zum Servieren
Petersilie, gehackt

* wenn es schneller gehen muss, können auch Kichererbsen aus der Dose verwendet werden.

Zubereitung
1. Die Kichererbsen über Nacht in reichlich kaltem Wasser einweichen. Am folgenden Tag das Wasser abgiessen und die Kichererbsen gründlich abspülen. In einer Pfanne Salzwasser zum Kochen bringen, die Kichererbsen darin ca. 50 Minuten weich kochen und in einem Sieb abtropfen.

2. Den Ofen auf 180° C vorheizen. Die Rüebli schälen und der Länge nach halbieren. Den Knoblauch in feine Scheibchen schneiden. 

3. Für die Marinade alle Zutaten mischen. Die Rüebli, den Knoblauch und die Kichererbsen in eine Schüssel geben und mit der Marinade vermengen. Alles auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und im vorgeheizten Ofen ca. 15-20 Minuten rösten. 

4. Für die Joghurtsauce das Joghurt mit dem Olivenöl und der Zitrone verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Salat servieren. Der Salat kann warm oder kalt gegessen werden. Zum Servieren mit frischer, gehackter Petersilie bestreuen.

Fischfilet mit Mönchsbart im Backpapier

Der Zubereitung von Fisch steht man oft etwas gehemmt gegenüber; schnell wird er zu trocken oder fällt auseinander. Bei diesem Rezept kann die Skepsis allerdings ohne Bedenken der Probierlust weichen. Mit der Garmethode im Backpapier lässt sich das Fischfilet schonend und unkompliziert zubereiten. Die Aromen entfalten sich im geschlossenen Päckchen fantastisch und beim Öffnen des Papiers strömt ein köstlicher Duft in die Nase. 

Die Beilage aus Mönchsbart wird direkt zum Fisch ins Backpapier gepackt. Mönchsbart ist ein typisches büschelartiges Frühlingsgemüse aus dem Mittelmeerraum mit erdigem, spinatartigem Aroma. Das Gemüse verleiht dem Gericht, angereichert mit Knoblauch, getrockneten Cherrytomaten und Olivenöl, eine mediterrane Note. Das Garen unter Verschluss macht das Gericht besonders geschmacksintensiv und bringt das sanfte Aroma vom Mönchsbart optimal zur Geltung.

Für 4 Portionen

Zutaten
Backpapier (4 rechteckige Stücke à ca. 38x36 cm)

450 g Mönchsbart*, gründlich gewaschen
100 ml Olivenöl
2 Knoblauchzehen
1-2 Bio Zitronen, in dünne Scheiben geschnitten
120 g getrocknete Cherrytomaten
4 Fischfilets à je ca. 150 g, z.B Dorsch oder Lachs
1 Bund Thymian
Salz
Pfeffer

wenig Olivenöl zum Bepinseln

Zum Servieren
1 Handvoll Pinienkerne, geröstet

* erhältlich am Wochenmarkt oder beim Grossverteiler. 

Tipp: Falls kein Mönchsbart erhältlich ist, kann er durch Cima di rapa oder frischen Blattspinat ersetzt werden.

Zubereitung
1. Den Backofen auf 200° C vorheizen. 

2. Den Mönchsbart gründlich waschen und abtropfen lassen. Die rötlichen Stiele wegschneiden und den Knoblauch in feine Scheiben schneiden. 

3. Das Olivenöl mit dem Knoblauch in eine Schüssel geben. Den Mönchsbart sowie die getrockneten Cherrytomaten dazugeben und alles vermengen. 

4. Für jede Portion ein Stück Backpapier (ca. 38x36 cm) zuschneiden und auslegen. Das Backpapier in der Mitte mit wenig Olivenöl bepinseln und jeweils einen Viertel des Gemüses auf das Papier geben. Mit Salz und Pfeffer würzen. 

5. Das Fischfilet auf den Mönchsbart legen, erneut mit Salz und Pfeffer würzen und die Zitronenscheiben sowie einige Zweige vom Thymian über den Fisch legen. 

6. Den Rand des Backpapiers auf einer Seite mit Olivenöl bepinseln. Das Backpapier mittig über den Fisch falten und die Ränder einschlagen. Die fertigen Päckchen auf ein Backblech geben und im vorgeheizten Backofen bei 200° C ca. 15 Minuten backen. 

7. Zum Servieren den Fisch noch im Backpapier auf den Tellern anrichten. Das Papier aufreissen und den Fisch mit gerösteten Pinienkernen bestreuen.

Bananenbrot

Bananenbrot erfreut sich grosser Beliebtheit. Es nennt sich Brot, ist aber von der Zubereitung, wie auch vom hohen Energiegehalt her, eher ein Kuchen. Die Bananen werden sehr reif verarbeitet, denn so wird das Brot richtig aromatisch und perfekt in der Konsistenz. Das Rezept kommt genau richtig zum Einsatz, wenn die Bananen zu lange in der Obstschale lagen und zum direkten Verzehr schon etwas überreif geworden sind. 

Ein gutes Bananenbrot sollte schön saftig sein. Neben den Bananen sind in unserem Rezept geröstete Walnüsse und kleine Stücke von dunkler Schokolade Aroma gebend. Das Brot wird in einer Cakeform gebacken und schmeckt frisch aus dem Ofen genau so gut, wie am zweiten oder dritten Tag. Vielerorts isst man Bananenbrot getoastet und bestrichen mit Butter. Unsere sehr reichhaltige Variante ist aber auch pur ein wahrer Genuss und sehr nahrhaft. 

Für 1 Cakeform à ca. 25 cm Länge,
ergibt ca. 12 Stück.

Zutaten
125 g Butter, weich
200 g heller Muscovadozucker oder brauner Zucker
2 grosse Eier
1 TL Vanille-Extrakt
1/2 TL Zimt
2 EL Rum
2 sehr reife Bananen*

170 g Vollkornmehl
80 g gemahlene Haselnüsse
1 Prise Salz
2 TL Backpulver

100 g dunkle Schokolade, gehackt
100 g Baumnüsse, grob gehackt und angeröstet

Zum Dekorieren
1 Banane
2 EL flüssiger Honig


* Falls die Bananen nicht reif genug sind, kann der Reifungsprozess beschleunigt werden in dem man die ganzen Bananen auf einem Blech bei 80° C für ca. 15-20 Minuten in den Ofen gibt. 

Zubereitung
1. Den Backofen auf 180° C vorheizen und die Cakeform mit Backpapier auskleiden oder gut einfetten. 

2. Die Butter und Zucker mit dem Handmixer verrühren bis die Masse heller wird. Die Eier nach und nach beigeben und das Vanille-Extrakt, den Zimt sowie den Rum unterrühren. 

3. Zwei sehr reife Bananen mit einer Gabel fein zerdrücken und zu der Eimasse geben, alles verrühren. Das Mehl, die gemahlenen Haselnüsse, das Salz und das Backpulver vermengen und ebenfalls beigeben. 

4. Zum Schluss die gehackte Schokolade und die gehackten und angerösteten Baumnüsse unterheben und alles gleichmässig vermengen. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und mit einem Löffel glatt streichen. 

5. Für die Dekoration des Cakes eine Banane halbieren. Die Hälften auf den Kuchen legen und leicht eindrücken. Den Honig in einer kleinen Pfanne erwärmen und über die Bananen träufeln. Den Cake im vorgeheizten Ofen ca. 45-50 Minuten backen, mit der Stäbchenprobe prüfen ob er durchgebacken ist.

Shakshuka

Shakshuka ist ein populärer Eintopf aus dem mittleren Osten. Schon bei der Zubereitung fühlt man sich durch die aromatischen Gewürze in eine andere Welt versetzt. Spätestens wenn das erste Stück Brot in die Mischung aus scharfer Sauce und Ei getunkt wird, ist klar, dass die Eierspeise grosses Potential hat, um sich als sonntägliche Brunchtradition zu etablieren.

Lange wird es nicht mehr dauern bis das Nationalgericht aus Israel auch bei uns öfters neben Rührei und Egg Benedict auf den Speisekarten zu finden sein wird. Die Eier werden in einer würzigen Tomatensauce pochiert, welche mit Gemüse, oder in unserem Rezept mit Bohnen, angereichert wird. Das kostengünstige Mahl lässt sich ohne grossen Zeitaufwand zubereiten und ist für mehrere Personen beliebig erweiterbar. Dabei sollte unbedingt mit zusätzlichen Zutaten gespielt werden, zum Beispiel mit Feta den man über die Shakshuka streut oder Crème fraîche die man zum verfeinern dazu servieren kann.

ergibt 4 Portionen

Zutaten
150 g Borlotti Bohnen
(über Nacht eingeweicht)

3 EL Olivenöl
1 grosse Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Lorbeerblatt
1 EL Harissa
1/2 TL Fenchelsamen
1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
500 g Pelati aus der Büchse
Salz
Pfeffer

4 grosse Eier

Zum Servieren
frische Petersilie oder Koriander, gehackt
Brot

Zubereitung
1. Die Bohnen über Nacht (ca. 12 Stunden) in kaltem Wasser einweichen. Im Einweichwasser etwa 40 Minuten knapp weichkochen, das Wasser abgiessen und die Bohnen abtropfen lassen. 

2. Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken. In einer grossen Gusseisen- oder Bratpfanne das Olivenöl erhitzen, die Zwiebel und den Knoblauch mit dem Lorbeerblatt andünsten. Das Harissa, die Fenchelsamen sowie den Kreuzkümmel beigeben, alles gut verrühren und kurz andünsten. 

3. Die Bohnen und die Pelati ebenfalls in die Pfanne geben, mit Salz und Pfeffer würzen. Unter gelegentlichem Rühren ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Bohnen gar sind und die Flüssigkeit etwas eingekocht ist.

4. Die Eier auf der köchelnden Shakshuka verteilen, für 1-2 Minuten (falls möglich mit geschlossenem Deckel) pochieren bis das Eiweiss gekocht ist. Das Eigelb darf ruhig noch weich sein, damit es sich mit der Sauce vermischt. 

5. Zum Anrichten die Shakshuka mit reichlich gemahlenem Pfeffer und frischer Petersilie oder Koriander bestreuen und mit Brot servieren. 

Bento Bowl mit Halloumi und Tahini-Kurkuma Dressing

Bento ist japanisch und bezeichnet eine Darreichungsform einer Mahlzeit bestehend aus frischem Gemüse, Reis und Proteinen. Alles was wir für eine ausgewogene Ernährung benötigen, vereint sich in einer Schüssel zu einer farbenfrohen und gesunden Mahlzeit. Ganz nach dem Rhythmus der Natur und dem eigenen Geschmack soll dieses Rezept als Inspiration dienen und zu eigenen Kreationen anregen.

Eigentlich ein Gericht für das man kein Rezept braucht, denn alles was die Saison hergibt, kann für eine Bento verwendet werden. Besonders eignet sich dieses Prinzip, um Resten vom Vortag weiterzuverwerten und damit einen feinen Lunch fürs Büro vorzubereiten. So kann man Lebensmittel vor dem Wegwerfen bewahren und sich in der Mittagspause über einen gesunden Zmittag freuen, der sowohl warm als auch kalt genossen werden kann. 
 

Für 4 Personen

Zutaten
300 g Vollkorn Reis
(Wir haben zur Hälfte den schwarzen Vollkornreis von Coop Fine Food und zur anderen Hälfte Rundkornreis Vollkorn verwendet und die beiden Sorten nach dem Kochen gemischt.)

400 g Süsskartoffeln
250 g Federkohl
250 g Cime di Rapa  
(kann beliebig durch andere Gemüse der Saison ergänzt oder ersetzt werden)
Olivenöl 

250 g Halloumi 

Zum Servieren
frische Kräuter z.B. Koriander oder Petersilie
Sprossen oder Kerne

Tahini Kurkuma Dressing
3 EL Tahini
3 EL Olivenöl
Saft einer Limette
1 TL  Kurkuma
1/2 Knoblauchzehe, gepresst
ca. 4 EL Wasser
Salz
Pfeffer

Zubereitung 
1. Den Reis unter fliessendem Wasser waschen. Mit der doppelten Menge Wasser (ca. 600 ml) in eine Pfanne geben und zum Kochen bringen. Die Hitze zurückschalten und den Reis ca. 30-40 Minuten köcheln lassen (Hinweis auf der Reispackung betreffend Kochzeit beachten). Falls nötig etwas mehr Flüssigkeit dazugeben oder überschüssiges Wasser abgiessen nachdem der Reis fertig gekocht ist.

2. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Die Süsskartoffeln gründlich waschen und mit der Schale in Würfel schneiden. Die Würfel in eine Schüssel geben, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit wenig Salz und Pfeffer würzen. Die Süsskartoffeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und etwa 30 Minuten im Ofen rösten.

3. Unterdessen den Federkohl und den Cime di Rapa waschen. Grobe Blattrippen vom Federkohl entfernen und das Gemüse in ca. 3 cm breite Streifen zupfen oder schneiden. Die äusseren Blätter vom Cime di Rapa entfernen und die inneren zarten Blätter und Knospen in mundgerechte Stücke schneiden. Das Gemüse ebenfalls mit etwas Olivenöl beträufeln und für die letzten 5-10 Minuten zu den Süsskartoffeln in den Ofen geben oder separat in einer Pfanne dämpfen. 

4. Den Halloumi in ca. 0.5 cm dicke Scheiben schneiden. In einer Bratpfanne wenig Öl erhitzen und den Halloumi von beiden Seiten 2-3 Minuten goldbraun anbraten. 

5. Für das Dressing die Tahini mit dem Olivenöl vermischen. Den Saft der Limette, das Kurkuma und den Knoblauch dazu geben und mit ca. 4 EL Wasser zu einer homogenen cremigen Sauce verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

6. Den Reis in die Schüsseln füllen, das Gemüse und den Halloumi dazugeben, zum Servieren die Sauce darüber giessen und mit Sprossen, Kernen und frischen Kräutern servieren.

Cheescake mit Lemon Curd

Es gibt unzählige Cheescake Rezepte, von denen behauptet wird, das Beste zu sein. Diese Variante mit einem Spiegel aus Lemon Curd führt zu Liebe auf den ersten Bissen, denn sie bringt ein helles Stück Sonnenschein auf den Teller. Der frische Duft nach Zitrone erfüllt die Küche und schafft die perfekte Atmosphäre an einem kalten Wintertag.

Der Cheesecake ist ein absoluter Klassiker. Umso schwieriger ist es, allen Anforderungen an das vollkommene Kuchenglück gerecht zu werden. Die cremige Füllung muss ausgewogen aromatisiert sein und bei der Wahl vom Frischkäse sollten keine Kompromisse gemacht werden. Nach dem Motto «wenn schon, denn schon» verwenden wir keine Light-Produkte, immer Doppelrahm-Frischkäse, denn damit wird das Ergebnis einfach besser.

Für eine Springform von 26 cm Durchmesser

Der Cheescake schmeckt am besten, wenn er einige Stunden oder gar über Nacht im Kühlschrank ruhen konnte. 

Zutaten für den Boden
250 g Vollkornguetzli oder Petit Beurre
60 g Zucker
100 g Butter
1/2 TL Vanilleextrakt
1/4 TL Salz

wenig Butter zum einfetten der Form

Zutaten für die Füllung
Die Zutaten für die Cheesake Crème sollten alle zimmerwarm sein und nicht direkt aus dem Kühlschrank verwendet werden. 

1000 g Doppelrahm-Frischkäse Nature (z.B. Philadelphia)
300 g Zucker
2 EL Maizena
300 g Crème fraîche
4 grosse Eier
2 TL Vanilleextrakt
1 Bio Zitrone, Schalenabrieb und 4 EL Saft
1 Bio Orange, Schalenabrieb

Zutaten Lemon Curd
3 Bio Zitronen, Saft und Schalenabrieb
100 g Butter
150 g Zucker
2 kleine Eier

Zubereitung Boden
1. Den Ofen auf 180° C vorheizen und den Boden einer Springform mit Backpapier auskleiden. 

2. Die Guetzli im Cutter fein mahlen oder in einen Plastikbeutel geben und mit dem Walholz fein zerstossen. Die Brösel mit dem Zucker und dem Salz in eine Schüssel geben und vermengen. Die Butter in einer Pfanne bei niedriger Hitze schmelzen lassen. Das Vanilleextrakt zur Butter geben und alles mit den trockenen Zutaten verrühren. Die Masse in die Springform geben und mit einem Löffel oder einem Glas zu einem festen, ebenmässigen Boden andrücken. 

3. Der Boden wird im vorgeheizten Ofen 15 Minuten gebacken, dann die Form aus dem Ofen nehmen und den Boden komplett auskühlen lassen. Die Ränder der Springform oberhalb des Guetzlibodens mit Butter einfetten damit die Käsefüllung später nicht kleben bleibt.

Zubereitung der Füllung
1. Den Frischkäse in eine grosse Schüssel geben und mit dem Schwingbesen oder dem Handmixer ca. 3 Minuten durchmischen bis er fluffig wird. 1-2 Esslöffel der Masse in einer separaten Schüssel mit dem Maizena verrühren bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind, dann zurück zur restlichen Masse geben. 

2. Den Zucker zum Frischkäse geben und einige Minuten rühren bis alles gleichmässig vermengt ist. Die Crème fraîche, den Vanilleextrakt, den Saft der Zitrone sowie den Schalenabrieb der Zitrone und der Orange dazugeben und verrühren. 

3. Ein Ei nach dem anderen zugeben bis die Eier gut mit der restlichen Masse vermengt sind, jedoch nicht zu lange rühren. 

4. Die Masse auf den ausgekühlten Boden in die Springform giessen und glatt streichen. Im 180° C vorgeheizten Ofen für 45 Minuten backen. Damit der Cheesecake beim Backen keine unschönen Risse bekommt, kann eine ofenfeste, mit Wasser gefüllte Form mit in den Ofen gestellt werden. Nach 45 Minuten Backzeit wird die Hitze auf 160° C reduziert und der Cheesecake ca. 30 Minuten fertig gebacken. Die Mitte darf noch etwas wabbelig, jedoch nicht mehr flüssig sein. 

5. Nun wird der Ofen ausgeschaltet und der Cheesecake bei halb geöffneter Türe etwa eine halbe Stunde stehen gelassen. Danach den Cheesecake aus dem Ofen nehmen, in der Springform vollständig auskühlen lassen und für einige Stunden – am besten über Nacht – in den Kühlschrank stellen.

Tipp: Die Aussenseite der Springform kann zum Backen mit Alufolie eingewickelt werden, damit die flüssige Butter nicht aus dem Boden entrinnen kann. 

Zubereitung Lemon Curd
1. Für den Lemon Curd die Butter mit dem Zitronensaft und dem Schalenabrieb der Zitrone in einer Pfanne erwärmen bis die Butter flüssig wird. Den Zucker dazu geben und rühren bis sich dieser vollständig auflöst. 

2. Die Eier dazurühren und die Masse auf kleiner Hitze unter stetigem Rühren erwärmen bis sie etwas dickflüssiger wird. Die Pfanne vom Herd nehmen, den Lemon Curd durch ein Sieb streichen und lauwarm über den Cheesecake giessen. Im Kühlschrank vollständig auskühlen lassen. 

Der Lemon Curd kann auch im Voraus zubereitet werden und hält sich, abgefüllt in ein sauberes Glas und aufbewahrt im Kühlschrank, einige Wochen frisch. Durch leichtes Erwärmen lässt er sich besser auf dem Cheesecake verteilen.

Dim Sum

Dim Sum sind gedämpfte, gebratene oder frittierte Häppchen, meistens in Form von gefüllten Teigtaschen. Ihren Ursprung haben sie in der kantonesischen Küche Chinas, wo sie traditionell zum Tee gereicht werden. Wörtlich übersetzt heisst Dim Sum „das Herz berühren“ –  was mit diesen handgemachten und sorgfältig zubereiteten Dumplings garantiert gelingt.

Die Falttechnik setzt Geschick und die Zubereitung etwas Geduld voraus. Meistens werden bei einer chinesischen Teerunde verschiedene Arten Dim Sum gereicht – für den Anfang belassen wir es beim Selbermachen bei einer Sorte. Diese mit Schweinefleisch und Pak Choi gefüllten und gedämpften Taschen gehören zu den Klassikern aus dem unendlich breiten Spektrum an Formen und Füllungen.

Ergibt ca. 30 Dim Sum

Zum Dämpfen benötigt
man wenn möglich einen Bambuskorb. 

Zutaten für den Teig*
300 g Weissmehl
1/2 TL Salz
150 ml kaltes Wasser

Zutaten für die Füllung
300 g Hackfleisch vom Schwein
1/2 TL Natron
1 EL Maizena
200 g Pak Choi oder Chinakohl
1 Frühlingszwiebel
1 EL frischer Ingwer, gerieben
einige Zweige Koriander
1 Knoblauchzehe
1 TL Rohrzucker
3 EL Shaoxing Reiswein
2 EL dunkle Sojasauce
1 TL Sesamöl
1 TL Salz
weisser Pfeffer

Zutaten für die Sauce
2 EL Rohrzucker
4 EL Reiswein-Essig
8 EL Sojasauce
Chillischote

Sesam zum Bestreuen

* Um Zeit zu sparen, kann man fertigen Teig, erhältlich im Asiamarkt, verwenden.

Zubereitung
Vorbereitung Teig

1. Für den Teig das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben. Das Wasser dazu giessen, gut verrühren und ca. 5 Minuten zu einem homogenen Teig verkneten. Je nachdem etwas Wasser oder Mehl dazugeben, der Teig sollte elastisch sein und eine glatte Oberfläche haben.

2. Den Teig mit Frischhaltefolie bedecken und im Kühlschrank mindestens eine Stunde ruhen lassen. 

Vorbereitung Füllung
1. Das Hackfleisch in eine Schüssel geben, mit dem Maizena und dem Natron bestreuen und gut verrühren. 

2. Den Pak Choi, die Frühlingszwiebel sowie den Koriander sehr klein schneiden, mit dem Ingwer zum Fleisch geben. Den Knoblauch dazu pressen. 

3. Den Zucker, den Shaoxing Reiswein, die Sojasauce sowie das Sesamöl zur Füllung geben, alles gut vermischen und mit Salz und weissem Pfeffer würzen. 

Zubereitung der Dim Sum
1. Den Teig halbieren, zwei Stränge rollen und jeden in ca. 15 gleichmässige Stücke schneiden. 

2. Die Teigstücke mit dem Handballen flach drücken und mithilfe eines Wallholzes zu Kreisen von ca. 8-10 cm Durchmesser ausrollen. 

3. Zum Formen der Dim Sum, je einen gehäuften Teelöffel Füllung in die Mitte des Teigs geben, zu einem Halbmond falten und die obere Teighälfte gezackt in Falten gelegt auf die untere Hälfte drücken, um die Naht zu verschliessen. 

4. Zum Dämpfen der Dim Sum im Bambuskorb in einer grossen, flachen Bratpfanne wenig (ca. 2 cm tief) Wasser zum Kochen bringen. Den Bambuskorb in die Pfanne stellen und mit Backpapier auslegen. Die Dim Sum darin verteilen, ohne das sie sich berühren, den Deckel schliessen und etwa 5-6 Minuten garen. Der Boden der Pfanne muss dabei immer mit Wasser bedeckt sein, damit genügend Dampf entstehen kann. Wer keinen Bambuskorb zur Hand hat, kann die Dim Sum auch wie gewohnt dampfgaren.

Zubereitung der Sauce
1. Für die Sauce die Chillischote fein schneiden, mit den restlichen Zutaten in ein Gefäss geben und alles gut verrühren bis sich der Zucker aufgelöst hat.

Die Dim Sum zum Servieren mit Sesam bestreuen.

 

Herbst, Sommer, 2015sNom NomComment
Capuns

Die „währschafte“ Speise aus dem Bündner Oberland galt einst als Armeleutegericht. Unterdessen sind Capuns jedoch zu einer beliebten Spezialität der Bergregion geworden. Die Rezepte werden über Generationen weitergegeben und persönliche Kniffs für die von Hand gerollten Päckchen gut gehütet. 

Als Belohnung nach einer Wanderung mit Blick über die bereits mit Schnee gepuderten Bergspitzen schmecken Capuns besonders gut. Wenn die nächste Herbstwanderung jedoch nicht geplant ist, bleibt nur eines – selber machen. Das klappt bestens zu Hause, oder über dem Feuer im Dutch Oven (Gusseisentopf), falls man auf das Outdoor-Abenteuer nicht verzichten will. Durch das Kochen auf der Glut bekommen die Capuns ein leicht rauchiges Aroma, welches perfekt zum rustikalen Gericht passt.

Für 4 Personen
(5 Stück Capuns pro Person)

Zutaten für die Füllung
250 g Mehl
2 Eier
1 dl Milch
1 Zwiebel
1 EL Butter
1 Landjäger
100-150 g Salsiz oder Salametti
2-3 Blättchen Pfefferminze
1/2 Bund Petersilie
1/2 Bund Schnittlauch
1 Knoblauchzehe
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

20 mittelgrosse Mangold- oder Krautstielblätter

Zutaten für die Sauce
2 dl Weisswein
1 dl Bouillon
2 dl Vollrahm
Salz
Pfeffer

Butter oder Bratöl zum einfetten der Form

100 g geriebener Bergkäse
50 g Landjäger

Vorbereitung Füllung
1. Das Mehl in eine Schüssel geben. Die Eier mit der Milch verrühren, mit Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen, zum Mehl geben. Mit einer Kelle kurz verrühren, bis ein zähflüssiger Teig entsteht. 

2. Die Zwiebel fein hacken, den Knoblauch pressen, die Butter in einer Pfanne zergehen lassen und beides darin andünsten. Auskühlen lassen.

3. Den Salametti und den Landjäger in sehr kleine Würfel schneiden, die Kräuter fein hacken, alles mit der Zwiebel zum Teig geben und gleichmässig vermengen. Nach Bedarf mit etwas Salz würzen. Die Schüssel abdecken und den Teig etwa 20 Minuten ruhen lassen. 

Vorbereitung Capuns
1. In einem grossen Topf Wasser zum Kochen bringen. Die Mangold Blätter nacheinander kurz blanchieren, unter eiskaltem Wasser abschrecken und mit einem Tuch trocken tupfen. 

2. Die weissen Stielenden wegschneiden, den untersten Teil der Stiele entfernen den Rest in feine Streifen schneiden.

3. Die Mangoldblätter flach auslegen. Pro Blatt 1 Esslöffel der Füllung im unteren Drittel des Blattes platzieren. Zuerst die Längsseiten über die Füllung legen, dann das ganze Blatt von unten her gleichmässig einrollen, ohne es zu beschädigen. Bei sehr grossen Blättern evtl. vor dem Einrollen den unteren Teil des Blattes wegschneiden.

Falls die Capuns nicht direkt verwendet werden, lassen Sie sich so vorbereitet gut einfrieren. Zur Zubereitung auftauen und mit der Anleitung (siehe unten) fortfahren.

Zubereitung im Ofen
1. Den Ofen auf 180° C vorheizen. Eine Gratinform ausbuttern, die Capuns darin mit der offenen Seite nach unten verteilen.

2. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Die fein geschnittenen Stiele darin andünsten, mit dem Weisswein, der Bouillon und dem Rahm ablöschen und alles aufkochen, über die Capuns giessen, alles in der Form verteilen.

3. Den geriebenen Bergkäse darüber streuen und im vorgeheizten Ofen ca. 15-20 Minuten gratinieren. Zum Servieren mit dem Stiel-Gemüse auf die Teller verteilen, etwas Sauce dazu geben und mit feinen Landjägerwürfeln garnieren.

Zubereitung über dem Feuer
Für die Zubereitung über dem Feuer braucht man eine gute Glut und einen fürs Feuer geeigneten Gusseisentopf, z.B. einen Dutch Oven. Die Capuns können im Voraus gerollt und gut transportiert werden. 

1. Reichlich Bratöl in den Gusseisentopf geben. Den Topf auf die Glut stellen und einige Minuten erhitzen lassen. Vom Feuer nehmen, zuerst die fein geschnittenen Stielenden, dann die Capuns mit der offenen Seite nach unten in den Topf legen und zurück auf das Feuer stellen. Nach 1-2 Minuten den Weisswein, die Bouillon und den Rahm dazu giessen, mit dem Deckel verschliessen, den Deckel mit Glut bedecken und ca. 10 Minuten kochen lassen.

2. Den Deckel vorsichtig öffnen, den geriebenen Bergkäse über die Capuns streuen, den Deckel erneut schliessen und den Käse 2-3 Minuten schmelzen lassen. 

3. Den Topf vom Feuer nehmen, die Capuns mit einer Schöpfkelle aus der Flüssigkeit nehmen, mit dem Stiel-Gemüse auf die Teller verteilen, etwas Sauce dazu geben und zum Servieren mit feinen Landjägerwürfeln garnieren.

 

Dampfnudeln mit Gerösteten Weisswein-Pfirsichen

Wenn der süsse Duft nach frisch gebackenem Hefeteig die Wohnung erfüllt, schwelgen wir in Kindheitserinnerungen. Dampfnudeln standen weit oben auf der Essenswunsch-Liste und wurden jährlich zum Geburtstag gebacken. Die ursprünglich süddeutsche Speise fand über Generationen hinweg einen festen Platz im Repertoire der Kochgewohnheiten unserer Familien. Traditionell wird dazu Vanillesauce gereicht, zur Saison passend bevorzugen wir dieses Mal in Weisswein geröstete Pfirsiche als fruchtigere Begleitung.

Zutaten
Für den Teig

250 g Mehl
1 Prise Salz
80 g Zucker
20 g frische Hefe
1 dl Milch, lauwarm
1 grosses Ei
Schalenabrieb einer halben Zitrone
40 g Butter

Für die Füllung
3 reife, flache Pfirsiche
2 EL brauner Zucker
1/2 TL Vanille-Extrakt
5 EL gemahlene Mandeln

Für den Guss
2 dl Milch
3 EL Zucker
40 g Butter

Für die gerösteten Pfirsiche
6-8 reife, flache Pfirsiche
1 dl trockener Weisswein
2 EL Honig

Zum Servieren
Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung Dampfnudeln
1. Das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben, in der Mitte eine Mulde bilden. Den Zucker hineingeben, die Milch mit der Hefe verrühren, bis sich diese auflöst, und dann in die Mulde giessen. 

2. Das Ei, den Schalenabrieb der Zitrone und die Butter in kleinen Stücken dazugeben. Nach und nach zu einem weichen, geschmeidigen Teig kneten. Mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken und an der Wärme etwa eine Stunde um das Doppelte aufgehen lassen.

3. Unterdessen die Füllung vorbereiten. Die Pfirsiche entsteinen in kleine Stücke schneiden und mit dem Zucker in einer Pfanne aufkochen. Den Vanille-Extrakt dazugeben, 5 Minuten auf niedriger Hitze weiter kochen, den Topf vom Herd nehmen und die gemahlenen Mandeln dazugeben, alles gut vermengen und auskühlen lassen. 

4. Eine Auflaufform mit Butter einfetten. Für den Guss alle Zutaten erwärmen, auflösen lassen und die Hälfte davon in die Auflaufform giessen. Aus dem Teig 6-8 gleich grosse Kugeln formen. Mit der Handfläche etwas flach drücken, jeweils 1-2 EL Füllung in die Mitte geben. Die Teigenden um die Füllung herum zusammendrücken und, mit der zusammengedrückten Seite nach unten, nebeneinander in die Auflaufform setzen. Erneut ca. 30-40 Minuten gehen lassen. 

5. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Die Dampfnudeln etwa 20 Minuten backen, den restlichen Guss darüber giessen und 10-15 Minuten fertig backen. 

6. Zum Servieren mit reichlich Puderzucker bestäuben und mit den gerösteten Weisswein-Pfirsichen anrichten. 

Zubereitung geröstete Pfirsiche
1. Die Pfirsiche entsteinen und in kleine Schnitze schneiden. Die Butter in einer Pfanne zergehen lassen. Die Pfirsichschnitze dazugeben, einige Minuten anrösten, den Honig darüber träufeln und alles mit dem Weisswein ablöschen. Kurz einkochen und dann vom Herd nehmen. Noch warm zu den Dampfnudeln servieren.

Je nach Saison kann das Rezept auch gut mit Pflaumen, Äpfeln oder anderem Obst der Saison zubereitet werden.

Sommer, 2015Nom NomComment
Ricotta Gnocchi mit grünem Olivenpesto

Wir schwelgen noch immer in Erinnerung an unseren vergangenen Urlaub in Italien. Das mediterrane Klima, der Duft nach Pinienwäldern und das Schlendern durch unzählige Lebensmittelmärkte liessen die Faszination für unser Nachbarland und insbesondere dessen kulinarisches Angebot einmal mehr entfachen. Mit diesem typisch norditalienischen Rezept für selbstgemachte Kartoffel-Ricotta-Gnocchi mit Olivenpesto lassen wir einen dieser Genussmomente erneut aufleben.


Für 4 Personen

Zutaten für das Olivenpesto
40 g Pinienkerne
50 g Pecorino
150 g grüne Oliven, entsteint
1 Knoblauchzehe
100 ml Olivenöl
1 Hand voll Basilikum Blätter
Schalenabrieb einer halben Zitrone
Salz
Pfeffer

Zutaten für die Gnocchi
600 g Kartoffeln, mehligkochend
Salz
200 g Ricotta
1 Ei
150 g Mehl
1 EL Olivenöl
1/2 TL Salz
Muskatnuss, frisch gerieben
Pfeffer
Mehl für die Arbeitsfläche

Zum Servieren
Geröstete Pinienkerne
Gehobelter Pecorino

Zubereitung Olivenpesto
1. Für das Olivenpesto die Pinienkerne in einer Pfanne bei mittlerer Hitze anrösten. Den Pecorino reiben.

2. Die Oliven in den Mixer geben und den Knoblauch dazu pressen. Das Olivenöl, die Pinienkerne, den geriebenen Pecorino sowie den Schalenabrieb der Zitrone dazu geben und alles im Mixer fein zerkleinern.

3. Das Pesto nach Wunsch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls das Pesto nicht gleich gebraucht wird oder etwas übrig bleibt, kann es in gut verschliessbaren Gläsern im Kühlschrank aufbewahrt werden. Nach jedem Gebrauch sollte die Oberfläche jeweils mit Olivenöl bedeckt werden.
 

Zubereitung Ricotta Gnocchi
1. Die Kartoffeln mit der Schale in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Dann die Hitze reduzieren und die Kartoffeln ca. 30-40 Minuten (je nach Grösse) weich kochen. Das Wasser abgiessen und die heissen Kartoffeln gut ausdämpfen lassen. 

2. Die Kartoffeln pellen und noch heiss durch die Kartoffelpresse oder das Passevite in eine Schüssel drücken.

3. Das Ei, den Ricotta, das Mehl und das Olivenöl dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen, alles mit einer Kelle verrühren und mit den Händen zügig zu einem glatten Teig verkneten. Der Teig soll glatt sein und nicht mehr kleben. Falls nötig noch etwas Mehl zugeben. 

4. Auf einer mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche jeweils einen Viertel des Teiges zu 1 cm dicken Rollen formen. Mit einem Messer in ca. 1,5 cm lange Stücke schneiden, diese zu Kugeln formen und mit den Zinken einer Gabel das typische Muster in die Gnocchi drücken. 

5. In einem grossen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Die Hälfte der Gnocchi in das kochende Wasser geben und kochen lassen, bis sie an die Oberfläche kommen. Etwa 1 Minute weiter kochen, mit einer gelochten Kelle aus dem Wasser schöpfen, abtropfen lassen und, während der zweite Teil zubereitet wird, auf einer vorgewärmten Platte warmstellen. 

6. Zum Servieren das Pesto über die Gnocchi geben oder beides zusammen in einer Pfanne kurz schwenken. Zum Schluss mit gerösteten Pinienkernen und gehobeltem Pecorino bestreuen.

Sommer, Herbst, 2015sNom NomComment
Wassermelone Hibiskus Smoothie

Wie alle guten Dinge geht auch der Sommer schneller vorbei als uns lieb ist. Bevor man alle Vorzüge des bunten Sortiments an Früchten auskosten konnte, klopft bereits der Herbst an die Tür. Mit diesem Wassermelonen Hibiskus Smoothie lässt sich ein sommerlicher Frischekick noch einmal zurück ins Glas holen, um sich danach so richtig auf den Herbst mit seinen Trouvaillen im Früchte- und Gemüseregal zu freuen. 


Ergibt etwa 4 grosse Gläser

Zutaten
700 g Wassermelone
6 getrocknete Hibiskusblüten
oder 4 EL Hibiskustee
500 ml Wasser
Saft einer Limette
4 EL Honig oder Agavensirup zum Süssen
Eiswürfel
 

Zubereitung
1. Das Wasser zum kochen bringen. Die Hibiskusblüten oder den Hibiskustee damit übergiessen. Etwa 5–10 Minuten ziehen lassen.

2. Die Blüten aus dem gezogenen Tee entfernen. Den Saft der Limette und den Honig dazu geben, gut verrühren, den Tee auskühlen lassen.

3. Die Wassermelone in Stücke schneiden, die Kerne sowie die Schale entfernen und in einem Mixer zu einer feinen Flüssigkeit verarbeiten. 

4. Den Wassermelonensaft zum ausgekühlten Tee geben und gut verrühren. Zum Servieren mit reichlich Eiswürfel in Gläser füllen.  

Sommer, 2015Nom NomComment
Heidel- und Brombeer Clafoutis

Wie man schon am Namen unschwer erraten kann (wird Kla-fu-tii ausgesprochen), kommt dieses Mittelding aus Auflauf und Kuchen ursprünglich aus unserem Nachbarland Frankreich.Traditionellerweise wird die Süssspeise mit Kirschen zubereitet, Heidel- und Brombeeren passen aber genauso gut dazu. 

Die einfache Zubereitung mit einem Rührteig, der über die Beeren gegossen wird, macht den Kuchen absolut gelingsicher. Selbstverständlich sind der Kreativität für eigene Adaptionen keine Grenzen gesetzt. Das Rezept eignet sich bestens dazu, bereits sehr reife Beeren und Früchte zu verarbeiten. Wenn die Saison nicht viel Frisches hergibt, können auch gefrorene Beeren verwendet werden.

Ergibt eine ofenfeste Form von ca. 28 cm Durchmesser oder etwa 6-8 Förmchen von 9 cm Durchmesser

Zutaten
100 g Crème Fraîche
4 Eier
5 EL Zucker
1 Prise Salz
5 EL Mehl
1.5 dl Milch oder Rahm
1 Vanilleschote
3 EL Mandelblättchen

Butter für die Form

Zum Servieren
Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung
1. Den Backofen auf 200° C vorheizen. Die Form mit Butter und 1 EL Zucker bestreuen. Die Heidel- und Brombeeren waschen, trockentupfen und dicht auf dem Boden der Form verteilen. 

2. In einer Schüssel die Creme Fraiche, die Eier, den Zucker, das Salz, das Mehl und die Milch vermengen. Die Vanilleschotte auskratzen und ebenfalls dazugeben. Umrühren bis der Teig weich und geschmeidig ist und dann über die Beeren giessen. Die Mandelblättchen nach Belieben darüber streuen.

3. Den Clafoutis 30-40 Minuten im vorgeheizten Ofen goldbraun backen. 5 Minuten abkühlen lassen und in Stücke schneiden. Noch lauwarm schmeckt es am besten. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Sommer, 2015Nom NomComment
Gefüllte Auberginen mit Bulgur und Joghurt

Auberginen haben ihren festen Platz in der orientalischen Küche. Bei dieser, im Ofen gerösteten und mit Bulgur gefüllten, Variante vereint sich das nussige Aroma der Eierfrucht mit den Gewürzen aus dem Nahen Osten. Um der Füllung eine frische Zitrusnote zu verleihen, verwenden wir dazu unsere in Salz eingelegten Zitronen. 

 

Für 4 Personen

Zutaten
2 grosse Auberginen

Zum Bestreichen der Auberginen
100 ml Olivenöl
1/2 eingelegte Zitrone
1 Knoblauchzehe
2 EL Za'atar Gewürzmischung

Salz
Pfeffer

Für die Bulgur-Füllung
150 g grobkörniger Bulgur
340 ml Bouillon
3 EL Butter
1/2 eingelegte Zitrone
einige Zweige Petersilie
1 Handvoll Pfefferminze
120 g geröstete und gesalzene Pistazien
wenig Muskatnuss
Salz
Pfeffer

Zum Servieren
180 g Griechisches Joghurt
1 TL Tahini
wenig Olivenöl zum Beträufeln

Zubereitung
1. Den Ofen auf 180° C vorheizen. Zum Rösten der Auberginen werden diese mit einer Paste bestrichen. Dazu den Knoblauch pressen, das Olivenöl sowie das Za'atar Gewürz dazugeben.  Die eingelegte Zitrone mit Wasser abspülen und inklusive Schale sehr fein hacken. Die Hälfte davon zur Gewürzpaste geben, alles gut vermischen und die zweite Hälfte der Zitrone für die Füllung zur Seite stellen. 

2. Die Auberginen der Länge nach halbieren, das helle Fleisch mehrfach einschneiden ohne dabei die Schale zu verletzen.

3. Die Gewürzpaste auf die Schnittflächen der Auberginen-Hälften verteilen und gleichmässig verstreichen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Mit der bestrichenen Fläche nach oben auf ein Blech legen und im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten backen bis das Auberginenfleisch butterzart ist. 

4. Währenddessen in einem Topf die Bouillon aufkochen, den Bulgur dazugeben. Den Topf vom Herd nehmen, mit dem Deckel verschliessen und 10 Minuten quellen lassen. 

5. Die Butter zum Bulgur geben und mit einer Gabel auflockern. Die Petersilie sowie die Pfefferminze fein hacken und mit der gehackten Zitrone unter den Bulgur mischen. Wenig Muskatnuss dazu reiben. Die Pistazien ebenfalls hacken und dazugeben. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Salz vorsichtig dosieren, da die Zitrone bereits sehr salzig ist. 

6. Das weiche Fleisch der Auberginen mit einem Löffel leicht eindrücken und die Auberginen mit dem Bulgur füllen. 

7. Zum Servieren das Joghurt mit Tahini mischen, über die Auberginen geben und mit etwas Olivenöl beträufeln.

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Marokkanische eingelegte Zitronen

In Salz eingelegte Zitronen sind eine typisch Marokkanische Spezialität, mit der unterschiedlichsten Speisen eine frische zitronige Würze verliehen werden kann. Konserviert im Glas hat man sie immer zur Hand um Fisch- oder Fleischgerichten, Salatdressings oder Tajines zu verfeinern. 

Zutaten
15 kleine, unbehandelte, möglichst dünnschalige Zitronen
200 g grobes Meersalz
4 Lorbeerblätter
1 EL schwarze Pfefferkörner

Zubereitung
1. Ein grosses Einmachglas ca. 1-1,5 Liter sterilisieren. Das Glas in einem grossen Topf in kochendem Wasser 10 Minuten auskochen oder 15 Minuten bei 100° C in den vorgeheizten Backofen stellen (Den Gummiring separat auskochen). Nach dem Sterilisieren nicht mehr in das Glas fassen.

2. Den Saft von 5 Zitronen auspressen. Die restlichen Zitronen gründlich waschen. Längs übers Kreuz zu 3/4 einschneiden und die Einschnitte mit reichlich Meersalz bestreuen, wieder zusammen drücken und dicht in das vorbereitete Glas schichten.

3. Die Lorbeerblätter, die Pfefferkörner sowie das restliche Salz ebenfalls in das Glas geben, den Zitronensaft darüber giessen und mit kochendem Wasser auffüllen. Das Glas verschliessen und mindestens drei Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen. Von Zeit zu Zeit schwenken. 

4. Vor dem Verwenden die Zitronen kurz mit Wasser abspülen, da sie sonst zu salzig sind. Fein gehackt können die Zitronen Salaten sowie Eintöpfen beigemischt oder zum Würzen von Fleisch und Fisch verwendet werden.

 

Schokoladen Himbeer Tartelettes

Diese attraktiven Tartelettes haben es in sich. Unter der rot leuchtenden Himbeerkrone versteckt sich ein cremiger Schokoladenkern, der wie Butter auf der Zunge vergeht. Mit selbstgepflückten Beeren macht das Dekorieren der Tartelettes doppelt Freude. Einen Ausflug aus der Stadt, zum Bauer in der Nähe, können wir wärmstens empfehlen. Zum Beispiel zum Riedenholzhof, wo es neben Beeren zum selberpflücken auch einen Hofladen mit verschiedenen BIO Produkten gibt. 

Für 1 grosse Tarte oder kleine 8-10 Tartelettes, je nach Grösse der Formen

Zutaten
Für den Teig

100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
30 g gemahlene, geschälte Mandeln
150 g Butter
1 Prise Salz
1 Ei
225 g Mehl
2 EL Kakaopulver

Butter und Mehl zum Einfetten der Förmchen

Für die Füllung
250 g Schokolade mit 65 % Kakaoanteil
180 g Butter
2 Eier
2 Eigelbe
2 EL Rum
80 g Zucker

Zum Dekorieren
ca. 250 g Himbeeren oder andere Beeren der Saison

Zubereitung
1. Den Zucker, den Vanillezucker, die gemahlenen Mandeln, die Butter und das Salz in eine grosse Schüssel geben. Mit der Küchenmaschine oder einem Spatel zu einer homogenen Masse verrühren. 

2. Das Ei hinzufügen und weiter rühren. Das Mehl mit dem Kakaopulver dazugeben, alles zu einem homogenen Teig verkneten. 

3. Den Teig zu einer Kugel formen, etwas flach drücken und in Frischhaltefolie gewickelt im Kühlschrank ca. 2 Stunden ruhen lassen. 

4. Nach der Ruhezeit den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 3 mm dick ausrollen. 

5. Den Ofen auf 170° C vorheizen. Die Tartlettes-Förmchen einbuttern, mit Mehl bestreuen und mit dem Teig auskleiden. Die Teigböden mit einer Gabel mehrfach einstechen und im vorgeheizten Ofen je nach Grösse etwa 10-15 Minuten backen. 

6. Für die Füllung die Eier mit den Eigelben mit dem Handmixer schaumig schlagen, bis die Masse heller wird. 

7. In einem Topf die Butter mit der Schokolade auf kleinster Stufe schmelzen lassen. Den Rum dazugeben, alles gut verrühren und mit einem Spatel vorsichtig unter die Eimasse ziehen. Die Masse sollte eine lockere und homogene Konsistenz haben. 

8. Die Backofen-Temperatur auf 190° C erhöhen. Die Füllung bis zum Rand in die vorgebackenen Teigböden giessen und glatt streichen. Die Tartelettes etwa 5 Minuten backen, etwas auskühlen lassen und mit frischen Himbeeren oder anderen Beeren garnieren. 

Am besten noch leicht warm mit flüssigem Kern servieren.

Sommer, 2015Nom NomComment
Kirschen Konfitüre

In frostigeren Jahreszeiten wünschen wir uns nichts sehnlicher, als das momentane reichhaltige Angebot an frischen Früchten und Beeren. Mit selbst gemachter Konfitüre lässt sich ein Teil dieses süssen Sommerglücks konservieren, um es im Winter erneut aufleben zu lassen. Nach Lust und Laune kann man sich quer durch die Früchteschale probieren, denn fast alles lässt sich problemlos mit diesem einfachen Grundrezept zu Konfitüre einkochen.
Durch den unterschiedlichen Pektingehalt der Früchte, muss nur bei der Kochzeit variiert werden. Mit der Gelierprobe lässt sich das einfach erproben. Uns haben es diese Woche am Markt die Kirschen besonders angetan. Der Kirschen Konfitüre haben wir mit einem Schuss Amaretto zusätzlich eine feine Mandelnote verliehen.

Zubereitung
1. Beim Abfüllen der Konfitüre müssen die Einmachgläser steril sein, um die Haltbarkeit zu garantieren. Dazu können die Gläser sowie die Deckel 10 Minuten in Wasser ausgekocht werden. Zum Trocknen auf ein sauberes Küchentuch stellen, nicht ausreiben.

2. Die Kirschen unter fliessendem Wasser gründlich waschen. Von Hand oder mithilfe eines Entsteiners entsteinen.

3. Die Früchte mit dem Zucker in einen grossen Topf geben. Den Amaretto hinzufügen und alles auf mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren aufkochen.  

4. Wer keine zu grossen Fruchtstücke in der Konfitüre mag, kann die Früchte mit dem Pürierstab kurz pürieren oder mit einer Rührkelle zerdrücken.

5. Die Konfitüre sollte je nach Fruchtsorte ca. 5-15 Minuten sprudelnd kochen. Für die Gelierprobe einen Tropfen der Konfitüre auf einen Teller geben und kurz in den Kühlschrank legen. Bildet sich beim Antupfen mit dem Finger eine feine Haut, ist die Konfitüre fertig. 

6. Die Konfitüre nach erfolgreicher Gelierprobe möglichst heiss in die Einmachgläser abfüllen, fest zuschrauben und auf den Deckel gekehrt auskühlen lassen. So entsteht ein Vakuum, das die Haltbarkeit der Konfitüre verbessert. 

Die Gläser an einem kühlen und dunklen Ort lagern. Die Haltbarkeit ist abhängig vom Zuckergehalt (1:1 bis zu 12 Monate, 1:2 etwa 6 Monate). Nach dem Öffnen die Konfitüre im Kühlschrank aufbewahren. 


Ergibt etwa 1,5 l Konfitüre = ca. 6 kleine Gläser

Zutaten
1 kg Kirschen (entsteint gewogen)
500 g Gelierzucker 2:1
100 ml Amaretto

Wir bevorzugen die Konfitüre mit mehr Frucht- als Zuckeranteil. Mit dem Gelierzucker 1:1 funktioniert es mit 1 kg Zucker auf 1 kg Früchte genauso gut. Das Verhältnis ist jeweils auf der Zuckerpackung angegeben.

 

 

Grillbeilagen Spezial

Dieser Sommer beschert uns besonders viele Sonnentage. Der Duft nach gegrilltem Fleisch liegt allgegenwärtig in der Luft. Damit neben dem Grillgut auf dem Beilagenbuffet für genügend Abwechslung gesorgt ist, verraten wir euch unsere drei Lieblingsrezepte für schmackhafte Begleiter zu Steak, Bratwurst und Co. Die Salate lassen sich gut im Voraus zubereiten und auf Übriggebliebenes freut man sich am nächsten Tag im Büro zum kalten Lunch.

  

Linsensalat mit gerösteten Süsskartoffeln

Für 4 Personen

Zutaten
300 g Belugalinsen 

3 mittelgrosse Süsskartoffeln
3 EL Honig
4 EL Olivenöl
1 TL Paprika edelsüss
Salz
Pfeffer

1/2 rote Peperoni oder Chili wenn man es scharf mag
1 Bund glatte Petersilie

Für die Sauce
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe
6 EL Olivenöl
Saft einer Limette
3 EL Sherry-Essig
Salz
Pfeffer

Zum Servieren
1 Handvoll frischer Rucola

Zubereitung
1. Die Linsen gründlich waschen, mit der dreifachen Menge Wasser ohne Salz etwa 30 Minuten kochen, abgiessen, mit kaltem Wasser abschrecken und in eine grosse Schüssel geben.

2. Für die gerösteten Süsskartoffeln den Ofen auf 200° C vorheizen. Die Süsskartoffeln in ca. 2 cm dicke Streifen schneiden. In einer Schüssel den Honig mit dem Olivenöl und dem Paprika vermischen. Die Süsskartoffeln dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen, alles gut vermengen. Auf einem mit Backpapier belegtem Blech verteilen und im vorgeheizten Ofen etwa 15 Minuten goldbraun rösten. 

3. Unterdessen die Peperoni in kleine Würfel schneiden, die Petersilie fein hacken und beides zu den Linsen geben. Die fertigen Süsskartoffeln etwas auskühlen lassen und ebenfalls untermischen. 

4. Für die Sauce in einer Pfanne 1 Esslöffel des Olivenöls erhitzen. Die Zwiebel und den gepressten Knoblauch kurz darin andünsten. In ein Gefäss geben. Das restliche Olivenöl, sowie den Saft der Limette und den Sherry-Essig dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Sauce mit dem Salat vermengen.

5. Der Salat schmeckt lauwarm oder kalt. Zum Servieren mit frischem Rucola garnieren.

Orientalischer Quinoa Salat


Für 4 Personen

Zutaten
250 g Quinoa
5 dl Gemüsebouillon

1 grosse Aubergine
1 Knoblauchzehe
1 Salatgurke
1/2 rote Peperoni
1 Granatapfel
1 Bund glatte Petersilie
1 Handvoll frische Minzblätter
150 g Mandeln 

Für die Sauce
Saft einer Zitrone
2 EL Tahini
6 EL Olivenöl
Saft einer halben Orange (ca. 4 EL)
Salz
Pfeffer

Zubereitung
1. Quinoa unter fliessendem Wasser waschen. In der Gemüsebouillon aufkochen und etwa 10-15 Minuten auf kleinster Stufe quellen lassen. Mit einer Gabel auflockern.

2. Die Aubergine in kleine Würfel schneiden. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, den Knoblauch dazu pressen und die Aubergine darin anbraten. In einem Gefäss zur Seite stellen, etwas auskühlen lassen und dann unter den Quinoa mischen. 

3. Die Salatgurke sowie die Peperoni ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Die Granatapfelkerne aus dem Granatapfel lösen und Die Petersilie und die Minzblätter fein hacken, alles zum Quinoa geben. 

4. Für die Sauce alle flüssigen Zutaten verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken, unter den Salat mischen. 

5. Mit einem scharfen Messer die Mandeln grob hacken, in einer Pfanne auf mittlerer Hitze anrösten, zum Servieren über den Salat streuen. 

Kartoffel Artischocken Salat

Für 4 Personen

Zutaten
1 kg festkochende Kartoffeln
1, 5 dl Wasser
1 Bouillonwürfel
3 EL Weissweinessig

1 l Wasser
Saft einer halben Zitrone
1/2 TL Salz
2 grosse Artischocken

Für die Sauce
2 EL grobkörniger Senf
3 EL Mayonnaise
2 EL Naturejoghurt
1 Schalotte, kleingeschnitten
Salz
Pfeffer
3 EL Schnittlauch, fein gehackt
3 EL frischer Dill, fein gehackt

Zubereitung
1. Kartoffeln in der Schale ca. 20-30 Minuten weich kochen. Kurz mit kaltem Wasser abschrecken, schälen oder direkt mit der Schale in Scheiben schneiden und in eine grosse Schüssel geben. 

2. Das Wasser mit dem Bouillonwürfel zum Kochen bringen. Den Essig beigeben und über die Kartoffelscheiben giessen. Etwa 30 Minuten ziehen lassen, ab und zu umrühren. 

3. Für die Artischocken das Wasser mit dem Zitronensaft und dem Salz zum Kochen bringen. Die Artischocken waschen und die harten äusseren Blätter entfernen. Die Stiele vollständig heraus brechen. Die obere Hälfte der Artischocken wegschneiden, dabei alle holzigen Bestandteile und Blattspitzen entfernen. Halbieren und das „Heu“ herauskratzen. Sofort zum Sud geben und ca. 20 Minuten (je nach Grösse) weich kochen. Die Artischockenherzen kleinschneiden und unter die Kartoffeln mischen.

4. Für die Sauce die Hälfte der Kräuter mit den restlichen Zutaten verrühren. Vorsichtig unter die Kartoffeln und Artischocken mischen und zum Servieren mit den übrigen Kräutern garnieren.

Erdbeer Champagner Torte

Was wäre eine sommerliche Dinnerparty ohne den krönenden Abschluss in Form einer selbst gemachten Torte? Diese einfache Kreation kombiniert zwei süsse und prickelnde Komponenten zu einer Show stehlenden Überraschung für die Gäste. Fruchtige Erdbeeren unter einer zarten Schicht aus Sahne und Joghurt mit einem Hauch von Champagner runden ein gelungenes Festmahl perfekt ab. 

Ergibt eine Torte von ca. 26 cm Durchmesser.

Die Torte muss zum Festwerden insgesamt etwa 4 Stunden kalt gestellt werden, dazu muss genügend Zeit einberechnet werden. 

Zutaten
Für den Tortenboden

200 g Mehl
1 Prise Salz
50 g geschälte, gemahlene Mandeln
80 g Zucker
125 g Butter
1 Ei
1/2 TL Vanilleextrakt

Für die Joghurtmasse
450 g Mascarpone
300 g Naturejoghurt
200 ml Champagner oder anderer Schaumwein

12 Blatt Gelatine
200 g Zucker
250 ml Vollrahm
1 TL Vanilleextrakt oder 1/2 Vanilleschote
400 g Erdbeeren

Für den Erdbeerspiegel
350 g Erdbeeren
3 EL Zucker
1 EL Zitronensaft
3 Blatt Gelatine

Zum Servieren
einige frische Erdbeeren

 

Zubereitung
1. Für den Tortenboden das Mehl, Salz, gemahlene Mandeln, Zucker und die Butter in Flöckchen in eine Schüssel geben, kurz mit dem Handrührgerät verrühren. Dann das Ei und den Vanilleextrakt dazugeben und weiter rühren.

2. Den Teig aus der Schüssel nehmen, mit den Händen gleichmässig glatt kneten, in Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 Minuten kalt stellen.

3. Den Ofen auf 180° C vorheizen. Den Boden einer Springform mit Backpapier auskleiden. Nach der Ruhezeit den Teig auf die Grösse der Springform ausrollen und mit den Händen gleichmässig flach drücken. Mit einer Gabel mehrfach einstechen und im vorgeheizten Ofen 20-30 Minuten goldbraun backen. Den Teig vorsichtig aus der Form lösen und vollständig auskühlen lassen.  

4. Für die Joghurtmasse die Gelatineblätter in Wasser einweichen. Den Mascarpone, Joghurt, Champagner, Zucker und den Vanilleextrakt in einer grossen Schüssel vermischen. In einer zweiten Schüssel den Vollrahm steif schlagen.

5. Die eingeweichte Gelatine in einem kleinen Topf auf kleinster Stufe erwärmen und schmelzen lassen. Den Topf vom Herd nehmen, einige Esslöffel der Joghurtmasse unterrühren und dann alles unter die restliche Joghurtmasse heben. Zum Schluss den geschlagenen Rahm unterheben.

6. Den Tortenboden zurück in die Springform geben oder mit einem Tortenring umschliessen. Die Erdbeeren waschen, halbieren und gleichmässig auf dem Teig verteilen.

7. Die Joghurtmasse darüber giessen und glatt streichen. Die Torte im Kühlschrank mindestens 3 Stunden kühl stellen und fest werden lassen.

8. Für den Erdbeerspiegel die Erdbeeren pürieren und durch ein feines Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen. Das Püree mit dem Zitronensaft sowie dem Zucker in einen Topf geben, erwärmen und die Gelatine darin vollständig auflösen lassen. 

9. Den Topf vom Herd nehmen, etwas auskühlen lassen und gleichmässig über die unterdessen festgewordenen Joghurtmasse verteilen. Erneut im Kühlschrank etwa eine Stunde fest werden lassen. 

10. Die Torte direkt aus dem Kühlschrank servieren und mit frischen Erdbeeren belegen. Dazu schmeckt ein Glas Champagner, z.B Champagne Bollinger AOC, Special Cuvée Brut oder anderer Schaumwein. 

Die Torte lässt sich auch gut mit anderen Beeren z.B Himbeeren zubereiten. 

Cherrytomaten Tarte Tatin

Genau wie die süsse Tarte Tatin wird auch diese pikante Variante nach dem Backen gestürzt. Durch das Karamellisieren der Tomaten mit Balsamico werden diese erst richtig aromatisch. Gebacken unter einer Decke aus knusprigem Blätterteig entfalten sich die Aromen und bringen ein Stück Dolce Vita direkt auf den Teller.  

Ergibt eine runde Tarte Tatin von ca. 30 cm Durchmesser

Zutaten
100 g schwarze Oliven
1 Handvoll Basilikum
4 EL Olivenöl

1 Butterblätterteig, rund ausgewallt
500 g verschiedenfarbige Cherrytomaten
40 g Butter
3 EL brauner Zucker
2 EL Aceto Balsamico
1 Knoblauchzehe
einige Zweige Thymian
Salz
Pfeffer

Zum Servieren
geröstete Pinienkerne
einige Zweige Thymian

Zubereitung
1. Den Ofen auf 220° C vorheizen. Die Oliven mit dem Basilikum und dem Olivenöl im Mixer pürieren. 

2. Die Haut der Cherrytomaten mehrfach einritzen oder die Cherrytomaten halbieren. Mit einem Teelöffel Salz mischen und in einem Sieb etwa 20 Minuten abtropfen lassen.  

3. Die Butter in einer Pfanne zergehen lassen. Den Zucker mit dem Aceto Balsamico hinzugeben und leicht karamellisieren lassen, dann die Knoblauchzehe dazupressen.

4. Den Thymian waschen, die Blätter abzupfen und zusammen mit den abgetropften Cherrytomaten ebenfalls in die Pfanne geben. Alles mischen, mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken und in eine runde Tarte- oder Springform von ca. 30 cm Durchmesser geben. Der Boden der Form sollte vollständig mit Tomaten bedeckt sein. 

5. Den Blätterteig mit der Oliven-Tapenade bestreichen und mit der bestrichenen Seite nach unten über die Cherrytomaten legen. Die Ränder nach innen falten und etwas andrücken. Mit einer Gabel den Teig mehrmals einstechen.

6. In der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 20-25 Minuten knusprig backen. Nach der Backzeit die Tarte vom Rand der Form lösen, einige Minuten darin ruhen lassen und dann vorsichtig auf einen Teller stürzen. Zum Servieren mit gerösteten Pinienkernen und etwas Thymian bestreuen.