Posts in Winter
Labneh mit Kräutern

Labneh ist ein orientalischer Frischkäse aus dem Libanon, welcher aus Joghurt hergestellt wird. Dem Joghurt wird die Flüssigkeit entzogen, bis ein cremiger und leicht säuerlicher Frischkäse entsteht. Dabei können der Rohmasse weitere Komponenten wie frische Kräuter oder Gewürze beigemischt werden, um den Labneh zu aromatisieren.

Wer die Zubereitung von Käse bis anhin gescheut hat und dieses Rezept ausprobiert, wird schon bald regelmässig den Frischkäse aus dem Supermarkt durch selbstgemachten Labneh ersetzen. Das fertige, streichfeste Produkt lässt sich ganz ohne weitere Verarbeitung auf Pita Brot verzehren, eignet sich zum Bestreichen für Crostinis, zum Füllen von grilliertem Gemüse oder kann, zu kleinen Bällchen gerollt, als Mezze gereicht werden.


ergibt ca. 160 g Labneh-Frischkäse

Der Labneh wird etwa 12-24 Stunden im Tuch abgetropft, man muss also einen Tag im voraus mit der Zubereitung beginnen. 

Zutaten
500 g  griechisches Joghurt
1/2 TL Meersalz
1 EL Olivenöl
1 Handvoll frischer Kräuter, fein gehackt
(z.B. Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Thymian, Minze)

1 Mulltuch oder Küchentuch
(Mulltücher sind z.B. in der Babyabteilung von grossen Supermärkten erhältlich)
Sieb zum Abtropfen 

Zum Servieren
essbare Blüten
Olivenöl zum Beträufeln

Zubereitung
1. In einer Schüssel das Joghurt mir dem Salz, dem Olivenöl und den gehackten Kräutern vermengen. 

2. Ein Küchensieb über eine Schüssel geben und das Mulltuch darin ausbreiten. Das mit Kräutern angereicherte Joghurt in das Tuch geben, mit den Händen kräftig ausdrücken und den Stoff zu einem Bündel formen, bei dem jeweils die gegenüberliegenden Enden zusammenknüpft werden. 

3. Das Bündel kann entweder im Sieb liegen bleiben oder an einem Kochlöffel befestigt über eine Schüssel gehängt werden und muss so für ca. 12–24 Stunden zum Abtropfen an einen kühlen Ort gestellt werden. 

4. Den Labneh zum Servieren auf einen Teller geben, mit Olivenöl beträufeln und nach Wunsch mit essbaren Blüten dekorieren. 

Im Kühlschrank aufbewahrt, hält sich der Labneh einige Tage frisch.

Hausgemachte Chili Salsicce

Die Grillsaison steht vor der Tür. Wer seinen Gästen besonders imponieren will, macht nicht nur die Beilagen selber, sondern legt auch auf den Grill nur Hausgemachtes. Würste selber herzustellen, erfordert eine Portion Geduld und Fingergeschick. Das Ergebnis ist die Mühe wert und kaum vergleichbar mit den vakuumierten Artgenossen aus der Fleischtheke. Unsere Chili Salsiccia ist ein guter Start, um in die heimische Wurstproduktion einzusteigen. Das Fleisch, sowie der Darm werden beim Metzger bestellt, so weiss man nicht nur über die Qualität sondern auch über die Herkunft Bescheid. Auf Konservierungsstoffe wird ganz verzichtet. Kurz gesagt: da weiss man was drin ist.

ergibt ca. 10-12 Chili Salsiccia à 15 cm  

Haushaltsgeräte
Fleischwolf mit grober Lochung
Wurstfüllmaschine oder Aufsatz für Fleischwolf
saubere Nadel

Zutaten 
1 kg durchwachsener Schweinebauch, in Würfel geschnitten
5 g schwarze Pfefferkörner
1 TL Fenchelsamen
2 EL Paprikapulver, edelsüss
1 EL Piment d´Espelette

1 EL Olivenöl
1 Chilischote, entkernt und fein gehackt (Schärfe nach Belieben)
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Zwiebel, fein gehackt
2 EL Petersilie, fein gehackt
50 ml trockener Weisswein
15 g Salz

ca. 2,5 Meter Schweinedarm 28/30 mm

Vorbereitung
1. Naturdärme sollten mindestens 2 Stunden in lauwarmem Wasser eingeweicht und durchgespült werden. Zum Spülen ein Darmende mit zwei Fingern öffnen und vorsichtig Wasser hineinlaufen lassen. Damit das Wasser durchlaufen kann, das Ende leicht anheben. 

Zubereitung
1. Die Pfefferkörner und die Fenchelsamen in einer heissen Pfanne unter ständigem Rühren anrösten. Mit dem Paprika und dem Piment d’Espelette in den Mörser geben und fein zermahlen.

2. Das Olivenöl in einer Pfanne erwärmen. Zwiebel, Knoblauch, Chili und Petersilie kurz im Öl andünsten, in eine Schüssel geben und zur Seite stellen. 

3. Das Fleisch durch die grobe Scheibe des Fleischwolfs drehen. Die gemahlenen Gewürze, die Zwiebel-Knoblauch-Chili-Mischung, das Salz und den Weisswein zum Fleisch geben. Die Wurstmasse mit den Händen oder mit dem Knethaken der Küchenmaschine kurz und gründlich vermengen (evt. Handschuhe tragen).

4. Die Fleischmasse in den Wurstfüller geben und bis zum Ende des Füllrohrs pressen. Den Darm auf das Füllrohr stülpen, den ganzen Darm über das Rohr ziehen und am Ende möglichst dicht bei der Öffnung einen Knoten machen. 

5. Die Wurstmasse bis zur gewünschten Länge der Wurst in den Darm pressen. Die Masse sollte kompakt vom Darm umschlossen sein, jedoch nicht zu stark gepresst werden, sonst platzt die Wurst beim Anbraten auf. Lufteinschlüsse sollten möglichst vermieden werden. Zum Abdrehen der Würste mit dem Daumen und dem Zeigefinger der linken Hand die Wurst nach der gewünschten Länge abdrücken und mit der rechten Hand die Wurst mehrmals drehen. Nach jeder neuen Wurst die Drehrichtung wechseln, damit die vorherigen Drehungen nicht aufgehen. 

6. Um das Aufplatzen beim braten zu vermeiden, die Würste vor der Zubereitung mehrfach mit einer dünnen Nadel einstechen, so können Lufteinschlüsse entweichen. Die Salsicce werden am Besten auf dem Grill gebraten, können aber auch in der Pfanne zubereitet werden. Das Fleisch sollte auf jeden Fall ganz durch und in der Mitte nicht mehr rosa sein.

Die Würste können im Kühlschrank einen Tag aufbewahrt oder für die spätere Verwendung eingefroren werden.

Schwarzwurzelmuffins

Die Spargelsaison lässt noch einige Wochen auf sich warten. Unterdessen greifen wir dafür als Alternative zu Schwarzwurzeln. Die langen dunkeln Wurzeln werden manchmal als Winterspargel bezeichnet und sind von Oktober bis April erhältlich. Unter der erdigen Schale verbirgt sich ein feines weisses Fleisch mit leicht nussigem und würzigem Aroma. Diese rezenten Muffins sind eine gute Gelegenheit sich dem alten Wintergemüse auf neue Art zu nähern.
 
Muffins haben die ideale Form und Grösse, um als Zwischenmahlzeit für Stärkung zu sorgen. Begleitet von einem knackigen Salat werden sie zu einem einfachen und schnell zubereiteten Zmittag, der sich praktisch transportieren lässt. Eine lohnenswerte Abwechslung neben der Auswahl in der Kantine oder dem Angebot am Take Away.

 

ergibt 12 grosse Muffins
 
Zutaten
300 g Schwarzwurzeln (gerüstet gewogen)
3 EL Zitronensaft
2 EL Butter
Salz
Pfeffer
 
150 g Weissmehl
100 g Vollkornmehl
2 TL Backpulver
1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer
3/4 TL Salz
 
3 grosse Eier
250 g Griechisches Naturejoghurt
1 Messerspitze Safran
4 EL Olivenöl
 
80 g Gruyère, gerieben
1 Handvoll Petersilie
 
Zum Dekorieren
2-3 Scheiben Landrauchschinken

Zubereitung
1. Den Backofen auf 200° C vorheizen. Ein Muffinblech einfetten oder mit Papierförmchen auslegen.
 
2. Die Schwarzwurzeln unter kaltem, fliessendem Wasser schälen, in kleine Würfelchen schneiden, mit dem Zitronensaft in eine Schüssel geben und vermengen, damit das Gemüse nicht anläuft.
 
3. Die Butter in einer Bratpfanne schmelzen und die Schwarzwurzel-Würfelchen darin ca. 5 Minuten andünsten bis sie weich sind. Mit Salz und Pfeffer würzen.
 
4. Für den Muffinteig die trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und vermischen.
 
5. In einer zweiten Schüssel die Eier, das Joghurt den Safran und das Olivenöl verrühren und mit dem geriebenen Gruyère, der Petersilie sowie den Schwarzwurzeln zu den trockenen Zutaten geben.  Zu einem homogenen Teig ohne Klümpchen verrühren.
 
6. Den Teig in das vorbereitete Muffinblech verteilen. Die Vertiefungen sollten bis knapp unter den Rand der Form gefüllt sein, so haben die Muffins nach dem Backen die perfekte Form.
 
7. Den Landrauchschinken in kleine Stücke schneiden und über die Muffins streuen. Das Blech in den vorgeheizten Ofen geben und ca. 20-25 Minuten goldbraun backen.

Bananenbrot

Bananenbrot erfreut sich grosser Beliebtheit. Es nennt sich Brot, ist aber von der Zubereitung, wie auch vom hohen Energiegehalt her, eher ein Kuchen. Die Bananen werden sehr reif verarbeitet, denn so wird das Brot richtig aromatisch und perfekt in der Konsistenz. Das Rezept kommt genau richtig zum Einsatz, wenn die Bananen zu lange in der Obstschale lagen und zum direkten Verzehr schon etwas überreif geworden sind. 

Ein gutes Bananenbrot sollte schön saftig sein. Neben den Bananen sind in unserem Rezept geröstete Walnüsse und kleine Stücke von dunkler Schokolade Aroma gebend. Das Brot wird in einer Cakeform gebacken und schmeckt frisch aus dem Ofen genau so gut, wie am zweiten oder dritten Tag. Vielerorts isst man Bananenbrot getoastet und bestrichen mit Butter. Unsere sehr reichhaltige Variante ist aber auch pur ein wahrer Genuss und sehr nahrhaft. 

Für 1 Cakeform à ca. 25 cm Länge,
ergibt ca. 12 Stück.

Zutaten
125 g Butter, weich
200 g heller Muscovadozucker oder brauner Zucker
2 grosse Eier
1 TL Vanille-Extrakt
1/2 TL Zimt
2 EL Rum
2 sehr reife Bananen*

170 g Vollkornmehl
80 g gemahlene Haselnüsse
1 Prise Salz
2 TL Backpulver

100 g dunkle Schokolade, gehackt
100 g Baumnüsse, grob gehackt und angeröstet

Zum Dekorieren
1 Banane
2 EL flüssiger Honig


* Falls die Bananen nicht reif genug sind, kann der Reifungsprozess beschleunigt werden in dem man die ganzen Bananen auf einem Blech bei 80° C für ca. 15-20 Minuten in den Ofen gibt. 

Zubereitung
1. Den Backofen auf 180° C vorheizen und die Cakeform mit Backpapier auskleiden oder gut einfetten. 

2. Die Butter und Zucker mit dem Handmixer verrühren bis die Masse heller wird. Die Eier nach und nach beigeben und das Vanille-Extrakt, den Zimt sowie den Rum unterrühren. 

3. Zwei sehr reife Bananen mit einer Gabel fein zerdrücken und zu der Eimasse geben, alles verrühren. Das Mehl, die gemahlenen Haselnüsse, das Salz und das Backpulver vermengen und ebenfalls beigeben. 

4. Zum Schluss die gehackte Schokolade und die gehackten und angerösteten Baumnüsse unterheben und alles gleichmässig vermengen. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und mit einem Löffel glatt streichen. 

5. Für die Dekoration des Cakes eine Banane halbieren. Die Hälften auf den Kuchen legen und leicht eindrücken. Den Honig in einer kleinen Pfanne erwärmen und über die Bananen träufeln. Den Cake im vorgeheizten Ofen ca. 45-50 Minuten backen, mit der Stäbchenprobe prüfen ob er durchgebacken ist.

Shakshuka

Shakshuka ist ein populärer Eintopf aus dem mittleren Osten. Schon bei der Zubereitung fühlt man sich durch die aromatischen Gewürze in eine andere Welt versetzt. Spätestens wenn das erste Stück Brot in die Mischung aus scharfer Sauce und Ei getunkt wird, ist klar, dass die Eierspeise grosses Potential hat, um sich als sonntägliche Brunchtradition zu etablieren.

Lange wird es nicht mehr dauern bis das Nationalgericht aus Israel auch bei uns öfters neben Rührei und Egg Benedict auf den Speisekarten zu finden sein wird. Die Eier werden in einer würzigen Tomatensauce pochiert, welche mit Gemüse, oder in unserem Rezept mit Bohnen, angereichert wird. Das kostengünstige Mahl lässt sich ohne grossen Zeitaufwand zubereiten und ist für mehrere Personen beliebig erweiterbar. Dabei sollte unbedingt mit zusätzlichen Zutaten gespielt werden, zum Beispiel mit Feta den man über die Shakshuka streut oder Crème fraîche die man zum verfeinern dazu servieren kann.

ergibt 4 Portionen

Zutaten
150 g Borlotti Bohnen
(über Nacht eingeweicht)

3 EL Olivenöl
1 grosse Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Lorbeerblatt
1 EL Harissa
1/2 TL Fenchelsamen
1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
500 g Pelati aus der Büchse
Salz
Pfeffer

4 grosse Eier

Zum Servieren
frische Petersilie oder Koriander, gehackt
Brot

Zubereitung
1. Die Bohnen über Nacht (ca. 12 Stunden) in kaltem Wasser einweichen. Im Einweichwasser etwa 40 Minuten knapp weichkochen, das Wasser abgiessen und die Bohnen abtropfen lassen. 

2. Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken. In einer grossen Gusseisen- oder Bratpfanne das Olivenöl erhitzen, die Zwiebel und den Knoblauch mit dem Lorbeerblatt andünsten. Das Harissa, die Fenchelsamen sowie den Kreuzkümmel beigeben, alles gut verrühren und kurz andünsten. 

3. Die Bohnen und die Pelati ebenfalls in die Pfanne geben, mit Salz und Pfeffer würzen. Unter gelegentlichem Rühren ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Bohnen gar sind und die Flüssigkeit etwas eingekocht ist.

4. Die Eier auf der köchelnden Shakshuka verteilen, für 1-2 Minuten (falls möglich mit geschlossenem Deckel) pochieren bis das Eiweiss gekocht ist. Das Eigelb darf ruhig noch weich sein, damit es sich mit der Sauce vermischt. 

5. Zum Anrichten die Shakshuka mit reichlich gemahlenem Pfeffer und frischer Petersilie oder Koriander bestreuen und mit Brot servieren. 

Randen Risotto mit Chèvre Chaud und Randen Carpachio

Rande und Ziegenkäse sind ein harmonisches Traumpaar. Die Winterknolle geizt nicht mit ihren Reizen und verleiht dem Gericht mit ihrer satten Farbe als Begleitung zum kräftigen Chèvre chaud ein attraktives Erscheinungsbild. Ein Liebesbekenntnis, dem man schlecht widerstehen kann. 

Egal ob die Küche bereits zum eigenen Reich ernannt wurde oder man beim Rüsten und Rühren im Kochtopf normalerweise eher durch Abwesenheit glänzt – es gibt nichts Schöneres als jemanden mit einem sorgfältig zubereiteten Menu zu überraschen oder noch besser, selber überrascht zu werden. Das gilt selbstverständlich das ganze Jahr über, nicht nur am Valentinstag.

 

Für 4 Personen

Wer sich das lange Rühren beim Kochen ersparen will und lieber Zeit mit den Gästen verbringt, kann den Risotto im Softgartopf, z.B. in der Hotpan von Kuhn Rikon zubereiten. Die Anleitung zur Zubereitung findet ihr hier.

Zutaten Randen-Risotto und Chèvre chaud
300 g Randen, roh
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
3 EL Olivenöl
300 g Risottoreis
200 ml Weisswein
700 ml Gemüsebrühe
einige Zweige Thymian

80 ml Sahne

4 Scheiben Ziegenkäse (2-3 cm dick)

80 g Baumnüsse, gehackt und geröstet
1/2 Orange, Schalenabrieb
 

Zutaten Randen Carpaccio
2-3 kleine Randenknollen in unterschiedlichen Sorten 
z.B. Tonda di Chioggia mit rot-weiss gestreiftem Fleisch, oder „Golden“ mit orange bis gelbem Fruchtfleisch.

wenig Olivenöl zum Beträufeln
einige Zweige frischer Dill
Salz
Pfeffer

 

Zubereitung Randen-Carpaccio
1. Die Randen für das Carpaccio waschen, schälen, halbieren und mit einem Hobel in sehr dünne Scheiben schneiden. Auf einem grossen Teller ausbreiten und mit wenig Olivenöl beträufeln, mit Dill, Salz und Pfeffer bestreuen und bis zum Anrichten zur Seite stellen.  

Zubereitung Randen-Risotto und Chèvre chaud
1. Die Randen waschen, schälen und mit einer groben Küchenreibe oder im Mixer zerkleinern. Die Zwiebel fein hacken. In einer Pfanne die Gemüsebrühe ansetzen und erhitzen.

2. Damit der Risotto zeitgleich mit dem Chèvre chaud serviert werden kann, wird nun der Ofen auf 180° C (wenn möglich Oberhitze) vorgeheizt und der Käse vorbereitet. Den Ziegenkäse in Scheiben von ca. 2-3 cm Dicke schneiden und auf ein mit Backtrennpapier belegtes Blech legen.

3. In einer zweiten Pfanne das Olivenöl bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Zwiebel und den gepressten Knoblauch zum Öl geben, andünsten ohne braun werden zu lassen. Dann den Risottoreis, die zerkleinerten Randen sowie die abgezupften Blättchen vom Thymian hinzugeben und ebenfalls 2-3 Minuten unter Rühren dünsten. Mit dem Weisswein ablöschen, diesen unter fortwährendem Umrühren einkochen und verdunsten lassen, bis er fast verschwunden ist.

4. Dann die Brühe kellenweise dazu giessen. Der Reis sollte jeweils ganz knapp bedeckt sein. Mit einer Kelle stetig umrühren. Wenn die Brühe fast aufgesogen ist, die nächste Kelle Brühe hinzugiessen. Die Konsistenz sollte dabei immer flüssig sein, sodass der Reis nicht austrocknet.

5. Die gesamte Garzeit vom Risotto beträgt ungefähr 16-18 Minuten. Gegen Ende der Kochzeit nur noch in kleinen Mengen Brühe hinzugiessen, damit der Risotto nicht zu flüssig wird. Zum Schluss den Rahm zugeben und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Der Reis ist gar, wenn er weich, jedoch in der Mitte noch bissfest ist.

6. Kurz bevor der Risotto den gewünschten Garpunkt erreicht hat, das Blech mit dem Käse in den vorgeheizten Ofen geben und den Käse etwa 5 Minuten backen, bis er leicht ins Schmelzen kommt, aber nicht ganz flüssig wird. 

7. Den Risotto auf den Tellern anrichten, mit einigen Scheiben Rote Bete Carpaccio garnieren und den Chèvre chaud ofenfrisch dazugeben. Den Käse zum Servieren mit gerösteten Walnüssen und wenig Schalenabrieb der Orange bestreuen. 

Tipp: Wird der Risotto ohne Chèvre chaud serviert, kann unter Punkt 5 mit der Sahne noch 80 g geriebener Parmesan zugefügt werden.

Winter, s2016Nom Nom Comments
Bento Bowl mit Halloumi und Tahini-Kurkuma Dressing

Bento ist japanisch und bezeichnet eine Darreichungsform einer Mahlzeit bestehend aus frischem Gemüse, Reis und Proteinen. Alles was wir für eine ausgewogene Ernährung benötigen, vereint sich in einer Schüssel zu einer farbenfrohen und gesunden Mahlzeit. Ganz nach dem Rhythmus der Natur und dem eigenen Geschmack soll dieses Rezept als Inspiration dienen und zu eigenen Kreationen anregen.

Eigentlich ein Gericht für das man kein Rezept braucht, denn alles was die Saison hergibt, kann für eine Bento verwendet werden. Besonders eignet sich dieses Prinzip, um Resten vom Vortag weiterzuverwerten und damit einen feinen Lunch fürs Büro vorzubereiten. So kann man Lebensmittel vor dem Wegwerfen bewahren und sich in der Mittagspause über einen gesunden Zmittag freuen, der sowohl warm als auch kalt genossen werden kann. 
 

Für 4 Personen

Zutaten
300 g Vollkorn Reis
(Wir haben zur Hälfte den schwarzen Vollkornreis von Coop Fine Food und zur anderen Hälfte Rundkornreis Vollkorn verwendet und die beiden Sorten nach dem Kochen gemischt.)

400 g Süsskartoffeln
250 g Federkohl
250 g Cime di Rapa  
(kann beliebig durch andere Gemüse der Saison ergänzt oder ersetzt werden)
Olivenöl 

250 g Halloumi 

Zum Servieren
frische Kräuter z.B. Koriander oder Petersilie
Sprossen oder Kerne

Tahini Kurkuma Dressing
3 EL Tahini
3 EL Olivenöl
Saft einer Limette
1 TL  Kurkuma
1/2 Knoblauchzehe, gepresst
ca. 4 EL Wasser
Salz
Pfeffer

Zubereitung 
1. Den Reis unter fliessendem Wasser waschen. Mit der doppelten Menge Wasser (ca. 600 ml) in eine Pfanne geben und zum Kochen bringen. Die Hitze zurückschalten und den Reis ca. 30-40 Minuten köcheln lassen (Hinweis auf der Reispackung betreffend Kochzeit beachten). Falls nötig etwas mehr Flüssigkeit dazugeben oder überschüssiges Wasser abgiessen nachdem der Reis fertig gekocht ist.

2. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Die Süsskartoffeln gründlich waschen und mit der Schale in Würfel schneiden. Die Würfel in eine Schüssel geben, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit wenig Salz und Pfeffer würzen. Die Süsskartoffeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und etwa 30 Minuten im Ofen rösten.

3. Unterdessen den Federkohl und den Cime di Rapa waschen. Grobe Blattrippen vom Federkohl entfernen und das Gemüse in ca. 3 cm breite Streifen zupfen oder schneiden. Die äusseren Blätter vom Cime di Rapa entfernen und die inneren zarten Blätter und Knospen in mundgerechte Stücke schneiden. Das Gemüse ebenfalls mit etwas Olivenöl beträufeln und für die letzten 5-10 Minuten zu den Süsskartoffeln in den Ofen geben oder separat in einer Pfanne dämpfen. 

4. Den Halloumi in ca. 0.5 cm dicke Scheiben schneiden. In einer Bratpfanne wenig Öl erhitzen und den Halloumi von beiden Seiten 2-3 Minuten goldbraun anbraten. 

5. Für das Dressing die Tahini mit dem Olivenöl vermischen. Den Saft der Limette, das Kurkuma und den Knoblauch dazu geben und mit ca. 4 EL Wasser zu einer homogenen cremigen Sauce verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

6. Den Reis in die Schüsseln füllen, das Gemüse und den Halloumi dazugeben, zum Servieren die Sauce darüber giessen und mit Sprossen, Kernen und frischen Kräutern servieren.

Cheescake mit Lemon Curd

Es gibt unzählige Cheescake Rezepte, von denen behauptet wird, das Beste zu sein. Diese Variante mit einem Spiegel aus Lemon Curd führt zu Liebe auf den ersten Bissen, denn sie bringt ein helles Stück Sonnenschein auf den Teller. Der frische Duft nach Zitrone erfüllt die Küche und schafft die perfekte Atmosphäre an einem kalten Wintertag.

Der Cheesecake ist ein absoluter Klassiker. Umso schwieriger ist es, allen Anforderungen an das vollkommene Kuchenglück gerecht zu werden. Die cremige Füllung muss ausgewogen aromatisiert sein und bei der Wahl vom Frischkäse sollten keine Kompromisse gemacht werden. Nach dem Motto «wenn schon, denn schon» verwenden wir keine Light-Produkte, immer Doppelrahm-Frischkäse, denn damit wird das Ergebnis einfach besser.

Für eine Springform von 26 cm Durchmesser

Der Cheescake schmeckt am besten, wenn er einige Stunden oder gar über Nacht im Kühlschrank ruhen konnte. 

Zutaten für den Boden
250 g Vollkornguetzli oder Petit Beurre
60 g Zucker
100 g Butter
1/2 TL Vanilleextrakt
1/4 TL Salz

wenig Butter zum einfetten der Form

Zutaten für die Füllung
Die Zutaten für die Cheesake Crème sollten alle zimmerwarm sein und nicht direkt aus dem Kühlschrank verwendet werden. 

1000 g Doppelrahm-Frischkäse Nature (z.B. Philadelphia)
300 g Zucker
2 EL Maizena
300 g Crème fraîche
4 grosse Eier
2 TL Vanilleextrakt
1 Bio Zitrone, Schalenabrieb und 4 EL Saft
1 Bio Orange, Schalenabrieb

Zutaten Lemon Curd
3 Bio Zitronen, Saft und Schalenabrieb
100 g Butter
150 g Zucker
2 kleine Eier

Zubereitung Boden
1. Den Ofen auf 180° C vorheizen und den Boden einer Springform mit Backpapier auskleiden. 

2. Die Guetzli im Cutter fein mahlen oder in einen Plastikbeutel geben und mit dem Walholz fein zerstossen. Die Brösel mit dem Zucker und dem Salz in eine Schüssel geben und vermengen. Die Butter in einer Pfanne bei niedriger Hitze schmelzen lassen. Das Vanilleextrakt zur Butter geben und alles mit den trockenen Zutaten verrühren. Die Masse in die Springform geben und mit einem Löffel oder einem Glas zu einem festen, ebenmässigen Boden andrücken. 

3. Der Boden wird im vorgeheizten Ofen 15 Minuten gebacken, dann die Form aus dem Ofen nehmen und den Boden komplett auskühlen lassen. Die Ränder der Springform oberhalb des Guetzlibodens mit Butter einfetten damit die Käsefüllung später nicht kleben bleibt.

Zubereitung der Füllung
1. Den Frischkäse in eine grosse Schüssel geben und mit dem Schwingbesen oder dem Handmixer ca. 3 Minuten durchmischen bis er fluffig wird. 1-2 Esslöffel der Masse in einer separaten Schüssel mit dem Maizena verrühren bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind, dann zurück zur restlichen Masse geben. 

2. Den Zucker zum Frischkäse geben und einige Minuten rühren bis alles gleichmässig vermengt ist. Die Crème fraîche, den Vanilleextrakt, den Saft der Zitrone sowie den Schalenabrieb der Zitrone und der Orange dazugeben und verrühren. 

3. Ein Ei nach dem anderen zugeben bis die Eier gut mit der restlichen Masse vermengt sind, jedoch nicht zu lange rühren. 

4. Die Masse auf den ausgekühlten Boden in die Springform giessen und glatt streichen. Im 180° C vorgeheizten Ofen für 45 Minuten backen. Damit der Cheesecake beim Backen keine unschönen Risse bekommt, kann eine ofenfeste, mit Wasser gefüllte Form mit in den Ofen gestellt werden. Nach 45 Minuten Backzeit wird die Hitze auf 160° C reduziert und der Cheesecake ca. 30 Minuten fertig gebacken. Die Mitte darf noch etwas wabbelig, jedoch nicht mehr flüssig sein. 

5. Nun wird der Ofen ausgeschaltet und der Cheesecake bei halb geöffneter Türe etwa eine halbe Stunde stehen gelassen. Danach den Cheesecake aus dem Ofen nehmen, in der Springform vollständig auskühlen lassen und für einige Stunden – am besten über Nacht – in den Kühlschrank stellen.

Tipp: Die Aussenseite der Springform kann zum Backen mit Alufolie eingewickelt werden, damit die flüssige Butter nicht aus dem Boden entrinnen kann. 

Zubereitung Lemon Curd
1. Für den Lemon Curd die Butter mit dem Zitronensaft und dem Schalenabrieb der Zitrone in einer Pfanne erwärmen bis die Butter flüssig wird. Den Zucker dazu geben und rühren bis sich dieser vollständig auflöst. 

2. Die Eier dazurühren und die Masse auf kleiner Hitze unter stetigem Rühren erwärmen bis sie etwas dickflüssiger wird. Die Pfanne vom Herd nehmen, den Lemon Curd durch ein Sieb streichen und lauwarm über den Cheesecake giessen. Im Kühlschrank vollständig auskühlen lassen. 

Der Lemon Curd kann auch im Voraus zubereitet werden und hält sich, abgefüllt in ein sauberes Glas und aufbewahrt im Kühlschrank, einige Wochen frisch. Durch leichtes Erwärmen lässt er sich besser auf dem Cheesecake verteilen.

Buchweizen Crêpes mit Radicchio, Rohschinken und Salbei

Der Radicchio übernimmt dank seiner dunkelroten Färbung die Herrschaft im winterlichen Gemüsegarten. Er gehört zur Chicoréefamilie, welche sich durch ihren charakteristisch bitteren Geschmack auszeichnet. Der Crêpes-Füllung verhilft das Gemüse im Zusammenspiel mit Zitrone, Ricotta und Rohschinken zu besonderer Raffinesse und wird zur Gaumenfreude für Liebhaber von Bittergemüse. 

Diese Variante von Crêpes aus Buchweizenmehl (auch „Galettes“ genannt) hat ihren Ursprung in der Bretagne. Das Buchweizenmehl verleiht den hauchdünnen Teigfladen ein ausgeprägtes, leicht nussiges Aroma, welches besonders gut zu der herzhaften Gemüsefüllung passt. Die Crêpes sind glutenfrei und somit auch bei einer Intoleranz bekömmlich. 

Ergibt ca. 8 Crêpes, für 4 Personen

Zutaten für den Crêpes Teig

Der Teig für die Crêpes wird idealerweise einige Stunden im Voraus zubereitet, damit das Buchweizenmehl einweichen kann.

200 g Buchweizenmehl, Vollkorn
1/2 TL Salz
2 Eier
600 ml Milch
80 g Butter geschmolzen 

Butter oder Öl (zum Braten)

Zutaten für die Füllung
500 g Radicchio (z.B. Trevisano oder Rosso di Chioggia)
1 kleine Schalotte
2 EL Olivenöl
Saft einer halben Zitrone
100 ml Weisswein
1 Handvoll Walnüsse, gehackt und angeröstet

250 g Ricotta
8 grosse Scheiben Rohschinken
Salz
Pfeffer

Zutaten für die Salbeibutter
50 g Butter
1 Handvoll frische Salbeiblätter

Zubereitung der Crêpes
1. Die Butter in einem Topf bei niedriger Temperatur schmelzen und etwas auskühlen lassen. Das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel sieben. Die Eier mit der Milch verquirlen, zum Mehl geben, verrühren und dann die Butter dazugeben. Alles zu einem glatten Teig ohne Klumpen verrühren. 

2. Die Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken und den Teig im Kühlschrank mindestens eine Stunde, besser noch länger ruhen lassen. 

3. Eine Bratpfanne mit etwas Öl oder Butter auf mittlerer Stufe erhitzen und das Fett in der Pfanne verteilen. Mit einem Suppenschöpflöffel eine Portion Teig in die heisse Pfanne geben. Die Pfanne schwenken, damit der Boden der Pfanne gleichmässig dünn mit Teig bedeckt ist. Nach ca. 2 Minuten, sobald die Crépe leicht gebräunt ist und sich leicht von der Pfanne löst, auf die zweite Seite wenden. 1-2 Minuten fertig braten und auf einen Teller geben. Auf gleiche Weise aus dem restlichen Teig 7 weitere Crêpes backen und bis zur weiteren Verwendung auf dem Teller aufeinander schichten.

Tipp: Die Crêpes können auch gut im Voraus zubereitet, im Kühlschrank aufbewahrt und zu einem späteren Zeitpunkt gefüllt und im Ofen gebacken werden. 

Zubereitung der Füllung
1. Die Schalotte fein schneiden. Den Radicchio waschen und trocken tupfen. Den Strunk entfernen, der Länge nach halbieren und die Blätter in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. 

2. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen. Die Schalotte dazugeben und andünsten ohne braun werden zu lassen. Den Radicchio und den Zitronensaft dazugeben. Bei mittlerer Hitze andünsten und mit Salz und Pfeffer würzen. Nach ca. 2 Minuten mit dem Weisswein ablöschen und die Flüssigkeit 1-2 Minuten einkochen lassen. Dann die gerösteten Walnüsse unter das Gemüse mischen und die Pfanne vom Herd nehmen. 

3. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Eine ofenfeste Form einfetten. 

4. Für die Füllung der Crêpes jeweils eine Crêpe flach auslegen. Die Hälfte mit 1-2 Esslöffeln Ricotta bestreichen, mit wenig Salz und Pfeffer bestreuen. Eine Scheibe Rohschinken darüber legen und zum Schluss die Radicchio Füllung (reicht insgesamt für ca. 8 Stück) darauf verteilen. 

5. Die Crêpes zuerst in der Mitte, dann noch einmal zu einem Viertel einfalten. Das fertige Päckchen in die eingefette Form legen und mit den restlichen Crêpes gleich weiter fahren. 

6. Für die Salbeibutter in einer Pfanne die Butter schmelzen, die Salbeiblätter dazugeben und bei mittlerer Hitze, nicht zu heiss, 1-2 Minuten schwenken. Die Butter über die Crêpes giessen, die Salbeiblätter darüber verteilen und im vorgeheizen Ofen ca. 10-15 Minuten backen.

Fenchel Poulet Strudel mit Minz Raita

Wer kennt und liebt ihn nicht, den Strudel? Für einmal wird er jedoch nicht mit Äpfeln gefüllt; sondern frisches Gemüse und Poulet werden in ein Nest aus knusprigem, hauchdünnem Teig gehüllt. Mit Safran, Chili und einem Hauch Orange bekommen die pikanten Strudel eine orientalische Note. 

Die kurzen Tage und kalten Temperaturen setzen dem Gemüt zu und die Wintermüdigkeit hat sich als Dauergast niedergelassen, obwohl wir mit vielversprechenden Vorsätzen und neuer Motivation ins Jahr gestartet sind. Gemüsereiche Gerichte sind die besten Helfer um zu neuer Kraft zu kommen. Sie bringen selbst an grauen Tagen Farbe auf den Teller und sind dabei wahre Seelenwärmer. 

Ergibt 4 Strudel, für 4 Portionen

Zutaten
1 Packung Strudelteig
(à 120 g, 4 Blätter)
ca. 50 g Butter

2 EL Öl
2 Pouletbrustfilets (ca. 250g insgesamt)

500 g Fenchelknolle
100 g frischer Blattspinat
1 Knoblauchzehe
1/2 Chilischote
100 ml Weisswein
1 Prise Safranfäden
1/2 Bio Orange, Schalenabrieb
3 EL Zitronensaft
120 g Mascarpone
1/2 Bund glatte Petersilie
Salz
Pfeffer

heller Sesam zum Bestreuen

Zutaten für die Minz Raita
250 g Joghurt
3 EL frische Minzblätter, gehackt
1 kleine Knoblauchzehe, gepresst
1 Messerspitze Kreuzkümmel gemahlen
Salz
Pfeffer

Die Strudel können auch gut vegetarisch zubereitet werden, dazu einfach die Pouletbrustfilets durch mehr Gemüse ersetzen.
 

 

Zubereitung der Füllung
1. Den Fenchel waschen, holzige Stellen insbesondere an den Stielen und am Strunk abschneiden. Das Fenchelgrün kann mit verwendet werden. Den Fenchel längs halbieren und den Strunk keilförmig herausschneiden, den Rest in dünne Streifen schneiden. 

2. Den Blattspinat ebenfalls waschen und abtropfen lassen. Die Chilischote von den Kernen befreien und in dünne Streifen schneiden. Die Petersilie grob hacken. 

3. Die Pouletbrustfilets unter kaltem Wasser abspülen und gut mit Haushaltspapier trocken tupfen. In einer grossen Bratpfanne das Öl erhitzen. Die Pouletbrustfilet in das heisse Öl geben und von beiden Seiten bei starker Hitze 4 Minuten anbraten. Den Herd auf mittlere Hitze zurückschalten und das Fleisch ca. 5 Minuten unter Wenden weiter braten. Das Poulet aus der Pfanne nehmen, auf einen Teller geben und zur Seite stellen. 

4. Die Pfanne erneut auf den Herd stellen, etwas Öl erhitzen und den Fenchel darin ca. 4-5 Minuten anbraten. Den Knoblauch dazu pressen, sowie die fein geschnittene Chilischote, den Spinat, die Safranfäden und den Schalenabrieb der Orange dazugeben. Vorsicht mit der Dosierung der Schärfe, allenfalls zuerst die Hälfte vom Chili verwenden und nach Bedarf mehr dazu geben. Das Gemüse mit dem Weisswein ablöschen und weiter köcheln bis dieser beinahe verdampft ist. 

5. Die Pouletbrüstchen in dünne Streifen schneiden oder zupfen und zum Gemüse in die Pfanne geben. 

6. Den Zitronensaft und den Mascarpone dazu rühren, zum Schluss die Petersilie dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Füllung etwas auskühlen lassen. 

Zubereitung der Strudel
1. Den Ofen auf 200° C vorheizen und ein Blech mit Backpapier belegen. Den Strudelteig ca. 10 Minuten vor der Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen. In einer kleinen Pfanne die Butter schmelzen. 

2. Ein sauberes Küchentuch leicht anfeuchten und auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Beim gekauften Strudelteig sind jeweils zwei Blätter des Teiges zusammen aufgerollt. Zuerst wird die eine Hälfte des Teiges verwendet und derselbe Vorgang dann mit dem zweiten Teil wiederholt. Den Teig auf dem Tuch ausfalten und durch beide Lagen längs halbieren. So erhält man 2 breite Bahnen à 2 Teigschichten. Die einzelnen Teigschichten werden dann vorsichtig auseinander gezogen und jeweils zwei Streifen im Kreuz übereinander gelegt. 

3. In der Mitte, wo sich die beiden Streifen überschneiden, den Teig sehr dünn mit der flüssigen Butter bepinseln. Jeweils einen Viertel der Füllung darauf platzieren und den restlichen Teig ohne grossen Druck nestförmig zur Mitte hin einfalten. In der Mitte dürfen die Strudelnester noch leicht geöffnet sein. Zum Schluss die Strudel sanft mit Butter bepinseln, mit Sesam bestreuen und vorsichtig auf das vorbereitete Blech geben. 

4. Im vorgeheizten Ofen etwa 20 Minuten goldbraun backen. 

Zubereitung der Minz-Raita
1. Die Hälfte des Joghurts mit der Minze, dem Knoblauch und dem Kreuzkümmel im Mixer fein pürieren. 

2. Mit dem restlichen Joghurt mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Pink Smoothie

Die letzten Tage wurde ohne Kompromisse geschlemmt, zwischen Brunch und Dinner haben wir grosszügig bei den Weihnachts-Guetzli und der Schokolade zugelangt. Nach solchen Völlereien verspürt man vermehrt die Lust nach Vitaminen und einem gesunden Energie-Kick, um wieder auf Touren zu kommen und mit neuer Kraft ins Jahr 2016 zu starten. 

Ein Smoothie ist genau das richtige, um die Vitamin-Reserven aufzufüllen. Die grosse Portion Früchte und Gemüse verhilft zu frischem Tatendrang. Mit Rande, Granatapfel und Grapefruit ist der farbenprächtige Drink ein nährstoffreicher Energiespender.

Für 2 Personen

Zutaten
1/2 kleine Rande
1 kleine Karotte
2 Orangen
1 Grapefruit
1/2 Granatapfel
1 EL Goji-Beeren
1/2 TL geriebener Ingwer
1 Messerspitze Zimt
250 ml kaltes Wasser

etwas Honig oder
Agaven-Dicksaft (Nach Wunsch zum Süssen)

Zur Zubereitung braucht men einen leistungsstarken Mixer.

Zubereitung
1. Die Rande und die Karotte schälen und in grobe Stücke schneiden. 

2. Die Zitrusfrüchte filetieren oder die Schale inklusive der weissen Haut grob wegschneiden. 

3. Die Kernen aus dem Granatapfel lösen. Das geht am einfachsten, wenn man die Hälfte mit den Kernen nach unten über eine Schüssel hält und mit einem Löffel vorsichtig auf die Schale schlägt, bis sich die Kernen lösen und in die Schüssel fallen.

4. Alles mit den restlichen Zutaten in einen leistungsstarken Mixer geben und ca. 1 Minute zu einem cremig-sämigen Smoothie pürieren. Nach Wunsch mit etwas Honig oder Agaven-Dicksaft süssen. Falls der Saft zu dickflüssig wird, etwas mehr Wasser dazugeben.

Geschenke aus der Küche

Schenken sollte Freude bereiten, doch das passende Präsent zu finden, ist oft kein leichtes Unterfangen. Selten falsch liegt man jedoch mit einer selbstgemachten Überraschung aus der Küche. Statt sich in letzter Minute in den überfüllten Kaufhäusern einzureihen und willkürlich die Einkaufstüten zu füllen, kann man sich entspannt zu Hause ans Werk machen.

Ob als essbare Geschenke zu Weihnachten, als Mitbringsel für die Gastgeber oder als Tischdekoration für die festliche Tafel, mit diesen drei einfachen Kreationen lassen sich Freunde des guten Geschmacks gerne überraschen. Damit die Verpackungen genau so hübsch daher kommen wie der Inhalt, können die Etiketten einfach auf schönes Papier gedruckt, ausgeschnitten und mit einem schönen Band und einem dekorativen Zweig befestigt werden. Die PDFs der Etiketten sind jeweils unter dem Rezept verlinkt.

Apéro Nüsse mit Honig und Rosmarin

Zutaten
500 g Nüsse, gemischt
(Mandeln, Haselnüsse, Pekannüsse, Cashewnüsse etc.)
30 g Honig
20 ml Olivenöl
3 EL frischer Rosmarin, fein gehackt
2 EL Paprikapulver
1/2 TL Chilipulver (Schärfe nach Belieben)
1 1/2 TL Meersalz

Zum Verpacken
Papiertüten (z.B Sandwich-Tüten aus der Migros) und/oder Plastiktüten
schönes Papier für den Druck der Etiketten
dekoratives Band und einige Zweige

Zubereitung
1. Den Ofen auf 200° C vorheizen. 

2. Die Nüsse auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und im Ofen ca. 4 Minuten anrösten. 

3. Unterdessen in einer Pfanne die restlichen Zutaten ausser dem Salz mischen und auf niedriger Stufe leicht erwärmen, damit der Honig flüssig wird und sich gut mit dem Öl sowie den Gewürzen vermengen lässt. Die Nüsse dazugeben. Alles gut vermischen, das Salz dazu streuen und die Nüsse erneut auf das Backblech geben.  

4. Im Ofen 6-10 Minuten fertig rösten. Auf dem Blech vollständig auskühlen lassen und dann abfüllen. 

Tipp: Für eine längere Haltbarkeit die Nüsse zuerst in eine luftdichte Plastiktüte geben und dann mit Papier einpacken.

 

Apfel Chutney
mit Feigen und Chili

Zutaten
800 g Äpfel, säuerlich
150 g Schalotten
4 getrocknete Feigen
100 ml Apfelessig
1/2 Chilischote, entkernt (Schärfe nach Belieben)
6 Wacholderbeeren
150 g Rohzucker
2 TL helle Senfsamen
1/2 TL Meersalz
2 Prisen Pfeffer

Zum Verpacken
Einmachgläser oder Weck-Gläser
schönes Papier für den Druck der Etiketten
dekoratives Band und einige Zweige

Zubereitung
1. Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Dann die Früchte in kleine Würfel schneiden.

2. Die Schalotten schälen und klein würfeln. Die getrockneten Feigen sowie die entkernte Chilischote ebenfalls fein hacken. 

3. Alle Zutaten in eine Pfanne geben, gut vermischen und bei mittlerer Hitze aufkochen. Ca. 10 Minuten zugedeckt kochen lassen. Dann unter gelegentlichem Rühren weiter einkochen, bis das Chutney eine konfitüreähnliche Konsistenz hat. Die Wacholderbeeren nach dem Kochen entfernen. Falls nötig mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. 

4. Das Chutney heiss in sterilisierte Einmachgläser füllen und diese schnell verschliessen. 

Das süss-scharfe Chutney passt ausgezeichnet zur Käseplatte, zu Fleisch oder als Aufstrich für Sandwiches.

 

Randen Knäckebrot
mit Thymian und Meersalz

Zutaten
200 g Mehl
125 g Hartweizengriess
5 g Trockenhefe
70 ml Olivenöl
160 ml Randensaft
3/4 TL Salz

Zum Bestreuen
einige Zweige Thymian
frisch gemahlener Pfeffer
ca. 1 TL Meersalz Flocken

Zum Verpacken
Papiertüten (z.B Sandwich-Tüten aus der Migros) und/oder Plastiktüten
schönes Papier für den Druck der Etiketten
dekoratives Band und einige Zweige

Zubereitung
1. Alle Zutaten in einer Schüssel verrühren. Den Teig zugedeckt etwa 20 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. 

2. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen, reichlich mit Mehl bestreuen und darauf jeweils die Hälfte des Teiges ca. 2 mm dick ausrollen.

3. Mit reichlich Thymian-Blättchen, frisch gemahlenem Pfeffer und Meersalz bestreuen, mit dem Wallholz einmal leicht darüber rollen zum Andrücken.

4. In der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 10 Minuten backen. Die Ränder sollten dabei nicht zu dunkel werden.

5. Das Knäckebrot etwas ruhen lassen, dann in grosse Stücke brechen oder mit dem Messer in Rechtecke schneiden und vor dem Verpacken vollständig auskühlen lassen.

Winter, s2016Nom NomComment
Federkohl Kürbiskern Pesto

Wie kaum ein anderes Gemüse versorgt uns Federkohl in der kalten Jahreszeit mit einer gehörigen Portion Nährstoffen, Vitaminen und Antioxidantien. Der Hype um das krause Blattgewächs hält nicht grundlos seit langem an. Die alte Gemüsesorte erlebt ihre Renaissance als Bestandteil von Smoothies, in Salaten oder eben im Pesto.

Als schnelle Sauce zu Pasta oder als Aufstrich für Crostinis – ein Glas Pesto im Kühlschrank griffbereit zu haben, ist immer eine praktische Sache und verhilft schnell zu einem unkomplizierten Gericht, wenn die Zeit zum Kochen knapp ist. Mit einem Schuss Sahne oder einem Löffel Ricotta kann das Pesto nach Wunsch zu einer cremigen Sauce verfeinert werden.

Ergibt ca. 3 grosse Gläser Pesto 

Zutaten
400 g Federkohl
200 g Kürbiskerne
200 g Parmesan
2 Knoblauchzehen
150 ml Olivenöl
Saft einer Zitrone
wenig Muskatnuss, frisch gerieben
1 TL Salz
Pfeffer

Zum Servieren
geriebener Parmesan
geröstete Kürbiskernen

nach Wunsch wenig Ricotta oder Sahne zum verfeinern der Sauce


 

Zubereitung
1. Den Federkohl waschen, die harten Stiele und groben Rippen abschneiden und die Blätter in Salzwasser ca. 10 Minuten kochen. Abgiessen und das restliche Wasser gut ausdrücken.

2. Die Kürbiskerne in einer Bratpfanne bei mittlerer Hitze anrösten. Die Knoblauchzehen schälen, mit dem Federkohl, den Kürbiskernen, dem Parmesan und dem Olivenöl im Mixer fein pürieren. Den Zitronensaft dazu geben und mit Muskatnuss Salz und Pfeffer würzen.

3. Das Pesto sofort verwenden oder zum Aufbewahren in sterilisierte Gläser füllen, mit einer Schicht Olivenöl überdecken und die Deckel gut verschliessen. Im Kühlschrank aufbewahrt, hält sich das Pesto einige Wochen frisch. Nach jedem Gebrauch sollte die Oberfläche erneut mit Öl bedeckt werden. 

4. Zum Servieren kann das Pesto nach Wunsch mit einem Schuss Sahne oder einem Löffel Ricotta verfeinert werden. 
 

Winter, 2015sNom NomComment
Poulet au Cidre mit Kräuterkartoffeln

Im Spätherbst, insbesondere zu Thanksgiving wird in der Herbstküche gerne noch einmal aus dem Vollen geschöpft. Dabei müssen es nicht immer die traditionellen Klassiker aus Übersee sein. Anstelle eines amerikanischen Truthahns ist ein Poulet au Cidre aus dem Bräter eine gute Alternative, um Freunde zu einer gemütlichen Tischrunde einzuladen. 

Durch das Schmoren in einem Sud aus Cider und Bouillon wird das Fleisch butterzart. Um die Beilage etwas abwechslungsreicher zu gestalten, verwenden wir zur Hälfte Kartoffeln der Sorte Blaue St. Galler. Mit ihrer starken blauen Färbung werden die Bratkartoffeln so zu einem bunten Highlight auf dem Teller.

Für 4-6 Personen

Für die Zubereitung des Poulets braucht man einen Bräter, z.B. einen Gusseisentopf von Le Creuset

Zutaten Poulet au Cidre
1 ganzes Huhn (ca. 1 kg)

4 Schalotten
1 ganze Knoblauchknolle
250 g Champignons

300 ml Apfel Cider, trocken
200 ml Gemüse-Bouillon

200 ml Crème Fraîche
30 ml Calvados
einige Zweige Thymian
Salz
Pfeffer

Öl oder Bratbutter

Zutaten Kräuter-Kartoffeln
800 g kleine Kartoffeln festkochend
(evt. einen Teil Blaue St. Galler)

30 g Butter
einige Zweige Petersilie
einige Zweige Dill

Salz
Pfeffer

 

Zubereitung Poulet au Cidre
1. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

2. Das Poulet von aussen und innen mit kaltem Wasser abspülen und gründlich mit Haushaltspapier trocken tupfen. Die Schalotten schälen und halbieren. Die Knoblauchknolle von den äussersten Schalen-Schichten befreien, sodass die einzelnen Zehen noch zusammenhalten. Den oberen Drittel der Knolle wegschneiden.

3. In einem Bräter etwas Bratfett erhitzen. Das Poulet von allen Seiten goldbraun anbraten und mit dem Rücken nach unten in den Topf legen und mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Dann die Schalotten und den Knoblauch dazugeben, kurz anbraten. Alles mit dem Cider und der Gemüse-Bouillon ablöschen. Die Flüssigkeit im Bräter sollte ca. 5 cm hoch sein. 

4. Den Bräter mit dem Deckel verschliessen und in den vorgeheizten Ofen stellen. Das Poulet muss insgesamt etwa 50 Minuten schmoren. Nach der Hälfte der Zeit die Champignons ganz oder halbiert zum Poulet in den Sud geben. Von Zeit zu Zeit prüfen, ob noch genügend Flüssigkeit vorhanden ist, falls nötig etwas Bouillon und Cider nachgiessen. 

5. Den Bräter aus dem Ofen nehmen, das Poulet vorsichtig aus dem Topf heben und auf eine vorgewärmte Platte legen.

6. Die Crème Fraîche und den Thymian zum Sud geben. Die Sauce erneut aufkochen, falls nötig etwas einkochen lassen, dann den Calvados dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Sauce zum Poulet servieren. 

Zubereitung Kräuter-Kartoffeln
1. Die Kartoffeln gründlich waschen und mit der Schale in Salzwasser ca. 10–15 Minuten (je nach Grösse) gar kochen. Sie dürfen noch etwas Biss haben. 

2. Die Kräuter fein hacken. In einer Bratpfanne die Butter zergehen lassen, die Kartoffeln halbieren und in der Butter einige Minuten golden anbraten. Zum Schluss die Kräuter dazugeben, schwenken und mit Salz und Pfeffer würzen.

Glühwein mit Apfel und Orange

Die Adventszeit rückt in greifbare Nähe. Das lassen uns nicht nur die frostigen Temperaturen spüren. Die Weihnachtsmärkte laden ein zum abendlichen Flanieren und der köstliche Duft nach Lebkuchen und Glühwein erfüllt die Stadt mit ihrem winterlichen Charme. 

Das beliebte Wintergetränk ist zu dieser Jahreszeit nicht mehr wegzudenken. Glühwein lässt sich einfach zuhause zubereiten und verbreitet mithilfe der verschiedenen Gewürz-Aromen ein wohliges Wärmegefühl in der ganzen Wohnung. Damit der nächste Morgen nicht mit Kopfschmerzen beginnt, sollte auf eine gute Qualität des Weins geachtet werden.
 

Zutaten
750 ml trockener Rotwein*
1 Vanillestange
1 Zimtstange
6 Kardamomkapseln
5 Sternanis
8 Nelken

1 Orange, unbehandelt
1 Apfel, unbehandelt

ca. 4 EL Honig oder Rohrzucker

* für eine alkoholfreie Version 600 ml schwarzen Johannisbeerensaft und 400 ml roten Traubensaft verwenden

Zubereitung
1. Die Kardamomkapseln mit der flachen Seite eines Messers aufdrücken und die Vanillestange der Länge nach aufschneiden.

2. Den Wein mit den Gewürzen in eine Pfanne geben und auf mittlerer Stufe erhitzen. Der Wein darf nicht heisser als 80° C gekocht werden, sonst verdampft der Alkohol. 

3. Unterdessen die Orange und den Apfel gründlich waschen und in ca. 4 mm dicke Scheiben schneiden, allfällige Kerne entfernen. Die Früchte mit dem Honig zum Wein geben, ca. 10-15 Minuten ziehen lassen. 

4. Den Wein nach Wunsch mit Honig oder Zucker abschmecken und zum Servieren erneut erhitzen.

Winter, 2015Nom Nom Comment
Kartoffel Foccacia

Frisch aus dem Ofen oder zum Mitbringen an einen Apéro, bei diesem italienischen Klassiker sind in puncto Kreativität des Belags keine Grenzen gesetzt. Für unsere Lieblingsfoccacia greifen wir geschmacklich auf eine altbewährte schweizerische Kombination mit einem Hauch Italien zurück. Kartoffeln, Schalotten, frische Kräuter und geräucherter Scamorza harmonieren ausgezeichnet.  

Ergibt ein Blech Foccacia

Zutaten
Für den Teig
500 g Weissmehl

1/2 TL Salz
1 Pack Trockenhefe (7 g)

1/2 TL brauner Zucker
2 EL Olivenöl

325 ml lauwarmes Wasser

Für den Belag
150 g Crème fraiche nature
1 Schalotte
2-3 Kartoffeln festkochend
3-4
Scamorza Affumicata*
3 El Olivenöl
1 Knoblauchzehe
frische Rosmarinzweige
frische Thymianzweige

Salz
Pfeffer


Zum Servieren
junger Blattsalat

* Beim Grossverteiler oder beim italienischen Feinkosthändler erhältlich. Als Alternative kann auch Taleggio verwendet werden.

Zubereitung
1. Das Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. Das Salz auf die Seite streuen. 

2. In einem Gefäss die Hefe, Zucker und Olivenöl mit dem lauwarmen Wasser mischen. Umrühren bis sich die Hefe nach einigen Minuten aufgelöst hat. 

3. Die Flüssigkeit vorsichtig in die Mulde giessen. Mit einer Kelle das Mehl von der Seite her über die Flüssigkeit geben und Schritt für Schritt mehr untermischen. Wenn der Teig zusammen kommt mit bemehlten Händen weiter arbeiten und etwa 10 Minuten kneten bis ein weicher, gleichmässiger Teig entsteht.

4. Zu einer Kugel formen, in eine bemehlte Schüssel geben, mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken und bei Zimmertemperatur ungefähr eine Stunde um das Doppelte aufgehen lassen. 

5. Nach der Aufgehzeit die Arbeitsfläche gut mit Mehl bestreuen. Den Teig darauf geben und mit einem Wallholz ca. 5 mm dick ausrollen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. 

6.  Den Ofen auf 200° C vorheizen. 

7. Den Teig erneut etwas ruhen lassen und unterdessen die Schalotte, die Kartoffeln und den geräucherten Mozzarella in dünne Scheiben schneiden. 

8. Die Kartoffeln mit dem Olivenöl in eine Schüssel geben, den Knoblauch dazupressen und alles gut vermischen. 

9. Den Teig mit dem Creme fraiche bestreichen. Die Kartoffelscheiben mit dem Öl und Knoblauch gleichmässig darüber verteilen. Die Schalotte und Mozzarella Scheiben ebenfalls über die Kartoffeln legen. 

10. Mit reichlich Salz und Pfeffer würzen. Die Thymianblätter vom Zweig zupfen, mit den Rosmarinzweigen auf die Foccacia streuen. 

11. In den vorgeheizten Ofen geben und für 10-15 Minuten goldbraun und knusprig backen. 

 

Pastinaken Suppe mit Rüebli Chips

In diesem Suppentopf vereint sich die ganze Sortenbreite der Rüben. Mit Pastinaken als Hauptzutat feiert ein altes Wurzelgemüse Renaissance, welches sich geschmacklich zwischen Rüebli und Sellerie einreiht. Früher galten die hellen kegelförmigen Rüben sogar als Hauptnahrungsmittel, bis sie durch den wachsenden Anbau von Kartoffeln verdrängt wurden und etwas in Vergessenheit geraten sind. 

Rüebli sind wohl das beliebteste Gemüse überhaupt. Sie geben weit mehr her als der beliebte orange Farbtupfer auf dem Teller in Form einer Gemüsebeilage. Die Knusprigen Rüeblichips verleihen der Suppe das gewisse Extra. Es lohnt sich, auf die verschiedenen Sorten zurück zu greifen, um farbliche, wie auch geschmackliche Akzente zu setzen.

 

Für 4 Portionen

Zutaten Suppe
40 g Butter
1 grosse Zwiebel
600 g Pastinaken
150 ml Weisswein
600 ml Gemüsefond
200 ml Rahm
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

Zutaten Rüebli Chips
3-4 mittelgrosse Rüebli,
möglichst in verschiedenen Farben
Einige dünne Scheiben der Pastinaken
Olivenöl
Thymian Zweige
Paprika
Salz

Zum Servieren
Zwiebelsprossen
Schlagrahm

Zubereitung
1. Für die Suppe die Butter in einem grossen Topf zergehen lassen. Die Pastinaken schälen und einige runde dünne Scheiben für die Chips zur Seite stellen. Den Rest der Pastinaken wie auch die Zwiebel in kleine Stücke schneiden, beides in der heissen Butter andünsten. 

2. Mit dem Weisswein ablöschen und mit der Gemüsebouillon auffüllen. Abgedeckt bei mittlerer Hitze ungefähr 15-20 Minuten weich kochen. 

3. Unterdessen können die Karotten Chips vorbereitet werden. Dazu den Ofen auf 200° C vorheizen. Die Karotten schälen und mit dem Sparschäler oder dem Messer in dünne Scheiben schneiden. Die Karotten am besten leicht schräg halten, damit ein grösserer Querschnitt und somit grössere Chips entstehen. 

4. Die Karotten mit den Pastinaken-Scheiben in eine Schüssel geben, mit Olivenöl beträufeln, mit etwas Paprika und Salz würzen und auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen. Die Thymian-Zweige darüber streuen. 

5. Im vorgeheizten Ofen ca. 10 Minuten goldbraun und knusprig backen. Die Chips gut im Auge behalten, damit sie nicht zu dunkel werden. 

6. Sobald die Pastinaken in der Suppe weich gekocht sind, kann der Rahm dazugegeben werden. Dann alles mit einem Pürierstab sehr fein pürieren. Etwas Muskatnuss dazu reiben und mit Salz und Pfeffer würzen. 

7. Pastinaken sind teilweise sehr faserig. Damit die Suppe feiner und cremiger wird, empfiehlt es sich die Suppe durch ein feines Küchensieb zu streichen. Danach noch einmal kurz aufkochen. 

8. Zum Servieren die Suppe auf die Teller verteilen, etwas Schlagrahm in die Mitte geben, die Zwiebelsprossen darüber streuen und mit den Karotten Chips garnieren.

Blutorangen Ricotta Cake

Ein saftiges Stück Cake zum Zvieri hat noch immer den Nachmittag versüsst und den Arbeitsberg auf dem Schreibtisch halb so hoch erscheinen lassen. Diese fruchtig saure Vitamin C Bombe verhilft zu guter Laune und einem Energiekick. Okay, zugegeben das mit den Vitaminen muss man sich eher einreden, aber eine kleine Sünde zwischendurch schadet bestimmt nichts.

Für eine Cakeform von 30 cm,
ergibt ca. 15 Stück


Zutaten
Für den Teig
170 g Butter
200 g Mehl
2 KL Backpulver
1 Prise Salz
400 g Ricotta
350 g brauner Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier
Abgeriebene Schale und Saft einer Blutorange
2 TL Zimt

Für den Sirup zum Tränken
Saft von 2 Blutorangen
Saft einer halben Zitrone
2 EL Zucker

Für etwas Schuss kann dem Sirup einige Esslöffel Rum oder Grand Manier hinzugegeben werden.

Zum Servieren
Scheiben von Blutorangen oder Puderzucker
 

Zubereitung
1. Den Ofen auf 180° C vorheizen. Die Cakeform mit Backpapier auskleiden oder einfetten. 

2. Die Butter und der Ricotta sollten bei der Verarbeitung zimmerwarm sein, also etwas früher aus dem Kühlschrank nehmen. Beides in Einer Schüssel mit dem Zucker und dem Vanillezucker mixen.

3. Schritt für Schritt die Eier und den Abrieb der Orangenschale dazugeben und weitermixen. 

4. In einer separaten Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz  vermengen. Alles zur Butter/Ei Mischung sieben und gleichmässig verrühren. 

5. Den Blutorangensaft und Zimt dazumischen. Den Teig in der vorbereiteten Form verteilen und glattstreichen. 

6. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen ca. 50 Minuten backen. Mit einem Spiess kann geprüft werden, ob er durch ist. Sobald der Spiess beim Einstechen in den Kuchen sauber bleibt, ist er fertig gebacken. 

7. Damit der Kuchen schön saftig bleibt, wird er nachdem er aus dem Ofen kommt, mit Sirup getränkt. Dazu in einem Topf den Orangensaft mit dem Zucker kurz aufkochen bis sich der Zucker auflöst. Nach Wunsch den Rum oder Grand Manier dazugeben. Mit einem Spiess den Kuchen mehrmals einstechen und den Sirup über den Kuchen giessen.

8. In der Form etwas auskühlen und durchziehen lassen. Zum Servieren mit Scheiben von Blutorangen garnieren, oder mit Puderzucker bestreuen.

Winter, 2015Nom NomComment
Randen Feta Tarte

Saisonales Gemüse ist zur Zeit rares Gut, doch zum Glück gibt es noch einiges an Lagergemüse wie etwa die Randen. Den vorerst etwas unspektakulären, dunklen Knollen wird neben all den farbenprächtigen Exoten im Regal zu wenig Beachtung geschenkt. Das sollte sich ändern, dachten wir, und haben sie gleich als Hauptzutat für diese Tarte verwendet. Denn werden die Randen erst einmal angeschnitten oder geschält, erstrahlen sie in unerwarteter Farbintensisät, da kann so schnell kein anderes Gemüse mithalten. 


Für eine runde Tarteform von 26 cm,
ergibt ca. 8 Stück


Zutaten
Für den Teig

250 g Mehl
125 g Butter
1/2 TL Salz    
1 Ei

Für den Belag
2 grosse rohe Randen (ca. 400 g)
2 EL Butter
2 Schalotten
1-2 Knoblauch Zehen
4 EL Balsamico Essig
Salz
Pfeffer
2 TL frischerThymian
1 Hand voll glatter Petersilie

Für den Guss
150 ml Rahm
2 Eier

150 g Feta
100 g Haselnüsse

Zum Servieren
etwas frische Kräuter


 

Zubereitung
1. Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und in die Schüssel mit Mehl und Salz geben. Alles zwischen den Händen verreiben.

2. Wenn keine Butterklümpchen mehr vorhanden sind das Ei dazugeben und unterkneten. Den Teig aus der Schüssel nehmen und auf der Arbeitsfläche von Hand gut kneten bis ein geschmeidiger, homogener Teig entsteht. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine mit Butter gefettete Tarteform von 26 cm Durchmesser damit auskleiden. Den Teig an den Rändern gut andrücken und mit einem Messer der Kante nach schneiden, um überstehenden Teig zu entfernen. Mit Folie bedeckt mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. 

3. Randen im Salzwasser ca. 30 Minuten bissfest garen. Mit kaltem Wasser abschrecken, schälen und in 4 mm dicke Scheiben schneiden. 

4. Den Ofen auf 200° C vorheizen. 

5. Die Schalotten in Ringe, den Knoblauch klein schneiden. In einer Bratpfanne die Butter zergehen lassen und die Schalotten mit dem Knoblauch darin andünsten. Dann die Randenscheiben dazugeben, mit dem Balsamico ablöschen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, zum Schluss den Thymian und die Petersilie gehackt untermischen. Die Pfanne vom Herd nehmen und alles etwas auskühlen lassen. 

6. Unterdessen den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen. 

7. Die Randenscheiben gleichmässig auf dem Teig verteilen. Für den Guss den Rahm und die Eier mit einem Schwingbesen gut vermengen mit Salz und Pfeffer würzen und über die Randen giessen. 

8. Den Feta über die Tarte krümeln. Die Haselnüsse grob hacken und ebenfalls auf die Tarte geben. 

9. Im Ofen für ca. 40 Minuten backen. Falls die Tarte zu dunkel wird, gegen Ende der Backzeit mit Alufolie bedecken und so fertig backen. Zum Servieren mit frischen Kräutern garnieren.

 

Cranberry Scones

It's Tea Time!
Obwohl, die süssen Gebäckstückchen schmecken eigentlich zu jeder Tageszeit. Wir mögen es gerne typisch british und laden zum „Afternoon Tea" mit Freunden. Mit etwas Fantasie fühlen wir uns so fast wie in einem Café in London. Scones werden in England traditionell mit Clotted Cream und Marmelade serviert. Diese Cranberry Scones schmecken aber auch ausgezeichnet mit normaler Butter. Falls sich spontan Besuch ankündet, ist das Gebäck super schnell gemacht, denn warm schmecken sie sowieso am besten.  

Ergibt 6 grosse Scones

Zutaten
100 g Butter
360 g Mehl
1/4 TL feines Meersalz
1 1/2 TL Backpulver
70 g Zucker
1 grosses Ei
80 ml Milch
200 g frische Cranberries

Ei zum bestreichen

Zutaten Guss
5 EL Puderzucker
2 EL Zitronensaft
 

Zubereitung
1. Den Ofen auf 170° C vorheizen. Cranberries waschen und gut abtrocknen. 

2. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz in eine grosse Schüssel sieben. Die kalte Butter in Würfel schneiden, ebenfalls in die Schüssel geben und mit den Fingern zu einer krümeligen Masse verreiben. Zum Schluss den Zucker und die Cranberries hinzu geben und alles gut vermischen.

3. Die Milch und das Ei in einem Gefäss vermischen, dann zu der Butter-Mehl-Mischung geben und rasch zu einem weichen Teig vermengen. Nicht zu stark mischen, der Teig muss etwas bröcklig bleiben sonst werden die Scones zu trocken. 

4. Die Arbeitsfläche gut bemehlen, den Teig zu einem gleichmässigen runden Leib von ca. 3 cm Dicke formen und auf ein Blech mit Backpapier legen. Mit einem scharfen Messer in sechs gleichmässige Teile schneiden. Die Teile etwas auseinander ziehen, damit sie beim Aufgehen nicht zusammenkleben. 

5. Ein Ei verquirlen und damit die Oberfläche der Scones mit einem Pinsel bestreichen. Im vorgeheizten Ofen für 20 Minuten goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter etwas auskühlen lassen. 

6. Für den Guss den Puderzucker mit dem Zitronensaft verrühren, mit einem Löffel über die Scones träufeln und kurz antrocknen lassen. 

Winter, 2015Nom NomComment